Ist meine Zeichnung jetzt eigentlich fertig oder nicht?

Beim Zeichnen geht es ja immer auch ums Nicht-zeichnen.

Oder anders ausgedrückt:

Eine Zeichnung entsteht nicht nur durch die Linien, die gezeichnet werden, sondern auch durch die, die nicht gezeichnet werden.

Oder anders ausgedrückt:

Zeichnen bedeutet auch, rechtzeitig mit dem Zeichnen aufzuhören.

Daran dachte vielleicht auch der Dichter Yves Bonnefoy, als er schrieb:

„So schmal ist des Zeichners Strich, so umgeben noch von den großen Stränden der Leere.“

Zu merken, wann es Zeit ist aufzuhören mit dem Zeichnen, ist Erfahrungssache.

Es gibt aber ein ganz sicheres Zeichen, durch das man erkennen kann, wann es so weit ist. Blöderweise wird dieses Zeichen oft missverstanden und, im Gegenteil, eher zum Anlass genommen erst recht weiterzuzeichnen.

Ja, wann ist denn nun meine Zeichnung fertig?

Die Antwort lautet:

Immer, wenn du dir während des Zeichnens genau diese Frage stellst, ist deine Zeichnung fertig.

Immer.

Punkt.

An dieser Stelle ist der Artikel fertig geschrieben. Da soll noch mal einer sagen, ich könnte mich nicht kurzfassen.

Falls dir das aber dann doch etwas zu knapp ist, will ich diese Antwort im Folgenden etwas ausführlicher erklären.

Wenn du jetzt weiter liest, musst du mir aber versprechen, ganz genau zuzuhören, denn es wird etwas kompliziert.

Diese Frage, ob die Zeichnung nun fertig ist oder nicht, ist eigentlich keine Frage, die beantwortet werden sollte.

Vielmehr ist diese Frage ein sicheres Zeichen.

Sobald diese Frage in deinem Kopf auftaucht, ist sie ein sicheres Zeichen, dass du dich verwandelt hast. (Nein, nicht in einen Werwolf).

In diesem Moment hast du dich von einem Zeichner, der eine Zeichnung zeichnet, verwandelt in einen Betrachter, der eine Zeichnung betrachtet.

Der Betrachter einer Zeichnung hat mit dem Zeichnen einer Zeichnung nichts zu tun, und somit hast du, als Betrachter, gar nicht die Kompetenz diese Frage zu beantworten.

Theoretisch könnte sich diese Frage, ob die Zeichnung nun fertig ist oder nicht, nur der Zeichner, der zeichnet stellen.

Der kommt aber gar nicht auf die Idee, sich auch nur irgendwas zu fragen.

Ein Zeichner versteht weder eine Sprache aus Wörtern noch spricht er sie.

Ein Zeichner versteht nur Gefühle und handelt intuitiv.

Ein Zeichner zeichnet sprachlos.

Er weiß immer, ob seine Zeichnung fertig ist oder nicht und bringt dies zum Ausdruck, indem er zeichnet oder eben nicht.

Es ist immer nur der Betrachter einer Zeichnung der zweifelt, der hin und her überlegt und der glaubt, es bedürfe rational begründeter Argumente, um beurteilen zu können, ob eine Zeichnung fertig ist oder nicht.

Wenn dich also mitten im Zeichnen plötzlich diese Frage zwickt, weißt du, dass die Entscheidung in diesem Moment gefallen ist:

Die Zeichnung ist fertig.

Falls sich später herausstellen sollte, dass sie doch nicht fertig war, was immer seltener vorkommen wird, wenn du dich daran gewöhnst, diese Frage als ein Zeichen zu verstehen, kannst du auf jeden Fall sicher sein, dass du in diesem Moment fertig warst mit dem Zeichnen.

Nichts, was du vom Standpunkt des Betrachters aus der Zeichnung hinzufügst, wird der Zeichnung guttun, denn der Betrachter kann nicht zeichnen.(!)

