Zwei Fliegen ruhen sich aus

Fliegen hört man ja eher, als dass man sie sieht. Sie leben meistens auf einem viel höheren Schwingungsniveau als wir. Ihren Flugbahnen kann man kaum mit den Augen folgen. Um so faszinierender finde ich es sie zu beobachten, wenn sie sich auf menschliche Frequenz down tunen und sich ganz gemächlich mit den Vorderbeinen putzen.

Ich bin die sprichwörtliche „kann keiner Fliege was zu leide tun“-Person. Wann immer ich kann, fange ich die Fliegen, wenn sie sich an der Fensterscheibe müde geflogen haben, mit einem Glas, um sie nach draußen zu setzen. Neulich habe ich sogar mit einer Fliege gesprochen. Ich versuchte sie zu überreden, doch endlich still zu halten, weil es ihr da draußen im Garten viel besser gehen würde. Sie muss mich verstanden haben, denn es gelang mir das Glas über sie zu stülpen. Als sie wegflog, habe ich ihr noch ein „mach´s gut“ hinterher gerufen.

(Das darf jetzt aber wirklich keiner wissen, sonst heißt es noch, ich bin ein bisschen verwirrt – mit Fliegen reden, wer macht denn sowas? ts ts ts ssssssssssssssssssssssssssssssssssssss………)

13 Gedanken zu „Zwei Fliegen ruhen sich aus

  1. Auch Fliegen haben eine Seele 🙂
    Ich finde es schrecklich depremierend, den schwarzen Matschfleck zu betrachten, wenn jemand sie erschlägt. Ich denke auch, dass muss ja nicht sein.
    Ich schmeisse auch lieber alle Insekten heraus. Wo ich ein wenig Probleme habe, dass sind die dicken fetten Spinnen mit den behaarten Beinen….

    • Stell dir einfach vor, das sind süße puschelige Kuscheltiere, die niedlichen pelzigen Spinnen.
      Ok, ich glaub es mir selbst nicht. Ich weiß auch nicht warum Spinnen ab einer bestimmten Größe etwas problematisch zu handhaben sind. Sobald eine so groß ist, dass ich glaube, sie SCHAUT mich an, muss ich erstmal schlucken, bevor ich mich ihr nähere.
      Für unser etwas tropischeres Zuhause habe ich mir einen Spinnengreifer besorgt. Der verletzt die Tiere nicht und ich muss nicht ganz so nah ran gehen.

      • Ja, gut, man hat mich schon murmeln hören: „Los, weiter rechts. Boah, die Tür steht doch sperrangelweit auf. Okay, dann unters Glas, aber nicht stechen. Jaha, ich setz dich raus!“ Ob es von den Insekten verstanden wurde, kann ich nicht belegen.

  2. Oh, I’m a bug rescuer from way back, too. I have countless photos of me holding and staring at insects (witness the profile picture on my personal Facebook page right now, in fact). So I completely understand. I talk to them all the time myself, which probably means I’m „going buggy“ too. But that comes as no surprise to anyone, I’m sure.

    All of this puts me in mind of a little poem of unknown origin that my aunt used to say to me when I was a kid, and which I couldn’t help but memorize:

    A flea and a fly in a flue
    Were trapped, so what could they do?
    Said the flea „Let us fly“
    Said the fly „Let us flee“
    And they flew through a flaw in the flue.

    • Ich liebe diese Art von Gedichten. Ich musste an einen amerikanischen Dichter denken, der vor ungefähr 6 Jahren seine collected poems herausgab. Er schrieb viele solcher wundervollen Gedichte. I had this book from the library. And I can not recall his name. It drives me crazy. After reading this fly poem I want to have this book again. Please tell me some names of poets who do or did such poetry. I think he is a living author, very old now. E.B.White came into my mind, but he isn´t the one. If I hear his name I can tell immediately. Please help me out. Pleeeaaasssse.

  3. Hallo Martina,

    ich zitiere:
    „Das darf jetzt aber wirklich keiner wissen, sonst heißt es noch, ich bin ein bisschen verwirrt – mit Fliegen reden, wer macht denn sowas?“

    Wer so was macht? – Na, ich!

