Wie man bei Kindern ganz leicht die Kreativität ersticken kann. Ein Artikel von Gitte Härter.

Hier verlinke ich zu einem Artikel von Gitte Härter, der für alle interessant und Augen öffnend ist, die nie zufrieden sind mit ihrer Kunst und ständig glauben, sie seien irgendwie nicht gut genug oder würden es nicht hinkriegen oder fühlen sich unwohl beim Gestalten und überhaupt denken,  sind sie wahrscheinlich keine Künstler usw. usw. Die meisten kennen diese Leier im Kopf.

Woher die kommt, kann man nachvollziehen, wenn man diesen Artikel gelesen hat.

11 Gedanken zu „Wie man bei Kindern ganz leicht die Kreativität ersticken kann. Ein Artikel von Gitte Härter.

    • Viele Lehrer stecken eben auch mitten drin in diesem System von Bewertung und „Ab“-Wertung und haben es am eigenen Leib bzw. an der Seele zu spüren bekommen. Und die, die sich dessen nicht bewußt sind, geben weiter, was ihnen angetan wurde. Es gibt aber auch ganz wundervolle Lehrer (und Eltern 🙂 ), die die Kinder ermuntern und unterstützen.

  1. Danke, liebe Martina, für den Link zu dem Artikel – ja, Kreativität ersticken, das scheint ein Nationalsport (auch) hierzulande zu sein. Ich musste jedoch feststellen, dass ich mich gelegentlich schäme, wenn jemand „aus der Reihe“ tanzt und sich voll auslebt und umgekehrt, dass ich mich beim Tanzen schäme, wenn ich mich voll auslebe, weil ich denke, die anderen denken, die sollte sich schämen. Zu entdecken, welche in der Kindheit geprägten Altlasten man noch immer mit sich herumschleppt, erschüttert mich zuweilen. Und das ist ein Grund, warum Kinder möglichst nie nicht in ihrem spontanen, authentischen Ausdruck geknechtet werden sollten.
    Wenn man sich das Video von der kleinen Tänzerin anschaut, ist sie ja so entzückend, WEIL sie so lebendig ist und eben ganz unlangweilig aus der Reihe tanzt. Hach, über dieses Thema könnte ich schon wieder endlos nachdenken …
    Danke für die Anregung, Petra

    • Ich glaube, das, was du ansprichst, nennt man im Volksmund „Fremd-Schämen“. Man tritt mit dem Ausdruck einer anderen Person in Resonanz, weil man sich selbst so sehr davor fürchtet, sich auf diese spezielle Weise öffentlich peinlich zu verhalten.
      Kennst du die Arbeit von Brené Brown? Sie ist DIE Scham-Forscherin und keiner ist besonders scharf darauf, von ihren Forschungen zu hören, weil sich alle so sehr schämen, dass sie sich schämen. Scham ist ein großes Tabu-Thema. Es gibt zwei gute TED-Talks von ihr, die sie ins Rampenlicht der Öffentlichkeit katapultiert haben. Sie hat eine klasse Ausstrahlung und ist absolut witzig. Das hilft natürlich der Verbreitung ihrer Ideen und Forschungsergebnisse sehr. Unter anderem hat sie den Begriff „Shame Hangover“ geprägt. Das ist das Scheißgefühl, wenn man sich nicht mehr aus dem Haus traut vor Scham, weil man sich am Vortag etwas entsetzlich Peinliches geleistet hat oder man glaubt, es sei entsetzlich peinlich gewesen. Wenn du mal Zeit hast, google mal ihren Namen und TED Talk.
      Viele liebe Grüße,
      Martina

      • Danke für den guten Tipp mit Brene Brown. Den Vortrag über die Verletzlichkeit habe ich gerade gesehen, einfach, klar und überzeugend!

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