Du hast die Verantwortung gegenüber der Zeichnung, das zu akzeptieren und die Zeichnung in diesem Moment loszulassen.

Es ist wichtig, das Auftauchen dieser Frage nicht zum Anlass zu nehmen, jetzt erst recht weiterzuzeichnen, auch wenn es dir als Betrachter völlig normal erscheint zu glauben, dass du beurteilen kannst, ob die Zeichnung noch zu verbessern oder gar zu retten ist.

Spätestens bei solchen Gedanken müssen bei dir sämtliche Alarmglocken läuten. Versuche diesen Einflüsterungen zu widerstehen und lege den Stift aus der Hand.

Du kannst nichts mehr tun und der Zeichner hat schon längst den Raum verlassen.

Zitat aus: Yves Bonnefoy, Wandernde Wege, 1997

Egal wie und egal was

Zeichnen ist nicht schwierig. Es ist manchmal schwierig anzufangen. Es ist schwierig, sich zu überwinden, es tatsächlich zu tun.
Beim Zeichnen lässt man sich darauf ein, etwas Unvorhersehbares zu tun.
Das macht Angst.
Deshalb ist es das Allerwichtigste ins Tun zu kommen, egal wie und egal, was man zeichnet.
Zuerst den Stift in die Hand nehmen und ihn übers Papier bewegen.
Wenn man so weit ist, hat man den schwierigen Teil hinter sich.

Um zu zeichnen, braucht man keine Idee

Um zu zeichnen braucht man keine Idee. Du beginnst einfach damit, was direkt vor dir steht, wo immer du gerade zeichnen möchtest.

Alles ist des Zeichnens wert, ob es die Computermaus ist, der Kaffeebecher oder Wiesenblumen in einem Wasserglas.

Beginne mit irgendetwas und wenn du erst einmal tatsächlich angefangen hast, willst du gar nicht mehr aufhören, denn du wirst plötzlich so viel entdecken, was du alles zeichnen willst.

Porträtzeichnen – spontan und intuitiv, 3-tägiger Kurs, nur noch 1 Platz frei

Porträtzeichnen mit Martina Wald

3-tägiger Kurs in der Kunstakademie Eigenart in Bad Heilbrunn/Landkreis Bad Tölz

vom 27. bis 29. September 2019

– nur noch 1 Platz frei –

Kursgebühr für 3 Tage: 275 Euro

Für mehr Informationen und Anmeldung bitte diesem Link folgen.

Ich weiß, alle sagen Porträt zeichnen sei schwierig. Und ich verstehe auch warum.

Das Gesicht eines Menschen zu zeichnen ist tatsächlich etwas Besonderes.
Bei Blumen und anderen Dingen kann man improvisieren, da kommt es ja nicht so drauf an, könnte man denken, aber bei einem Gesicht – das muss sitzen oder man lässt es lieber gleich.

Schade. Man verpasst so viel.

Denn gerade das Zeichnen eines anderen Menschen kann ganz besonders viel Freude machen.

Am Freitag, den 27. September beginnt ein 3-tägiger Kurs in der Akademie Eigenart in Bad Heilbrunn (nur 50 km von München entfernt) und es ist noch 1 (!) Platz frei.

In diesem Workshop werden wir nicht exakt messen und nicht krampfhaft versuchen, alles richtigzumachen, sondern wir zeichnen spontan und intuitiv.

Und das macht den Unterschied.

Trotzdem – oder gerade deswegen – werden wundervolle einfühlsame und stimmige Porträts entstehen.

Spontanes Zeichnen bedeutet, es wird nicht lang geplant und vorbereitet.

Es gibt keine Vor-Zeichnungen, nach denen das endgültige Porträt gezeichnet wird.

Beim spontanen Zeichnen wird der unmittelbare Eindruck, den man von einem Menschen in diesem Moment erhält, unmittelbar auf dem Papier zum Ausdruck gebracht – also direkt von den Augen in die Hand aufs Papier.

