Hast du Prüfungsangst vorm Zeichnen?

Pfingstrose2In einem Sommer vor vielen Jahren, ich weiß nicht mehr wann, aber es ist mehr als 10 Jahre her, unterzog ich mich selbst einer Prüfung.

Ich wollte endlich wissen, ob ich nun zeichnen kann oder ob ich es nicht kann.

Meine Prüfungsaufgabe lautete:
Zeichne eine Rose naturgetreu. Du hast nur einen Versuch und maximal eine Stunde Zeit.

Ich war der Prüfling und die Prüfungskommission in einer Person, und ich sage es lieber gleich: ich bin durchgefallen.

Der Anlass dieser Prüfung war folgender:
Ich hatte zugesagt einen Nachmittag auf einem Sommerfest für einen guten Zweck die Besucher zu portraitieren. Im ersten Moment hörte sich das nach viel Spaß an.
Ich liebte es in der Akademie in der Portrait-Klasse Menschen zu zeichnen.

Warum nicht auch öffentlich zeichnen, wo einem hunderte fremde Menschen dabei zusehen……………………….

Genau.
Keine 24 Stunden später war bei mir die Panik ausgebrochen.

War ich von Sinnen?

„Bis zu dem Termin in zwei Wochen muss ich jetzt nur noch ganz schnell zeichnen lernen“, sagte ich nur halb im Scherz zu meinem damaligen Zeichenlehrer, der mich kalt lächelnd in diese ganze Unternehmung hineingeritten hatte.

Ich hoffte darauf, von ihm etwas Aufmunterndes zu hören, etwa in der Art, „aber meine Liebe, du kannst doch ganz hervorragend zeichnen.“

Stattdessen kam er mir philosophisch.
Er sagte nur: „Wird man denn je fertig mit dem Lernen?“ und damit lies er mich stehen.

Na danke auch, das war mir keine große Hilfe.

Ich überlegte ernsthaft, die ganze Sache abzublasen. Aber zuvor wollte ich noch etwas ausprobieren. Ich beschloss, meine Zeichenfähigkeit einer ultimativen Prüfung zu unterziehen.

Wenn ich die Prüfung bestand, wollte ich die Zusage aufrecht erhalten, wenn nicht, würde ich absagen.

Ich sprang aus dem Bett, denn es war abends um 11 und ich war eigentlich schon schlafen gegangen, machte das Licht an und holte mir den Zeichenblock und einen Bleistift.
Eine einzelne Rose in einem Wasserglas stellte ich als „Modell“ auf den Nachtisch.

Ich formulierte die schon genannte Aufgabe, Rose naturgetreu, nur ein Versuch und nicht länger als eine Stunde, und begann, auf der Bettkante sitzend, zu zeichnen.

Etwas Wesentliches hatte ich allerdings vergessen und hätte ich daran gedacht, wäre mir vielleicht gleich aufgefallen, dass ich von Anfang an keine Chance hatte, diese Prüfung zu bestehen.
Ich hatte mir nämlich keine Bewertungskriterien überlegt, anhand derer ich den Erfolg oder Misserfolg meines Tuns hätte messen können.
Wie wollte ich denn beurteilen, ob ich denn nun zeichnen konnte oder nicht?

Ich hatte keine Ahnung, merkte es aber nicht.

Wahrscheinlich dachte ich, das Wort „naturgetreu“ sei als Vorgabe völlig ausreichend. Was es aber genau bedeuten sollte, davon hatte ich keine Vorstellung.

Ich wollte so zeichnen können wie jemand, der es kann. Basta.

Ich habe keine Stunde gebraucht, um festzustellen, dass meine Zeichenfähigkeit diesem diffusen Anspruch nicht genügte.
Für mich war es schnell ganz offensichtlich:

Ich konnte nicht zeichnen.

Ich glaube, dass sehr viele von uns, die gerne zeichnen, ohne sich dessen bewusst zu sein, sich immer und immer wieder dieser Art von Prüfung unterziehen. Jede neue Zeichnung soll beweisen, ob man nun dazu geboren ist zu zeichnen und ob es sich lohnt weiterzumachen.
Da wir uns aber an völlig unrealistischen Vorgaben messen, besteht keiner von uns jemals diese Prüfung.

Diese Vorgaben sind nicht unrealistisch, weil es uns etwa an Talent fehlt, sondern weil wir uns an etwas messen wollen, das mit uns, mit unserer Realität, mit unserer Person und mit unserem Wesen, NICHTS zu tun hat.

Wir glauben, um gut zeichnen zu können, so zeichnen zu müssen, wie jemand anderes, der in der Vergangenheit ein für alle mal vorgegeben hat, was es heißt, gut zu zeichnen, wie z. B. da Vinci.

Aber selbst da Vinci konnte nicht anders zeichnen als er selbst. Das liegt daran, dass er da Vinci war und nicht jemand anderes.

Wenn wir immer nur danach streben, „genauso gut wie…“ zu zeichnen, werden wir uns nie diese blödsinnigen, selbst auferlegten Prüfungen bestehen lassen.
Je öfter wir uns durchfallen lassen, um so schwieriger wird es, diese beständig höher werdende Frustmauer zu überwinden und uns immer wieder frei und unvoreingenommen dem Zeichnen, unserem Zeichnen, zuzuwenden.
Das eigene Zeichnen wird oft grundsätzlich mit „ungenügend“ bewertet, weil wir nicht anders zeichnen, wie wir es eben tun.

Gut zeichnen zu wollen, bedeutet für uns oft nichts anderes, als „anders“ zeichnen zu wollen. Aus Prinzip glauben wir, dass die Art, wie wir zeichnen, keine gute Art sein kann.

Inzwischen weiß ich jedoch, dass jeder Zeichner, jede Zeichnerin, für sich selbst das jeweils eigene Zeichnen völlig neu finden und erfinden muss.

