doodle-di-dum doodle-di-da

Richtig gute Zeichenübung Nr. 3

madamewalroc39f

Das Wort „doodle“ klingt wie etwas, das man nicht ernst nehmen muss und das Spaß macht. Auf jeden Fall klingt es wie etwas, das man definitiv öfter tun sollte, und zwar nicht nur beim Telefonieren oder um bei einer langweiligen Vorlesung nicht einzuschlafen, sondern ganz bewußt um zu zeichnen.

Nimm irgendein Stück Papier und einen Stift, der in greifbarer Nähe liegt. Man kann auf Büttenpapier oder auf Schreibpapier doodle-n, mit Füller, Filzer oder Bleistift. Ich doodle gerne mit meinem Kugelschreiber auf dem sehr glatten Papier meines Schreibblocks.

Fülle das ganze Blatt von oben nach unten, von unten nach oben, in alle Richtungen, mit schwungvollen Linien und Kreisen. Stell Dir vor, du fährst Schlittschuh auf dem Papier und du hast die gesamte Eisfläche ganz für dich alleine. Es ist niemand da, der dich anrempelt. Du hast freie Fahrt. Du genießt die ruhige Bewegung deiner Hand und den Anblick der dabei entstehenden Formen.

Früher oder später wirst du anfangen, in diesen Linien Formen oder Gegenstände zu erkennen. Laß dir Zeit. Sobald sich eine Form für dich deutlich genug abzeichnet (!), folge ihr mit dem Stift. Lasse dich leiten von dem Bild, das du beginnst zu erkennen. Wie will dieses Bild gezeichnet werden? Ziehe weiter deine Linien und Kreise und lass dich führen. Was ist es, was auf deinem Blatt entstehen will? Hilf ihm. Bring es an die Oberfläche.

Hier noch ein weiteres Entstehungs-Beispiel:

Der Sinn der Übung?

– Du lernst, der Bewegung deiner Hand und deinen Linien zu vertrauen.

– Du lässt sichtbar werden, was dich gerade berührt oder amüsiert oder interessiert.

– Du erfindest mühelos, ohne auf das berühmt berüchtigte weiße Blatt starren zu müssen.

– Du hörst auf, dich selbst zu beobachten und zu kontrollieren, ob du richtig oder gut zeichnest. Du zeichnest ganz entspannt. Du gibst die Kontrolle auf und LÄSST zeichnen.

Dumbo

Madame Wall Ross

Madame Schier-Raff

Madame Präschtig

13 Gedanken zu „doodle-di-dum doodle-di-da

  1. Oh, das ist genau mein Ding, so herumzuspielen und „zeichnen zu lassen“. Habe allerdings mit Wasserfarben herumexperimentiert und eher gemalt, heraus kam Mademoiselle Coli Bri. 🙂 Liebe Grüße Petra

    • Oh, ich wünschte, ich könnte diese Mademoiselle kennenlernen.
      Übrigens, ich schaue oft auf deinen Blogs vorbei – wundervolle Fotos, die du da entstehen „lässt“, aber die Kommentarfunktion lässt mich nie durch. Bin wohl irgendwie suspekt. Ich werde es demnächst mal wieder versuchen.

      • Das ist ja ein Ding, ich habe nicht gewusst, dass die Kommentarfunktion Wachtmeister-Funktionen übernommen hat, verdammt! Mademoisselle kannst Du in meinem Freudenschauer-Blog finden: 17. April 2013. Einen Tag später hat Mr. Croco Dile einen Auftritt! Liebe Grüße, Petra

    • witzig, dass du den Dudelsack erwähnst. Der ist ja nicht immer in aller Munde, aber gerade gestern haben wir in einer Gruppe überlegt, was Dudelsack auf Französich heißt. Wir beschlossen: le sac de düdel.

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