Funchal, Nachtrag

Funchal_0001Das Blatt ist mir beim Aufräumen aus einem Buch gerutscht. Ich habe es zwischen den Seiten aufbewahrt, dann aber vergessen.

Wir hatten uns in ein überdachtes Straßencafé geflüchtet, es fing gerade mal wieder besonders heftig an zu regnen, und das war der Blick in das gegenüberliegende Restaurant.

Unser Ober hatte nicht viel zu tun und sah mir beim Zeichnen zu. Da muss man als ZeinchnerIn manchmal durch, wenn man in der Öffentlichkeit zeichnet. Meistens bleibe ich freundlich, weil ich weiß, wie interessant es ist, jemandem beim Zeichnen zuzuschauen. Ich tue das selbstverständlich nie, aber ich würde es gerne so manches Mal, wenn ich irgendwo jemandem mit dem Skizzenblock sitzen sehe.

Der Ober deutete auf meinen Tintenstift und fragte, was das für ein Stift sei, mit dem ich da zeichne und da ich zum einen so gut wie kein Portugiesisch kann und zum anderen von meinen Grippetabletten vernebelt war, sagte ich ihm das sei „Tinto“.

Peinlich. Er sah mich zweifelnd an. Offenbar war ich farbenblind und konnte Rot und Schwarz nicht unterscheiden. Aber immerhin hat er mich dann allein gelassen und ich konnte ungestört weiter zeichnen.

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