Ja, wir können und müssen von anderen Zeichnern und Künstlern lernen, und ja, wir können und müssen uns von anderen Zeichnern und Künstlern inspirieren lassen, aber wir werden nie zu guten Zeichnern, nach unseren eigenen, nur für uns selbst gültigen Bewertungskriterien, wenn wir nicht aufhören, uns an anderen Zeichnern zu messen.

Nachdem ich also so „versagt“ hatte, stand ich vor der Wahl tatsächlich abzusagen, und mich dann allerdings wegen Feigheit vor dem Feind zu blamieren oder die Sache halbwegs aufrecht stehend durchzuziehen.
Ich entschied mich für letzteres und ich habe an diesem Tag bei diesem Sommerfest, innerhalb von drei Stunden ungefähr 50 Gesichter gezeichnet.
Nicht wenige der Portraitierten waren von dem Ergebnis ihres zweiminütigen Modellsitzens alles andere als begeistert.
Andere wiederum freuten sich wie Schneekönige, als ich ihnen die fertige Zeichnung zusammengerollt in die Hand drückte.
Schon nach kurzer Zeit des Zeichnens, die Leute standen Schlange und ich zeichnete ununterbrochen, merkte ich, dass es mir völlig egal war, was andere über meine Zeichnungen dachten. Ja, mir war es sogar egal, was ich selbst über meine Zeichnungen dachte.
Ich dachte überhaupt nicht mehr. Ich fühlte nur noch.
Ich fühlte die Menschen, denen ich ins Gesicht blickte und ich fühlte das Zeichnen und ich fühlte, dass mit jeder Zeichnung etwas Neues, noch nie zuvor Dagewesenes entstand.

Ich zeichnete, wie nur ich zeichnen konnte, und das war verdammt gut.

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

5 Tricks, wie man beim Zeichnen am besten seinen Verstand verliert

ba4Wer will schon seinen Verstand verlieren?

Einen gut funktionierenden Verstand zu haben ist das Wünschenswerteste, was man sich nur vorstellen kann. Der eigene Verstand gibt einem Sicherheit im Alltag. Er sorgt dafür, dass wir diese Welt „verstehen“ und er hilft uns, kluge Entscheidungen zu treffen.

Wir brauchen unseren Verstand. 

Der Verstand ist quasi der Käpt´n im Kopf, der in jeder Situation den Überblick behält, damit wir auf Kurs bleiben.  

 Und doch, wer wirklich ausdrucksstarke und authentische Zeichnungen machen will, kommt nicht drum herum, seinem Verstand ab und zu in den Urlaub zu schicken.

Freiwillig allerdings wird er die Kontrolle auf der Brücke nicht aufgeben. Schließlich ist er für reibungslose Abläufe zuständig, er erklärt uns, was wir sehen und hören und er sagt uns, was wir zu denken haben. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass wir optimal durchs Leben schippern.  

 Aber blöd ist, speziell für Zeichner, der Verstand kann nicht zeichnen, er weiß das aber nicht. Und wie er es nun mal gewohnt ist, will er auch beim Zeichnen die Oberhand behalten.

Und weil er glaubt, schon alles zu kennen und alles schon mal gesehen zu haben, verleitet er den Zeichner dazu, beim Zeichnen nicht richtig hinzusehen. Er sagt zum Beispiel soetwas wie,  

„ach komm, so eine Rose habe ich schon hundert mal gesehen, eine sieht aus wie die andere.“ Dem Verstand reicht es nämlich völlig, eine Rose als eine Rose zu erkennen, als irgendeine. Dass keine Rose der anderen gleicht, interessiert ihn nicht.  

Er überredet den Zeichner zu zeichnen, was dieser weiß (nämlich alle Rosen sehe irgendwie gleich aus) und nicht, was er tatsächlich sieht (diese einzigartige Rose).

Und schon, ups, ist die Zeichnung nichts geworden.  

 „Gib dir beim nächsten Mal gefälligst mehr Mühe“, schnauzt der Verstand den Zeichner an. Wenn eine Zeichnung nicht „stimmt“, gibt es für den Verstand nur eine einzige Erklärung, der Zeichner hat sich nicht genug angestrengt.
„Das ist ja peinlich. Was sollen denn da die anderen sagen?  Du musst einfach mehr üben und die Regeln lernen. Ich kann mich nur mit Zeichnungen einverstanden erklären“, nörgelt der Verstand, „die aussehen wie die Dinge in echt. Was anderes will und kann ich nicht erkennen.“

 Armer Zeichner, der seinen Verstand nicht rechtzeitig in die Wüste geschickt hat. Jetzt produziert er nur noch langweilige und unpersönliche Zeichnungen, auf denen nichts anderes zu erkennen ist, als die Mühe, die er sich damit gemacht hat.  

 Aber es ist nie zu spät, doch noch unmittelbar authentisch und ausdrucksstark zu zeichnen. Man kann nämlich den Verstand mit ein paar einfachen Tricks überlisten:

 Trick Nr. 1 

Zeichnen ohne auf´s Papier zu schauen 

 Wenn man sich nicht die Mühe macht, während des Zeichnens aufs Papier zu schauen und sich gar nicht darum kümmert, was man da gerade zu Papier bringt und stattdessen den Blick stur ausschließlich auf das Motiv gerichtet hält, hat der überkritische Verstand keine Chance, seine Einwände vorzubringen. Er sieht nämlich nichts, also kann er auch nichts kontrollieren.

Die Zeichnungen, die mit dieser Methode entstehen, sind oft von ganz besonderem Reiz. Sie wirken frei, großzügig und ungekünstelt. 

Trick Nr. 2 

Unsichtbar zeichnen

 Häh, was ist das denn? Nein, keine Angst, ich habe keinen Knall.