Intuitives Zeichnen bedeutet, wir nähern uns der Sache nicht mit dem Verstand, also nicht mit einem rational erworbenen Vorwissen, sondern mit dem Vertrauen, dass sich Hand und Auge sehr gut verstehen.

Die Hand bringt den Eindruck zu Papier, ohne dass ihr der Verstand dazwischen redet.

Für diese Vorgehensweise ist es eine Grundvoraussetzung, dass wir in diesen drei Tagen die Wörter „falsch“ und „Fehler“ aus unserem Wortschatz streichen.

Du wirst merken, wie gut das tut und wie leicht das Porträt zeichnen wirklich ist.

Denn es ist nicht schwierig, ein Porträt zu zeichnen, wenn man bereit ist, sich auf einen anderen Menschen einzulassen, wenn man bereit ist, diesem anderen Menschen tatsächlich zu begegnen.

Wenn du also Lust hast, endlich mal locker und entspannt Porträts zu zeichnen, würde ich mich freuen, dich in Bad Heilbrunn zu treffen.

1 Platz ist noch frei!

Telefonisch anmelden kannst du dich unter der Nummer
0176 – 42 07 52 05
Die Kursgebühr beträgt 275 Euro für drei Tage.
Mehr Informationen findest du auf der Webseite der Akademie Eigenart

Der Radiergummi ist ein falscher Freund

Der Radiergummi lässt dich glauben, mit seiner Hilfe wirst du zum besseren Zeichner, weil er ja jeden Fehler ungeschehen machen kann.
Er wartet aber nur geradezu auf Fehler. Er ermahnt den Zeichner, sich beim Zeichnen nicht zu sicher zu fühlen, denn es ist jeden Moment mit einer (Zeichen-)Katastrophe zu rechnen.
Der Radiergummi will nichts gelten lassen, was mit seiner vorgefassten Meinung nicht übereinstimmt.
Er stuft automatisch alles als Fehler ein, was er nicht sofort einordnen kann.
Etwas Unvorhergesehenes wird er nie zulassen
Der Radiergummi hilft uns nicht beim Zeichnen, er frustriert und verunsichert.

Zeichnen ist nichts anderes, als Zeichen erfinden, die uns nicht nur „etwas“ erkennen lassen, sondern die in uns ein entsprechendes Gefühl dafür wachrufen.
Wenn man während des Zeichnens mit einer Linie nicht einverstanden ist, zeichnet man diese Linie neu auf die vorherige.

Das ist keine Korrektur, sondern eine Ergänzung, ausgelöst durch einen weiteren Blick, durch den ein weiteres Zeichen aufs Papier kommt und das die Zeichnung zum Leben erweckt.

3-tägiger Zeichenkurs in der Kunstakademie Bad Heilbrunn 24. bis 26. Juni 2019

„Zeichnen – leidenschaftlich und spontan“
vom 24. bis 26. Juni 2019

 jeweils 10 Uhr bis 17 Uhr (inkl. 1 Stunde Mittagspause)

Kursgebühr 275 Euro
Anmeldung unter: 0176 – 42 07 52 05

oder  info@kunstakademieeigenart.de

Zur Webseite der Akademie gelangst du über diesen Link.

Ich hatte mir schon lange gewünscht, mit Zeichnern und Zeichnerinnen mal über einen längeren Zeitraum zu arbeiten.
Ich habe mir vorgestellt, wie schön es wäre, sich mal für zwei oder drei Tage gemeinsam irgendwo an einen schönen Ort zurückzuziehen, um in aller Ruhe nichts anderes zu machen, als ins Zeichnen einzutauchen.
Und genau das ist  in der Akademie Eigenart in Bad Heilbrunn möglich.

So ein mehrtägiger Kurs ist wie einen Urknall fürs Zeichnen.

