Kleine Übung im Freuen

joyIch glaube, wenn man sich nicht täglich darin übt, sich zu freuen, verliert man diese Fähigkeit schneller als einem lieb ist. Wenn man darauf wartet, bis man sich „über“ etwas freuen kann, weil irgendwas Freudiges passiert, kann man manchmal lange warten. Und währenddessen vergisst man, wie es sich anfühlt, sich zu freuen.

Ich versuche, mich jeden Tag im Freuen zu üben. Freuen ohne irgendeinen Grund, einfach nur so. Ich setze mich hin, schließe die Augen und suche in mir drinnen nach diesem Gefühl der Freude. Ich erinnere mich, wie es sich anfühlt, indem ich an etwas Schönes denke. Wenn es anfängt irgendwo in der Herzgegend zu kitzeln, weiß ich, dass ich es gefunden habe. Ich muss es jetzt nur noch packen und es explodieren lassen. Meistens muss ich dann schon grinsen. Ich stelle mir vor, wie dieses Kitzeln sich ausdehnt und in alle Richtungen wegspritzt, wie das Wasser aus einer geschüttelten Sprudelflasche, und sich überall in mir verteilt.

Sich grundlos zu freuen ist nicht verboten.

Nur weil es so vieles um einen herum gibt, dass freudlos ist, heißt das nicht, dass man selbst freudlos sein muss und sich nicht freuen darf.

Freudlosigkeit hat noch nie irgendwas bewirkt oder jemandem geholfen. Die Fähigkeit Freude zu empfinden, ist eine große Quelles der Energie mit der man mit Leichtigkeit mehr ändern und verbessern kann, als mit schlecht gelaunter Anstrengung.

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6 Gedanken zu „Kleine Übung im Freuen

  1. Beautiful. I had a little tea press that said „Happiness needs no cause“ on the side of it, and I thought that was the loveliest thought, and very true. Although the tea didn’t hurt, of course. 🙂

  2. Nicht umsonst schrieb Schiller „Freude schöner Götterfunke“. Und auch den Abschnitt „Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt“, finde ich ganz wunderbar, weil es das Vereinende, Grenzenüberspringende so zu fassen kriegt. Freude aus sich selbst heraus ist ein wahrer Segen! Joy to the world, liebe Grüße Petra

    • Da erinnerst du mich an was: Als Kind habe ich das Lied „Freude schöner Götterfunke“ in meinem Schul-Liederbuch gefunden und auswendig gelernt. Ich habe es dann manchmal laut, aber sehr oft auch ganz leise, nur so für mich gesungen. Heute weiß ich, dass das eine unbewusste Selbst-Therapie gegen meine so unkindliche Schwermut war. Solange ich gesungen habe, fühlte ich mich nicht so verloren.
      Die Freude ist das Geschenk der Götter, damit wir nicht vergessen, woher wir kommen. Die Schwingung der Freude ist eine Frequenz auf der wir alle untereinander mit unserem wahren Selbst (und mit dem Göttlichen) kommunizieren können. Der Freude ist nichts entgegenzusetzen.
      Herzliche Grüße,
      Martina

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