Allerdings ist unsichtbar zeichnen etwas aufwändiger als das übliche Zeichnen und es ist der einzige von den 5 Tricks, für den besonderes Material benötigt wird, aber es gibt da unterschiedliche Möglichkeiten.

Man nehme

a. einen extrem harten Bleistift und einen extrem weichen Bleistift

oder

b. Maskierflüssigkeit für Aquarellmaler oder einen weißen Paint-/Lack-/ edding-Stift und irgendeine Aquarellfarbe und ein oder zwei Pinsel (Stärke egal)

oder

c. ein Stück weiße Ölpastellkreide (von der etwas cremigen Sorte, es funktioniert nicht mit einem einfachen Pastellstift) und ein Stück Graphit   

 und natürlich Papier. Weiß muss das Papier sein, denn unsichtbar zeichnet man, indem man Weiß auf Weiß zeichnet.

Auch hier bekommt der Verstand erst gar nicht gezeigt, was da mit dem sehr harten Bleistift, der das Papier eigentlich mehr einritzt, als dass der darauf abfärbt, oder mit der weißen Maskierflüssigkeit oder der weißen Ölpastellkreide gezeichnet wird. Erst wenn schon alles passiert ist, die Zeichnung im Prinzip schon entstanden ist, wird sie, wie durch Magie, sichtbar gemacht, nämlich indem man mit dem sehr weichen Bleistift oder der Aquarellfarbe oder dem Graphit über das bearbeitet Papier fährt. Plötzlich sieht man, was man da hingezaubert hat. Und das ist jedes Mal in der Tat zauberhaft. (Und spannend und es macht einen Riesenspaß.)

Trick Nr. 3 Nur eine einzige Linie zeichnen

Es ist schon ein Phänomen: Der Verstand kann mit seiner vernichtenden Kritik erst zuschlagen, wenn man ihm eine Lücke lässt.Sobald man den Stift vom Papier hebt, um neu aufzusetzen und eine neue Linie zu beginnen, in dem Moment, wo man mal kurz Luft holt, um dann die begonnene Arbeit fortzusetzen, bekommt der Verstand seinen Fuß in die Tür. Jetzt kann er loslegen mit dem Kritisieren und Besserwissen. Oder aber…..man hebt den Stift für die Dauer des Zeichnens gar nicht vom Papier und zeichnet eine einzige, ewig lange, ununterbrochene, sich windende Linie.Das ist ein bisschen so, als würde man mit angehaltenem Atem unter den Augen der Kritik hindurch tauchen. Wenn man wieder auftaucht, also sobald die Zeichnung fertig ist, ist alles schon gelaufen und der Verstand hat (mal wieder) gar nichts mitbekommen.

Trick Nr. 4 

Zeichnen auf Teufel komm raus

Bei diesem Trick läuft man dem nörgelnden Verstand einfach davon. Zehn Zeichnungen in zehn Minuten oder noch mehr – da bleibt keine Zeit zum Zweifeln. Bevor der Verstand begreift, was da gerade passiert, ist der Markt schon verlaufen. Und in Null Komma Nichts hat man ein ganzes Skizzenbuch gefüllt mit bestechend treffsicheren Zeichnungen.

Trick Nr. 5 

Liebevoll zeichnen (mein Lieblingstrick) 

Die Liebesfähigkeit des Menschen ist grenzenlos. Warum nicht einfach alles lieben, auf das der Blick des Zeichners fällt? Sei es ein Blatt, ein Topf, ein Mensch, ein Käfer, eine Landschaft.

Wer bereit ist, in allem das Wundervolle und Schöne zu erkennen, wer beim Zeichnen nicht nur seine Augen, sondern auch sein Herz öffnet, zeichnet immer mit leichter Hand.

Was gibt es Spannenderes, als das, in was man sich gerade verliebt hat, ganz genau zu betrachten, es mit den Augen der Liebe abzutasten und das Wundervolle und Einzigartige plötzlich ganz klar vor Augen zu haben.

Wer voller Liebe ist, hat in sich keinen Platz mehr für kleinliche Eitelkeiten, ob das, was man zeichnet irgendwem gefällt oder nicht oder ob es „richtig“ ist oder nicht.

Man zeichnet, weil man zeichnen muss. Das ist Nehmen und Geben, die Welt sehen und der Welt antworten.

Wer liebt, der zweifelt nicht. Wer liebt, akzeptiert.

Und was ist mit dem Verstand?

Den macht das alles einfach nur sprachlos.

Was soll ich bloß zeichnen?

Couvert

Wer sich dabei ertappt, sich diese Frage zu stellen: ganz schnell den Rückwärtsgang einlegen und wieder zurück an Anfang.

Eine gute Methode, um das Zeichnen noch ein bisschen vor sich herzuschieben, ist, sich zuerst mit der Frage zu beschäftigen, WAS man eigentlich zeichnen will.

Diese Frage ist eine von diesen kleinen Tricks, um Zeit zu gewinnen.

Wer glaubt, zuerst ein Motiv suchen zu müssen, ist auf dem besten Weg, sich von dem Entschluss mit dem Zeichnen zu beginnen, wieder wegzubewegen.
Vor lauter Suchen kann man nämlich das Finden leicht vergessen.

Wenn du dein nächstes Motiv finden willst, musst du nicht suchen oder wählen, du musst dich nur ENTSCHEIDEN.

Du musst dich für das JETZT und für DIESEN MOMENT entscheiden und dein Motiv oder deine Idee präsentiert sich dir von selbst.

Es ist immer etwas DA. Immer. Schau dich um und entscheide dich für das, was dir nahe ist, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne.
Ob es der Blick aus dem Fenster ist, die Kloschüssel oder die Idee eine Anleitung zu zeichnen wie man Möhren schält, alles ist gleich gut.

