Besuch der alten Dame

(Zeichnung aus dem Archiv)

Portrait 14

 

3 Gedanken zu „Besuch der alten Dame

  1. Ich habe mir die Zeichnung ein paar mal angesehen. Es ist eine ungewöhnliche Perspektive, und das Bild zeigt Würde. Es hat gewissermaßen eine Seele. Das ist das höchste was man beim Portraitzeichnen erreichen kann.
    Sehr beeindruckend!

    Grüßle wie immer aus dem Süden von
    Ben

  2. Eine ungewöhnliche Perspektive und deshalb auch sehr interessant. Ich würde sagen, diese Zeichnung zeigt die Seele.
    Das mit dem Porträitzeichnen ist ja eigentlich ganz einfach:
    Punkt, Punkt, Komma Strich, ein paar Ohren und Augenbrauen dazu und fertig ist der Kopf 🙂
    Ähnlichkeit herzustellen ist dann die nächste Herausforderung.
    Das eigentlich nicht zeichenbare darzustellen ist die hohe Kunst und das scheint mir hier gut gelungen zu sein.
    Ich bin beeindruckt!

    Grüßle wie immer aus dem Süden
    Ben

  3. „das nicht zeichenbare darzustellen“ …….mmmmm…..ich glaube, das ist es. Und genau das möchte ich auch vermitteln, wenn ich Workshop-Teilnehmern klar machen will, dass es sie nicht weit bringt, „realistisch“ und „richtig“ zeichnen zu wollen. Im Gegenteil, sie bauen sich damit eine Mauer vor die Nase, durch die sie das „nicht Zeichenbare“ nicht mehr SPÜREN. Denn im Prinzip „sieht“ man das nicht Zeichenbare beim Zeichnen nicht, aber man sieht es dann auf der Zeichnung. Wenn ich aber versuche, ausschließlich das Sichtbare/Zeichenbare zu zeichnen, kann ein Betrachter solch einer Zeichnung nur etwas darauf sehen und nichts spüren.
    Zeichnen ist ein Medium, das mehr kann, als nur etwas „darzustellen“. Zeichnung vermittelt ein Erlebnis. Deshalb spricht man gerne von „lebendiger“ Zeichnung. Man kann mit dem Stift Lebendigkeit vermitteln, wenn man aufhört, darauf zu bestehen, einen Gegenstand, Menschen usw. „richtig“ nach-zeichnen zu wollen. Sobald ein Betrachter fragt, Mensch toll, das ist ja täuschend echt, wie hast du das denn gemacht, weiß man, dass es ihm nicht möglich war, mehr in der Zeichnung zu sehen, als eben das Abgebildete und er eigentlich nur die, für ihn verblüffende Zeichentechnik bewundert, nicht den Inhalt der Zeichnung.
    Wie kann ich das jemandem erklären, der noch nicht viel Zeichenerfahrungen gemacht hat, also sehr wahrscheinlich auch noch nicht selbst erlebt hat, was dabei herauskommt, wenn er seine Ansprüche auf perfekte Abbildung in den Wind schießt, und einer Zeichnung ERLAUBT zu entstehen, anstatt eine Zeichnung zu forcieren? Er kann ja gar nicht verstehen, wovon ich rede.
    Ich habe schon -zig Zeichner freiwillig und singend im Wald der Zeichenregeln verschwinden sehen. Wenn sie einmal da drin sind, finden sie kaum mehr wieder raus aufs freie Feld. Dort, wo ihnen alles möglich wäre, wenn sie nur darauf vertrauen würden, dass sie nirgend wohin müssen, sondern es reicht, sie selbst zu sein und ihr eigenes Zeichnen zuzulassen.

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