mein Updike 2

In einem seiner Texte erzählt Updike von seiner Mutter, die ebenfalls Schriftstellerin war, aber deren Bücher niemals veröffentlicht wurden. Er erinnert sich, wie traurig sie war, wenn sie wieder einen der braunen Umschläge mit ihrem abgelehnten Manuskript im Briefkasten vorfand. Sie war die Mutter von John Updike, einem Schriftsteller, dessen Name immer mal wieder im Zusammenhang mit einem möglichen Nobelpreis genannt wurde, und ihr war der Erfolg nicht vergönnt. Ich weiß auch nicht, warum mich das so berührt. Wahrscheinlich weil ich vermute, wir durften ihre Bücher nie kennenlernen, weil sie eine Frau war.

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2 Gedanken zu „mein Updike 2

  1. Vielleicht war sie aber auch nur die zweite in der Reihe. Dem ersten der tot, den zweiten die Not dem Dritten das Brot. Wer weiß das schon.

    • Ach du meine Güte, was für ein schrecklicher Aberglaube und Fluch für diejenigen, die daran glauben. Die Gründe, warum jemand Anerkennung findet oder auch nicht, sind undurchschaubar. Rückschauend kann man sie sich nur irgendwie erklären. Ich weiß nur, dass es in den 30igern und 40igern des lezten Jahrhunderts es (immer noch) allgemein nicht von Vorteil war, einen weiblichen Vornamen zu haben.

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