Ideen hat man viele, nur werden auch viel zu viele gleich wieder verworfen. Zu blöd, zu albern, zu sonst was. Die meisten Ideen werden abgeschossen, sobald sie am Horizont auftauchen. Oft erscheinen einem die eigenen Ideen so nahe und so „naheliegend“, dass man sie als „nichts besonderes“ und uninteressant sofort verwirft.

Aber das beste Motiv oder die beste Idee ist tatsächlich immer das nächstbeste Naheliegende.
Das „nächstbeste“ bringt dich in Bewegung, bringt dich ins Zeichnen. Von da an geht es zur nächsten Idee, zum nächsten Motiv, zur nächsten Zeichnung.

Suche nicht, FINDE!

Was?

Das!

Wie der interessante Kick aufs Blatt kommt

verdrehte Haende1Immer wieder erreichen mich Fragen per Email oder über Facebook von Zeichnerinnen und Zeichnern, die mit ihrem Zeichnen aus irgendeinem Grund nicht mehr weiterkommen.

Meistens fallen meine Antworten etwas länger aus, weil ich aus eigener Erfahrung wirklich mit ihnen fühlen kann.
Man fühlt sich von seinem Umfeld nicht nur nicht unterstützt, sondern geradezu gehemmt.

Von überall her bekommt man Kommentare, Vorschläge und Empfehlungen, die einen sehr verunsichern, wenn man mit seinem eigenen künstlerischen Ausdruck noch nicht so viel Erfahrung hat.

Falls du mich schon ein bisschen kennst, weißt du, dass ich glaube, dass das, was andere interessant finden wollen, uns ganz besonders NICHT interessieren sollte, aber, und das ist das Interessante, genau dann kommt der „Kick“ auf´s Blatt, ob es nun jemanden interessiert oder nicht

Im Folgenden die Antwort auf eine Nachricht einer Künstlerin, der man gesagt hatte, ihren Arbeiten fehle der interessante Kick

 

Liebe E.,

 jemand sagte dir, dass deine Bilder ja gar nicht so schlecht seien, aber es fehle ihnen der Kick, um interessant zu wirken.

Jetzt, so schreibst du, fehle dir der Mut weiterzumachen.

  Ja, das kann ich mir gut vorstellen, dass so eine Aussage nicht gerade aufmuntert.

Aber egal, wer, was, wann und wie gesagt hat und egal, wie du dich jetzt gerade fühlst, lass dich auf keinen Fall von diesen negativen Gedanken und Gefühlen davon abhalten, deine künstlerische Arbeit fortzusetzen.

Diese Worte, Gedanken und Gefühle werden vorbei gehen und sie sind es nicht wert, deswegen deine Arbeit zu vernachlässigen oder zu verzögern.

Okay?

 Gut. Das war das eine.

Jetzt möchte ich dir noch etwas sagen:

 Um ein „interessantes“ Bild zu malen oder zu zeichnen, kann man sich nicht aus-denken, was man tun könnte, um es interessant zu machen.

Ein interessantes Bild muss man geschehen lassen.

 So ein interessantes Bild kann dann geschehen, wenn du nicht mehr daran denkst, dass du ein interessantes Bild machen willst.

 Das hört sich absurd an? Ist es aber nicht.

Lass es mich dir erklären.

 Für einen Betrachter – und es war ja so ein Betrachter, der sich quasi beschwert hat, deinen Bildern fehle der interessante Kick – für einen Betrachter wirkt ein Bild dann interessant, wenn er etwas darauf sieht, was ihm neu und unbekannt ist, wenn er eine ungewöhnliche Sichtweise gezeigt bekommt.  

 Für so einen Betrachter mag es unerklärlich sein, wie so eine, für ihn ungewöhnliche Sichtweise zustande kommt und es mag ihm sogar schwierig erscheinen, sie zu erschaffen.

Aber für dich, als Künstlerin, ist es in Wirklichkeit gar nicht schwierig, weil du dich, um eine, für andere ungewöhnlich erscheinende Sichtweise zu gestalten, gar nicht anstrengen musst.

 Deine Sichtweise ist grundsätzlich ungewöhnlich und einzigartig, weil du ein einzigartiger Mensch bist.

 Aber:

viele, und du vielleicht auch, trauen sich nicht ihre eigene Sichtweise tatsächlich auf´s Bild zu bringen, weil man sich durch diese ganz unverhüllte Darstellung sehr verwundbar macht.  

 Sich so konsequent unverstellt in seinen Bildern zu präsentieren, kann mindestens so beängstigend sein, wie im öffentlichen Schwimmbad nackt zu baden.

Man verbirgt nichts mehr, und allen steht es frei, ihren Kommentar abzugeben und alles, was sie sehen, zu bewerten.

 Diese Bewertungen fallen nicht immer positiv aus und sind auch nicht immer nett formuliert.  

 Wenn das mal nicht beängstigend ist.  

Aber erst dann, wenn deine Kunst nicht immer allen gefällt, nicht überall gut ankommt, nicht von allen hoch gelobt wird, erst wenn du merkst, dass es Menschen gibt, die mit deinen Bildern nicht nur nichts anfangen können, sondern sie geradezu ablehnen, kannst du sicher sein, dass du auf DEINEM Weg bist und DEINE Kunst machst. 

 An dieser Stelle kommt jetzt der Mut ins Spiel.

Du hast ja schon ganz richtig gesagt, es fehle dir der Mut weiterzumachen.

Das ist verständlich.

Künstler sein bedeutet nämlich auch, immer und immer wieder mutig sein.

Mut ist nichts, was man hat, wenn einen plötzlich alle toll finden oder wenn man irgendwann mal keine Angst mehr hat.

Mut ist, wenn man etwas tut, obwohl man Angst hat.

 Ich weiß nicht, in welchem Medium du arbeitest und in welchem Genre, aber unabhängig davon, mache ich dir folgenden Vorschlag:

 Lerne deine eigene Sichtweise, deinen eigenen Ausdruck, also deinen ganz eigenen „Kick“, erstmal für dich alleine kennen.