Als Teilnehmer hast du die Gelegenheit, dich endlich mit deinem Zeichnen ganz tief zu verbinden, auf dass es dir nie mehr abhandenkommt.
Es ist genug Zeit, einen Zugang zu deiner ganz eigenen zeichnerischen Ausdruckskraft zu finden und zu öffnen.

Die Kunstakademie Eigenart ist das Herzensprojekt der beiden Gründer Katrin Hoerner und Michael Scheingraber. Seit 2011 stellen sie ein umfangreiches und sehr erfolgreiches Studienprogramm zusammen.

Pension Waldrast, Bad Heilbrunn, Tel.: 08046 – 1333

Dieser schnucklige Ort liegt inmitten einer herrlichen Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Bad Heilbrunn gehört zum Landkreis Bad Tölz und ist ca. 50 km von München entfernt.

Die Räume der Akademie befinden sich in einer liebevoll restaurierten Villa aus dem Jahre 1914.

In der Nähe, teilweise auch zu Fuß zu erreichen, befinden sich Hotels, Gasthöfe und Restaurants.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich die Pension Waldrast empfehlen, die du von der Akademie aus in fünf Minuten zu Fuß erreichen kannst. Die Zimmer sind einfach, aber sauber und das Frühstück ist sehr gut. Die Übernachtungspreise sind mehr als fair. Wie oft bei solchen einfachen Häusern gibt es keine aussagekräftige Webseite, aber ein Bild kann ich dir hier zeigen und die Telefonnummer nennen.

Außerdem kann ich das Hotel Kilian empfehlen. Dieses Haus liegt nur einen 3-minütigen Fußweg von der Akademie entfernt, ist etwas gehobener in der Ausstattung, sehr gepflegt und auch hier sind die Preise fair und angemessen. Die Webseite des Hotel Kilian findest du hier.

Es gibt auch noch einige andere Unterkünfte, wie z.B. das Haus Möstl (Link). Frau Möstl vermietet zwei Ferienwohnungen, die ebenfalls nur wenige Minuten zu Fuß von der Akademie entfernt sind.

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Zeichnen – leidenschaftlich und spontan

Das Zeichnen lernen oder auch das Zeichnen an sich wird ja gerne mal auf die lange Bank geschoben. Es erscheint irgendwie schwierig und überhaupt, zeichnen sollte man nur, wenn man es richtig kann, ansonsten lässt man lieber die Finger davon.
Das sind so die gängigen Vorurteile.
Allerdings wird das sogenannte „zeichnen können“ meistens verwechselt mit „zeichnen können wie jemand anderes“.
Und darin liegt diese Unsicherheit begründet, warum man einerseits zeichnen möchte und dann wieder doch nicht.
In diesem Kurs entdecken die Teilnehmer endlich ihr eigenes Zeichnen, ihre eigene Art die Welt zu sehen und auf dem Papier zeichnend zum Ausdruck zu bringen. Und zwar unvergleichlich und unverwechselbar.
Die Teilnehmer erleben, wie es sich anfühlt, mit sicherer Hand zu zeichnen.
Sie werden lernen, sich mit dem Zeichenstift in der Hand wohlzufühlen und jederzeit und in jeder gewünschten Situation, selbstbewusst zum Zeichenstift zu greifen.
Das unmittelbare Sehen und Erleben stehen im Mittelpunkt dieses Kurses, denn nur, was den Zeichner innerlich beeindruckt, kann er auf seine einzigartige und unvergleichliche Weise auf dem Papier adäquat zum Ausdruck bringen.
Die Teilnehmer machen durch unterschiedliche Zeichenübungen die Erfahrung, wie erlebnisreich und leicht das Zeichnen sein kann, wenn man den Fokus vom „Endprodukt“ Zeichnung verschiebt hin zum „Prozess“ des Zeichnens.
Bei dieser Art des Zeichnens wird das Zeichnen in seiner Essenz erlebt und es entstehen, wie nebenbei, lebendige Zeichnungen.
Die Teilnahme an diesem Kurs ist der Beginn einer wundervollen Freundschaft – mit dem Zeichenstift.
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Besuche HIER die Website der Akademie und lass dich verzaubern.
Wie man sich anmelden kann, erfährst du auf der Webseite HIER.

