Gefährlicher Kohlrabi

Kohlrabi 2Vor zwanzig Jahren habe ich mich beim Kohlrabi schneiden mal so dämlich angestellt, dass ich in die Notaufnahme musste und dann mehrere Wochen meine rechte Hand nicht benutzen konnte. Seitdem meide ich dieses Gemüse. Aber seit einigen Wochen, wenn ich durch die Gemüseabteilung  gehe, flirten mich diese hübschen Dinger so stark an, dass ich tatsächlich wieder welche gekauft habe. Und was soll ich sagen? Ich habe mich diesmal bei der Zubereitung nicht verletzt. Aber es war schon witzig: die ganze Zeit beim Schneiden, hat es in der Hand, die ich mir verletzt hatte, gekribbelt und die Stelle, an der die Wunde war, hat tatsächlich wieder ein bisschen weh getan. Ich war so in Alarmbereitschaft, man hätte denken können, ich zerschneide einen giftigen Kugelfisch und nicht eine, an sich harmlose Gemüsekugel.

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14 Gedanken zu „Gefährlicher Kohlrabi

  1. Schon erstaunlich, wie lange so ein Verletzungserlebnis nachwirkt. Aber du hast den Kohl bei den Blättern gepackt und siehe da, diesmal – du hasst ihn sicher durchs Zeichnen besänftigt – gab er nach 🙂 Ich hatte da so ein Erlebnis mit einer Fonduegabel vor zig Jahren, weshalb ich bei diesem geselligen Spieße in Brühe oder Fett halten, immer auf der Hut bin!
    Herzliche Grüße die Preißin

      • Grandiose Idee, liebe Martina, du könntest damit dein Spektrum um „Heilzeichnen“ erweitern. Damit lässt sich bei entspechend disponierten Kunden sicher ein gutes Geschäft machen ; )

  2. Sitze am Rechne, denke über den Anfang eines Textes nach, komme nicht so richtig weiter, gönne mir eine Pause zur Ablenkung, sehe diese Zeichnung und fühle mich „ertappt“. Der Anfang lautet: „Waren es Kohlrabi gewesen, von denen Kim zuletzt behauptet hatte, sie habe sie noch nie gemocht? Oder Zucchini? Nein, Kim war gekränkt und wütend gewesen, weil Marion nicht gewusst hatte, dass sie keinen Kohlrabi mochte.“
    Schöne Grüße! J.

  3. Hallöle,
    bisher hielt ich Gemüseschneiden für harmlos und Kugelfischschneiden für gefährlich.
    Blutbäder kannte ich nur vom Schneiden der roten Bete. Der Farbe wegen.
    Aber in Zukunft werde ich auf der Hut sein…vor der roten Bete dem Stümmelkohlrabi und dem blutrünstigen Mörderkürbis.
    Da sieht man den Wochenmarkt doch plötzlich mit ganz anderen Augen, die Ihr mir geöffnet habt!

    Danke aus dem Süden sendet
    Ben

    • Tja, für den, der mit offenen Augen durch die Welt geht (oder über den Wochenmarkt) eröffnen sich immer wieder neue Perspektiven und dessen Welt ist im stetigen Wandel.
      (P.S.: Du hast uns heute beim Zeichnen gefehlt.)

      • Hallöle,

        Ich hätte gerne, nein sehr gerne mitgemacht, aber die Arbeit wächst mir grad über den Kopf…
        Jetzt hoffe ich auf den nächsten Workshop, zu dem ich auch hoffentlich wieder Zeit habe.

        Grüßlen aus dem Süden sendet
        Ben

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