Zeichne in der Natur und nach der Natur (auch wenn du vielleicht sonst abstrakt malen solltest, das macht gar nichts) und zwar ohne davon auszugehen, dass du diese Zeichnungen irgendwann mal jemanden anschauen lässt.

Sobald du merkst, du willst ausschließlich „richtig“ und „korrekt“ zeichnen, weißt du, dass du mal wieder versuchst, deine eigene Sichtweise zu ignorieren.

Lass deine Hand zeichnen, nicht deinen Kopf.

 Lass deine Hand machen, was sie will, ohne dass sie von dir, wie von einem Sicherheitsdienst, immer wieder in ihre Schranken verwiesen wird.

 Lass deine Hand frei.

 Sei lieb zu deiner Hand und sei lieb zu deinen Zeichnungen.

 Wenn du eine Weile so gezeichnet hast und ein oder zwei Skizzenbücher gefüllt sind (denke daran, sie werden niemandem gezeigt, sie sind so privat wie dein Tagebuch), wirst du überrascht sein, wie besonders deine Ausdrucksweise ist und dass sie immer besonders und somit grundsätzlich interessant ist – und zwar für DICH. 

 So machst du dich vertraut mit deinem eigenen, unvergleichlichen Blick, mit deiner Sichtweise und du gewöhnst dich daran, sie mutig auf dem Papier zum Ausdruck zu bringen.  

 Jetzt  werden deine Bilder immer interessant, auch für andere.

Aber was andere dazu zu sagen haben, ist dann wiederum nicht mehr wirklich interessant für dich, denn du bist dabei zu lernen, dir selbst zu vertrauen und nur auf dich selbst zu hören.

 Deine Bilder entstehen jetzt ganz von alleine und ohne, dass du dir vorher etwas ausgedacht hast und ohne extra etwas dafür tun zu müssen, immer mit einem – sozusagen –  vorinstallierten „Kick“.

Im Urlaub richtig gut zeichnen – 12 Tipps

 bild311. Mit sich selbst konkrete Vereinbarungen treffen

„Ich nehm mir mal Stift und Papier mit, vielleicht komme ich ja zum Zeichnen“, hat noch nie jemand gesagt, bevor er von einer Reise ein volles Skizzenbuch mit nach Hause gebracht hat.
Es gibt immer tausend gute Gründe, warum man dann doch nicht zum Zeichnen gekommen ist.
Das Zeichnen konkret einplanen, wenn man will, dass es „passiert“, ist genauso wichtig wie Fahrradtouren und Museumsbesuche im Voraus zu planen.
„Wann und wo kann ich wie lange zeichnen?“ Diese Fragen muss man sich beantwortet haben, wenn man die Gelegenheiten zum Zeichnen nicht verpassen will.

2. Mit den Mitreisenden konkrete Vereinbarungen treffen

Wenn jemand ungeduldig am Ausgang einer Kirche auf einen wartet, kann man einfach nicht in aller Ruhe die so wundervoll geschnitzte Heiligenfigur zeichnen.
Es ist nur fair seine Mitreisenden vorher darüber zu informieren, dass man an den Orten, die man gemeinsam besucht, zeichnen möchte und dafür zehn Minuten oder eine halbe Stunde oder zwei Stunden benötigt.
Eine konkrete Absprache könnte sich so anhören:
„Ich zeichne hier noch bis halb fünf. Geh´du doch schon mal den Wein fürs Abendessen holen.“
(Es geht doch nichts über eine klare Aufgabenverteilung.)

3. Keine unnötige Materialschlacht

Das Allernötigste ist immer genug. Ein Skizzenbuch und ein Stift können völlig ausreichen und sind ganz sicher ausreichend für den eher noch unerfahrenen Unterwegs-Zeichner.
Noch mehr mitzunehmen, wie Aquarellfarben, zehn Pinsel, fünf Federn und sieben Tintenfässchen, ist nur für denjenigen sinnvoll, der mit all diesen Materialien schon reichlich Erfahrungen gesammelt hat.
Neues, noch unerprobtes Material zum Ausprobieren auf Reisen mitzunehmen, weil man ja sonst keine Zeit dafür hat, ist eine nicht so gute Idee. Wenn man nicht sofort erfreuliche Ergebnisse damit erzielt, tappt man leicht in die Frustfalle und kommt so schnell nicht wieder raus.

4. Das nächstbeste Motiv ist immer das beste Motiv

Wenn man zu lange darüber nachdenkt, was man den jetzt mal schönes zeichnen könnte, gibt man den Zweifeln, die das ganze Unternehmen „unterwegs zeichnen“ soundso von Anfang an abblasen wollten, viel zu viel Zeit überzeugend klingende Argumente vorzubringen.
Und wenn es nur der eigene Schuh ist – mit irgendetwas anfangen und zwar sofort. Das bringt einen zügig und ohne grübelnde Aufschieberei ins Zeichnen.

5. Zeichnen und NUR zeichnen

Wenn man unterwegs zeichnet, zeichnet man….und betrachtet nicht alle fünf Minuten die inzwischen fertigen Arbeiten.
Es ist verführerisch zwischendurch nachzuschauen, was sich schon alles im Skizzenbuch angesammelt hat. Aber wer seine Zeichnungen anschaut, wechselt automatisch in den „Beurteiler“-Modus.
Entweder beurteilt man seine Zeichnungen schlecht, dann will man am liebsten gar nicht mehr weitermachen oder man ist von seinen Zeichnungen begeistert, dann traut man sich an die nächste nicht mehr heran, weil man fürchtet, es noch mal nicht so gut hinkriegen zu können.
Das Anschauen der Zeichnungen hebt man sich am besten für zuhause auf. Dann kann man völlig verblüfft feststellen, wie viel man erlebt hat und wie verdammt gut man zeichnen kann.