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So haben Teilnehmer frühere Workshops erlebt: 

„Es waren drei wundervolle Tage in Bad Heilbrunn. Ich habe etwas wiedergefunden, was ich seit vielen Jahren gesucht und sehr vermisst habe.“  Anne

Auch wenn ich manchen Input erst zeitverzögert umsetzen kann, schätze ich deine geschickte und fortlaufende Rhetorik- wunderbar in Fragen und Anstöße verpackt und mit einer großen Portion Nachhaltigkeit…manche AHA-Erlebnisse erstrecken sich auch auf weit mehr, als nur auf das Zeichnen – in meiner Empfindung  ganzheitlich“.
Barbara
„Es war ein wunderbarer Workshop. Erledigt, aber überglücklich und voll mit neuen Eindrücken habe ich meine Heimreise angetreten.“
Beate
„Ich hatte ja nicht wirklich große Erfahrung, was das Zeichnen angeht – aber eben schon lange den Wunsch in mir gespürt es zu tun.
Ich bin mit der Erkenntnis nach Haus gefahren: ich darf meiner Linie trauen! Was für ein Geschenk.
Auch deine Art von Vermittlung hat mir sehr zugesagt, professionell und sehr authentisch.“
Verena
„Dein sehr einfühlsames und stressfreies Eingehen, auch auf die schüchterneren Teilnehmer, fand ich besonders wohltuend. Und die Aufgaben, die Du mitgebracht hast, waren natürlich klasse.“
Julia

Mein Peter

„Ich hatte in all den Jahren ein einziges Kriterium für die Überprüfung der Qualität einer Kolumne: Wenn ich am Ende genau das geschrieben hatte, was ich mir zu Beginn vorstellte, dann schmiss ich sie in den Papierkorb.“
Peter Bichsel, Doktor Schleyers isabellenfarbige Winterschule

Zeichenworkshop in Wien am Samstag, 15. Juni 2019 – nur noch 2 Plätze frei

Workshop in Wien

„Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen“

– nur noch zwei Plätze frei –
ausgebucht mit Warteliste

im Naturhistorischen Museum

am Samstag, den 15. Juni 2019

von 10.30 Uhr bis 16.00/16.30 Uhr

Obwohl man das Zeichnen eigentlich mag und man sich wünscht, man würde öfter zeichnen, wird es dann doch irgendwie als lästig und mühsam empfunden.
Man will zwar zeichnen, aber am liebsten hätte man die Zeichnung sofort und auf der Stelle fertig, ohne sie tatsächlich erst zeichnen zu müssen.

Man merkt oft einfach nicht, wie sehr man ausschließlich darauf fixiert ist, eine „gute“ und vorzeigbare Zeichnung zu produzieren und man das eigentliche Zeichnen am liebsten überspringen würde.

Wenn man immer nur ein fertiges Endprodukt im Kopf hat und dadurch auf einmal so viel von dessen Gelingen abhängt (Kann ich umsetzen, was ich mir vorgenommen habe? Finden andere gut, was ich mache? Bin ich gut? usw.), macht die ganze Sache plötzlich keinen wirklichen Spaß mehr.

Man muss es sich aber nicht so schwer machen.
Zeichnen kann etwas Leichtes sein, wenn man bereit ist, seinen Focus zu verschieben, und zwar weg vom ‚Endprodukt Zeichnung‘ hin zum ‚Erlebnis Zeichnen.‘
Wenn man bereit ist, jeden Moment des Zeichnens bewusst zu erleben und zuzulassen, mit dem Stift unmittelbar auf den Moment zu antworten, anstatt einer festgelegten Vorstellung hinterher zu jagen, gelingen, wie nebenbei, ausdrucksstarke und beeindruckende Zeichnungen.