    Als GS(Grundschul)-Lehrerin hatte ich einen kleinen Pummel, der sich nicht wirklich fürs Schreiben interessierte. Auch der Förderunterrricht war ein zähes Unterfangen. Dazu kam noch eine nervende Fliege, die immer wieder zu uns herflog und uns störte. Der Kleine hatte Einzelförderunterricht, so wenig sprach ihn der normale Unterricht an. Jedes weitere Kind in einer Gruppe hätte ihn schon wieder vom Arbeiten abgelenkt.
    So natürlich auch die FLIEGE!!!
    Das war der Moment, in dem ich eine Kommunikation mit dem kleinen Lebewesen begann.
    In Gedanken rief ich sie immer wieder herbei und bat sie darum, sich bei M. auf den Kopf, auf den nackten Arm zu setzen. Was sie auch tat.
    Ha … ich konnte es kaum glauben.
    Aber dann begriff ich ihr intelligentes Angebot und erklärte dem Jungen:
    Diese Fliege ist eine Testfliege.
    Sie wird deine Konzentration erhöhen.
    Wenn du es schaffst, trotz ihrer Anflüge gut mitzumachen, dann wird sie dich zum Meister machen.
    Zum Konzentrationsmeister.

    Was meinst du wohl, wie der Rest der Stunde verlief?
    Aber halloooooooo …!!!

    In der nächsten Förderstunde guckte der Knopp gleich nach der Fliege.
    Wo ist denn die Testfliege heute?
    Schade … keine Fliege.
    Aber da war er ja schon Meister und ich konnte immer wieder darauf zurückgreifen.

    Der Fliege habe ich natürlich meinen inneren Dank ausgesprochen.
    Nicht laut, nein, der Kleine sollte ja nicht von unserem Komplott erfahren 😉

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende mit vielen Testfliegen … ha ha … was auch immer die bei Dir zur Meisterschaft bringen können (na, zumindest doch das Zeichnen!).

    Und auch, falls ich mich wiederholen sollte: Ich LIEBE dein Weblog! Du schreibst so schön persönlich. Ich „höre Dir zu“, als würdest Du mir etwas von Angesicht zu Angesicht erzählen.

    Liebe Grüße, Ulrike

    Ach ja, zu dem Fliegengedicht fallen mir bezüglich Art und Rhythmus die alten englischen Nursery Rhymes ein. Hickery dickery dock …

    • ❤ Das ist eine schöne Geschichte. Wenn du mir versprichst, es niemandem weiterzuerzählen, verrate ich dir, dass ich auch schon eine fortgeschrittenere Fliegenkommunikation pflege. Wenn ich innerlich ganz gelassen bin (haha, nicht so oft), dann fliegen die Fliegen von alleine aus dem Fenster, sobald ich ihnen in Gedanken den Weg weise. Manchmal funktioniert das so prompt, dass es mich schon wieder erschreckt.

      • Hallo Martina, da bin ich nochmal in Sachen Fliegenkommunikation. Gestern habe ich eine Fliege gebeten, die Küche durchs schräg gestellte Fenster zu verlassen. Sie flog immer nur vor die Scheibe, fand den Ausgang nicht … es hat dann irgendwie nicht geklappt. Ob ich nicht die richtigen Worte fand, ihr den rechten Weg zu weisen?
        Vielleicht war meine Überzeugungsmethode falsch?
        Ich zweifelte wohl zu sehr.
        Dachte, wie ich mich wohl fühlen würde, wenn ich das Licht sehe, aber den Ausgang nicht erkenne.

        Nun denn, aber es gibt ja noch andere Kommunikationsbereiche. Das Wetter.
        Trockenes Wetter für den Markteinkauf bestellen … hat geklappt. Obwohl es sich tiefschwarz zuzog. Immer wieder den Blick zum Himmel: Na jaaaa, das bleibt trocken.
        Dann ins Café und glücklich DANKE sagen, da fängt es an zu regnen, zu schütten geradezu.
        Nun gab es da aber noch ein Problem.
        Das Auto stand eine Straße weiter …
        also beim Kaffeetrinken bestellt:
        Regenfreie Luft beim Weg zum Auto nach dem Kaffeetrinken.
        Es pladdert … pladdert …
        Ich denke: Egal, jetzt gehen wir!
        Wir bezahlen an der Kuchentheke … öffnen die Tür .. gehen zum Auto.
        Ohne Schirm, ohne Regen.
        Wir sitzen im Auto … boaaaaah!
        Wasser aus Eimern.
        Wer sagt’s denn – klappt doch!

        „Manchmal funktioniert das so prompt, dass es mich schon wieder erschreckt“??? Nö, ich kenne das Phänomen inzwischen recht gut. Nur manchmal traut man sich nicht so ganz … und dann klappt’s auch nicht.

        Und genau das stimmt: „Wenn ich innerlich ganz gelassen bin“ … (dann bin ich ja eins mit der Welt … und dann ist die Welt eins mit mir … und dann sind wir in der Zeit, in der Wünschen hilft. JETZT.)

        Um 0:28 wünsche ich Dir eine gute Nacht und nach dem Aufwachen ein wunderschönes Wochenende mit einem netten Körbchen voller Wunscherfüllungen. Du Dir auch?
        Ulrike

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s