6. Ein schöner Rücken kann auch entzücken

Ob auf dem Flughafen oder in der U-Bahn, fremde Menschen zu zeichnen muss man sich erst mal trauen. Dazu gehört schon ein kleines bisschen Mut, zumindest am Anfang.
Es sei ja auch jedem zugestanden, es nicht so toll zu finden, sich von jemandem, der einem gegenüber sitzt und ein Stück Papier vollkritzelt, beobachtet zu fühlen.
Erst mal Menschen nur von hinten zu zeichnen, ist ein guter Anfang. So bekommt man nach und nach ein Gefühl dafür, was man sich als Zeichner traut und wie man es am besten anstellt, unauffällig zu zeichnen, ohne jemandem zu nahe zu treten.

7. Unter der Hand zeichnen

Ein sehr kleines Skizzenbuch, das gut unter eine Serviette passt oder das man, wie zufällig, mit der Hand abdecken kann, gibt einem die Möglichkeit bei Bedarf schnell die Rollen zu wechseln zwischen dem scharfen Beobachter und einem gleichgültig wirkenden Nur-so-in-der-Gegend-Herumschauer.

8. Ein klares Ziel vor Augen

Irgendwo anfangen und dann sehen, wo es weitergeht, geht auch.
Sich aber vor dem Anfangen (schnell!) klar werden, was aufs Blatt soll und was nicht, hilft einem, sich besser zu konzentrieren.
Für kurze Zeit erlaubt man sich, den unübersichtlichen Rest der Welt auszublenden und einfach nichts anderes zu sehen, als seinen selbst gewählten klar abgegrenzten Ausschnitt.

9. Die Augen immer geradeaus

Der seitliche, und damit unter Umständen unauffälligere Blick ist natürlich immer möglich, aber das Zeichnen ist dann schwieriger, weil man das von der Seite Gesehene nicht so ohne weiteres auf das direkt vor einem liegende Papier übertragen kann. Es kommt zu einer verzerrten Wahrnehmung.
Dieses muss einen überhaupt nicht stören. Zeichnen ist, wenn man es trotzdem macht.
Allerdings ist ein Motiv am einfachsten zu erfassen, wenn man sich diesem mehr oder weniger direkt in gerader Linie gegenüber befindet.
Alles, was man mit einem geradeaus gerichteten Blick erfasst, ohne den Kopf zu drehen, kann man auch gut auf ein Blatt Papier übertragen.

10. Zeichnen ist nicht Fotografieren

Der Zeichner kann mit dem Fotografierer nicht mithalten, weder in der Schnelligkeit der Entstehung der Bilder, noch mit der Anzahl. Damit muss der Zeichner sich abfinden. Auch die Motivwahl ist eine andere.
Während es dem Urlaubsfotografierer oft darum geht (oft, aber selbstverständlich nicht immer, bitte schön keine Verallgemeinerungen), Ansichten für Daheimgebliebene zu dokumentieren, geht es dem Zeichner immer nur darum, für sich selbst zu zeichnen.
Späteres Herumzeigen der Zeichnungen ist zwar nicht ausgeschlossen, darf aber niemals der Grund des Zeichnens sein.
An spätere Betrachter gedacht zu haben, ist ganz sicher einer der Hauptgründe, warum auf Reisen dann doch nicht gezeichnet wurde, obwohl man es sich so fest vorgenommen hatte.

11. Noch eine Vereinbarung mit den Mitreisenden

Nein, die Zeichnungen werden, solange man gemeinsam unterwegs ist, nicht gezeigt, auch wenn man noch so inständig darum gebeten wird, und auch, wenn die anderen (Nicht-Zeichner!) das überhaupt nicht verstehen können.
Wer es dennoch tut, ist selbst schuld, wenn ihm a.) das Zeichnen plötzlich keinen Spaß mehr macht, weil er ständig schon die späteren Anschauer und deren vermuteten Vorstellungen von gelungenen Zeichnungen berücksichtigt, und er b.) dann plötzlich findet, dass Zeichnen ja doch immer ein bisschen aufwändig ist und Fotos machen ist ja auch ganz schön.

12. Ansichtskarten kann man kaufen, man muss sie nicht zeichnen

„Ach, das ist ja alles so schön hier, das Panorama, die Berge, das Meer, der Hafen, der Dom.“
Ein reisender Zeichner ist kein gewöhnlicher Tourist und ist deshalb auch nicht mit einem Touristenblick unterwegs.
Der Zeichner, der unterwegs ist, nimmt die Welt wahr, wie sie sich ihm und nur ihm darstellt, wie nur er sie sieht und keiner sonst.
Denn nur weil man im Urlaub ist, muss man keine Ansichtskarten zeichnen.

 

 

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Hör endlich auf, zeichnen lernen zu wollen

bild27

Merken

Merken

Vor einiger Zeit schrieb mir eine Künstlerin, die sich „autodidaktisch“ fortbildet, sie habe ihre Arbeiten „mit bangem Herzen“ einem Dozenten einer Kunstschule gezeigt.
Er knallte ihr so etwas entgegen wie „lernen Sie erst mal zeichnen“.
„Ihr Traum“, dass in ihr eine „verkannte Künstlerin schlummert“, so schreibt sie, „sei erst mal ausgeträumt.“

Sie habe nun angefangen Zeichnen zu üben was das Zeug hält, aber mit jedem Tag würde alles nur noch schlimmer werden.
Ihre Zeichnungen würden immer „dilettantischer“ und „schwächer.“

Wenn ich so etwas lese, zieht sich mir mein Herz zusammen.

Was für eine große Traurigkeit, was für ein Schmerz. So unnötig.