Wenn du erleben möchtest, wie gut es tut, endlich mühelos zu zeichnen, und zwar ohne Umwege über das konventionelle „ich kann das nicht – Zähne knirschen – muss mehr üben“-Gedöns, würde ich mich sehr freuen, dich am Samstag, den 15. Juni 2019 im Naturhistorischen Museum begrüßen zu können.

HIER findest du das Informationsblatt zur Anmeldung

So haben Teilnehmer frühere Workshops erlebt:

„Es waren drei wundervolle Tage in Bad Heilbrunn. Ich habe etwas wiedergefunden, was ich seit vielen Jahren gesucht und sehr vermisst habe.“
Anne 
„Es war für mich ein Meilenstein auf meinem Zeichenweg. Es gibt für mich ein davor und danach.
Du hast mir so eine innere Freiheit geschenkt, dass ich fast nach Hause geflogen bin.“
Johannes
 „Der Tag hat riesigen Spaß gemacht. Die Atmosphäre, die Struktur des Ablaufs und auch die Gruppe fand ich perfekt.“
Manuela 
„Es war ein wunderbarer Workshop. Erledigt, aber überglücklich und voll mit neuen Eindrücken habe ich meine Heimreise angetreten.“

Beate

“ Es ist ein völlig anderer Zugang, als in den Workshops in der Volkshochschule. Ich bin und war begeistert.“
Susanne 

„Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen“

Dieser Workshop wird dich dazu inspirieren mit deinem eigenen Zeichnen und mit deiner eigenen Art des zeichnerischen Ausdrucks wieder intensiven Kontakt aufzunehmen.

Wenn du nicht so oft zeichnest, wie du es dir wünschst oder wenn du lange nicht mehr gezeichnet hast, findest du hier Anregungen und Inspirationen, um dich mühelos und mit Freude wieder regelmäßig dem Zeichnen zuzuwenden.

Wenn du dir deines eigenen unvergleichlichen Ausdrucks „selbst bewusst“ wirst, fällt es dir leicht, den inneren Kritiker zu überhören und wieder „selbstbewusst“ und mit Begeisterung zu zeichnen.

So kannst du deine Zeichnungen mühelos entstehen lassen, ohne den Entstehungsprozess ständig kritisch zu kontrollieren und zu bewerten.

Ich zeige dir, wie du unmittelbar sehen kannst und wie dir ausdrucksstarke und authentische Zeichnungen gelingen, die keinen Vergleich scheuen müssen, weil sie einzigartig und unvergleichlich sind.

Wie läuft so ein Workshop eigentlich ab?

Bevor ich diese Frage beantworte, will ich zunächst einmal erklären, wie meine Workshops NICHT ablaufen.

– Es werden KEINE konventionellen Zeichentechniken vermittelt, wie man sie als Lektionen in manchen Lehrbüchern findet, wie z.B. Schraffieren, Graustufenfelder anlegen oder ein Ei unter einer gedachten Lichtquelle von links oben zeichnen.

– Ich gehe NICHT während des Zeichnens herum, um den Zeichnern über die Schulter zu schauen und sie auf sogenannte Fehler aufmerksam zu machen.

– Es geht NICHT um ‚falsch oder richtig‘ oder um ‚besser oder schlechter‘ zeichnen als….

Wenn du jetzt noch Lust hast weiterzulesen, ist ein Workshop, so wie ich ihn anbiete, sehr wahrscheinlich etwas für dich.

Beim ersten Zusammentreffen der Gruppe nennen wir nur unsere Vornamen und es gibt keine dieser üblichen Vorstellungsrunden.
Das ‚Woher‘ und ‚Wohin‘ und ‚Was mache ich sonst noch‘ bleiben draußen vor der Tür.

Ich stelle mir die Runde der Zeichner immer gerne als eine zufällig zusammengewürfelte Gruppe Reisender vor, die für eine gewisse Zeit gemeinsam auf Entdeckungstour gehen.

Im Laufe des Tages bitte ich die Teilnehmer, sich auf verschiedene Zeichenexperimente einzulassen.
Ich erkläre das jeweilige Experiment und los geht´s mit dem Zeichnen – jeder für sich.

Nach einer vorgegebenen Zeit kommen wir wieder zusammen, und wer mag (!), erzählt von seinen Erfahrungen, die er während des jeweiligen Reiseabschnittes sammeln konnte.
Es kommt dann immer zu einem regen Austausch, weil natürlich jeder durch die Erfahrungen der anderen auch Erkenntnisse für sich selbst gewinnen kann.

Auf diese Weise bewegen wir uns zeichnend und miteinander sprechend durch die Säle des Museums.

Die Zeichen-Experimente sind dazu gedacht, die Zeichner herauszufordern, den Prozess des Zeichnens zu hinterfragen und neu zu erleben.

Das unmittelbare Sehen und Erleben stehen im Mittelpunkt so eines Zeichenworkshops, denn nur, was den Zeichner innerlich beeindruckt, kann er auf seine einzigartige und unvergleichliche Weise auf dem Papier adäquat zum Ausdruck bringen.

Welche Experimente das sind, verrate ich natürlich nicht. Dann wäre ja die Überraschung weg.

Aber am Ende des Tages wird sich für jeden Zeichner etwas verändert haben und für jeden wird es etwas anderes sein.

HIER findest du das Informationsblatt zur Anmeldung

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Kunst machen ist Arbeit wie jede andere auch

Unsere Arbeit nehmen wir sehr ernst, besonders wenn wir dadurch unser Einkommen generieren und selbstverständlich erlauben wir uns, am Ende eines arbeitsreichen Tages rechtschaffen müde zu sein.
Für viele ist Kunst machen etwas, das man in seiner „freien“ Zeit macht und deshalb nicht nur von uns selbst, sondern auch von unseren Mitmenschen nicht besonders wertgeschätzt wird.
(„Du bist müde? Du hast doch den ganzen Tag nur gemalt?“)
Ich glaube, das kennen viele. Ausschließlich die Arbeit, die Geld einbringt, wird von der Familie und von Freunden respektiert. Alles andere ist wertlose Selbstbespaßung.
Wenn ich abends von einem Jazzkonzert nach Hause komme, während dem ich sechzig Zeichnungen gezeichnet habe, liegen zwei Stunden Arbeit hinter mir und ich bin erschöpft.
Ich gestehe mir zu, müde zu sein, weil ich gearbeitet habe. Es ist keine kleine Sache, zwei Stunden am Stück konzentriert zu zeichnen.
Egal, ob wir mit unserer Kunst Geld verdienen oder nicht, sind unsere Kunst und unsere Einsichten, die wir daraus gewinnen wertvolle Beiträge für die Menschen, mit denen wir leben und denen wir begegnen, auch wenn diese nicht immer in der Lage sind, das zu verstehen oder so zu respektieren, wie es wünschenswert wäre.
Aber das ist nicht unser Problem.


Unsere Kunst ist nicht wertlos und schon gar nicht macht sie uns wertlos.
Wir haben uns so daran gewöhnt, ausschließlich den Geldwert mit wertvoll gleichzusetzen, woraus folgt, dass uns eben auch nur Geld einbringende Arbeit als wertvoll erscheint.
Mache deine (Kunst-)Arbeit und wertschätze sie unabhängig davon, was sie dir finanziell einbringt. Mit der eigenen Kunst Geld zu verdienen, ist ganz sicher nicht die Voraussetzung, um deine Arbeit als wertvoll zu erachten und von deinen Mitmenschen erwarten zu können, es ebenfalls zu tun.