Folgendes habe ich ihr geantwortet:
Ach, meine liebe L., was machst du es dir so schwer? Und wofür? Damit dir irgendwann irgendein Dozent sagt:
„Aber Hallo, Frau L., Sie sind ja eine Künstlerin! Herzlichen Glückwunsch.“
Ich weiß, das hört sich nicht sehr nett an. Aber ich sage es, weil ich, genau wie du, viel zu lange dachte, jemand anderes hätte darüber zu entscheiden, ob ich eine Künstlerin bin oder nicht. Wer viel fragt, bekommt viel geantwortet.
Die Antworten haben selten etwas mit dem Fragenden zu tun, sondern meistens nur mit dem, der die Antwort gibt.

Mit der Antwort „erst mal zeichnen lernen“ bist du noch gut weggekommen. Es hätte schlimmer sein können.

Der Dozent hätte an diesem Tag auch gerade Bauchweh haben können und dann hätte er vielleicht gesagt:
„Um Gottes willen, ihr Zeug ist ja grauenvoll, nehmen sie nie mehr einen Pinsel in die Hand.“
Womöglich hättest du ihm geglaubt. Das mag man sich gar nicht vorstellen.

Wie du ja selbst sagst, du glaubst, in dir könnte eine „verkannte“ Künstlerin stecken.
Wenn hier irgendjemand dich „verkennt“, dann bist nur du selbst es.
KEIN Mensch, in dem KEIN Künstler steckt, denkt sich: Ach, wer weiß, vielleicht steckt ja ein verkannter Künstler in mir.

Nein, nein. Nur diejenigen, denen das Künstlersein FEHLT, die sich danach SEHNEN einer zu sein, nur diese sind Künstler.

Das Künstlersein erkennen, es also nicht zu „ver-kennen“, das musst du selbst tun, das kann keiner für dich übernehmen.
Ich bin die Letzte, die jemandem sagen würde, hör auf zu zeichnen.
Ich sage dir aber:
HÖR AUF, ZEICHNEN ZU LERNEN.
Stattdessen mach´ was ganz anderes:

ZEICHNE! Fange an zu zeichnen.
Mach´ dich auf den Weg, DEIN Zeichnen zu ENTDECKEN.
Sei bereit, DEIN Zeichnen schätzen zu lernen und kennenzulernen.
Du wirst dann erleben, wie du zeichnen musst, damit es sich für dich gut anfühlt, was du ausprobieren willst, was du magst und was nicht.
Ganz wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass es beim Zeichnen nicht darum geht, der Erwartungshaltung anderer zu entsprechen. Denn ist es nicht genau diese Erwartungshaltung, die einen überhaupt dazu bringt, dieses Zeichnen „lernen“ zu wollen, wie „man“ es eben zu lernen hat? Eine Erwartungshaltung, die man nur allzu leicht mit der eigenen verwechselt, weil man sich doch auch in anderen Lebensbereichen, ganz unbewusst, daran gewöhnt hat, seine eigenen Vorstellungen und Ideen, nach dem Erfahrungs- und Vorstellungshorizont anderer auszurichten. Vielleicht bist du so wütend und ungeduldig mit deinen Zeichnungen, weil sie etwas sein sollen, was sie nicht sein können.
Sehr wahrscheinlich willst du Zeichnungen machen, die so aussehen, als seien sie von jemand anderem. Aber auch wie dieser „andere“ zeichnet, weißt du gar nicht so genau und deshalb weißt du auch nicht genau, wie deine Zeichnungen aussehen sollten, damit du sie akzeptieren könntest.

DEINE Zeichnungen werden aber immer so aussehen wie DEINE Zeichnungen.

Deine Zeichnungen werden sich im Laufe deines Zeichnens, während du immer mehr Erfahrungen sammelst im Zeichnen, verändern, aber sie werden immer so aussehen, wie deine.
Und genau so muss es sein.

Die Welt interessiert nicht, wie du zeichnest, wenn du versuchst, wie jemand anderes zu zeichnen.
Die Welt will sehen, wie du zeichnest, mit allem Drum und Dran, mit allem Dilettantismus und aller Genialität. Und beides ist untrennbar miteinander verbunden.

In deinem „Dilettantismus“ kann ich deine Genialität erkennen.
Und Gott bewahre mich davor, dass ich dann versuche, so zu zeichnen wie du, weil ich deine Zeichnungen so genial finde.

Und noch was: Hör auf Künstlerin sein zu wollen. Das bist du schon längst.
Du bemühst dich etwas zu werden, was du schon längst bist.
Und zwar unabhängig davon, ob du oder jemand anderes gut oder anerkennenswert findet, was du machst. Du verbrennst deine Energie an der falschen Feuerstelle.

Kaum etwas steht dem Kunstschaffenden mehr im Weg, als der Wille Kunst schaffen zu wollen.

Aus dem Machen entsteht die Kunst, nicht aus dem Wollen –
aus dem gleichgültigen Zeichnen, aus dem gleichgültigen Malen, aus dem gleichgültigen Gestalten.
Der Kunst ist alles, was du tust, gleich gültig, alles ist ihr gleich viel wert.
Wenn du deine Kunst zulässt, geschehen lässt, dann BIST du eine Künstlerin. Zeichne, male, sei DU selbst.

Ein fast gemütlicher Zeichennachmittag

lesen6Manchmal ist man mit sich und seinen Zeichnungen so unzufrieden oder wütend, dass man am liebsten diesen verdammten Zeichenblock hinschmeißen möchte oder zumindest die letzte Zeichnung einfach zerreißen will.

Neulich hatte ich so einen Wutanfall. Ich wollte meinen Mann beim Lesen zeichnen. Ich sehe ihn so gut wie nie irgendwo einfach so dasitzen und Modell sitzen will er auch nicht – ich vermute, weil er eben keine 10 Sekunden still sitzen kann. Und dann dieser Glücksfall. Es war ein sonniger Nachmittag, er nimmt sich ein Magazin und lässt sich damit auf dem Liegestuhl nieder.

Ich beginne zu zeichnen, von ihm unbemerkt. Doch was macht dieser Mensch? Er dreht und wendet sich, mit dem Magazin in den Händen und es dabei lesend. Er wirft sich auf diese Seite, dann wieder auf die andere, er streckt das Bein aus und hebt den Arm über den Kopf. So geht es minutenlang. Ich zeichne weiter und fange an innerlich zu kochen. Blöd, ich weiß, aber ich war so enttäuscht, dass ich ihn noch nicht mal lesend, „einfangen“ konnte. Wie kann man denn nur beim Lesen derart rumhampeln? Schließlich sagte ich zu ihm, und ich glaube nicht, dass meine Stimme allzu scharf geklungen hat, „würdest du bitte mal für eine Minute still halten?“

„Warum, ich mach doch nichts“, gab er zurück, streckte seine Beine aus, rieb sich die Stirn und las weiter.

„Okay“, sagte ich, „bitte, das eine Mal. Nur einmal. Entscheide dich für eine bequeme Haltung, bleib so mal für eine Minute.“Er brummte, faltete das Magazin nach hinten und fragte: „Ist es so recht?“ – „Ja.“

„Ich habe eine Mücke im Ohr, ich muss mich kratzen“, war das nächste, was er sagte, und zwar keine drei Sekunden später, und schon drehte er den Kopf, richtete sich auf….

und dann habe ich das Blatt vom Block gerissen und es in lauter kleine Teile zerrupft. Ende mit Zeichnen.

Als ich dann später die Schnipsel in meiner Tasche fand, spürte ich wieder dieses Unbehagen. Es war so etwas in die Richtung, na, dieses Zeichnen ist ja mal so richtig schief gegangen.

Wenn ich den Zeichenblock einfach zugeklappte hätte, würden mich diese Skizzen nun an einen gemütlichen Nachmittag mit meinem zappeligen Mann erinnern. Aber nein, ich musste ja unbedingt etwas „Wollen“. Ich „wollte“ nämlich unbedingt zeichnend diesen gemütlichen Nachmittag festhalten. Ha!

DAS war gründlich schief gegangen, nicht das Zeichnen.

 


Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Warum die Bilder im Kopf nicht aufs Papier gehören.

Neulich eine Email mit einer Frage:

„Bilder im Kopf…immer wieder…aber ich schaffe es nicht sie umzusetzen und auf´s Papier zu bringen…Rat? S.“

Meine Antwort:

Liebe S., ja, ich weiß, es wird immer wieder behauptet, es sei Kunst, wenn man das, was man sich (im Kopf) vorstellt, ganz genau zu Papier bringen kann. Diese Annahme ist so weit verbreitet, weil sehr viele einfach nicht mehr als das können wollen.

Mein Rat? Lass deine Bilder im Kopf – denn sie gehören dort hin, wo sie entstanden sind, nämlich im Kopf.

Es sind sicher wunderbare Bilder und dein Verstand denkt sie sich aus, weil er dadurch deine, dir innewohnende Kreativität zum Ausdruck bringt. Das ist auch gut so.

ABER: diese Bilder in deinem Kopf haben nichts mit den Bildern zu tun, die du in deinem Herzen hast. Zu diesen Bildern hast du vom Verstand her, also über den Kopf, keinen Zugang.

Deshalb weißt du sehr wahrscheinlich gar nicht, dass es diese Bilder gibt. Diese Bilder kannst du dir sichtbar machen, aber NUR und ausschließlich auf dem Papier. Wenn sie auf dem Papier erscheinen, lernst du sie selbst erst kennen.

Diese, DEINE Bilder, die unsichtbar in dir sind, musst du erlauben auf dem Papier zu entstehen. Sie trauen sich aber nur hervor, wenn sie sich bei dir sicher aufgehoben fühlen. Wenn du es dir angewöhnt haben solltest, das meiste, was du zeichnest, erst mal überkritisch zu beurteilen bzw. zu verurteilen, dann ist es deinen wahren inneren Bildern viel zu gefährlich, sich auf dem Papier zu zeigen.

Ich rate dir, schaff dir ein dickes Skizzenbuch an und zeichne nach der Natur.

Blätter die Seiten um und schaue dir deine Zeichnungen erst wieder an, wenn du das ganze Skizzenbuch voll gezeichnet hast. Ja, das ist schwierig durchzuhalten – nicht das Zeichnen, sondern das nicht Nachschauen, denn man hat sich ja so daran gewöhnt, sofort zu kontrollieren, wie es geworden ist. Du musst dich aber darin üben (wieder: nicht im Zeichnen, das geht von alleine) – du brauchst Übung darin, nicht automatisch auf deine Zeichnungen bewertend zu reagieren. Lass deine Zeichnungen eine nach der anderen entstehen, so selbstverständlich wie Äpfel vom Baum fallen. Wenn du das tatsächlich machst und 2 oder 3 Skizzenbücher lang durchhältst, verspreche ich dir, wirst du zu deinen Zeichnungen und zu dem, was du durch Kunst (malen oder zeichnen) ausdrücken willst, eine ganz neue Beziehung haben.

Du wirst dann nicht mehr vom Kopf ausgehend arbeiten wollen, weil inzwischen dein Herz die Gelegenheit hatte, sich dir auf dem Papier zu offenbaren. Deine Themen, deine Motive werden sich dir aufdrängen, weil sie wissen, dass sie bei dir in guten Händen sind.

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Zeichnest du, um etwas zu bekommen oder um etwas zu geben?

Es gibt kaum etwas Schöneres, als für seine Arbeit, für seine Zeichnungen Anerkennung zu bekommen.Rose296
Die Frage ist aber, ist einem die Anerkennung wichtiger als das Zeichnen selbst?

Oft sehnen wir uns so sehr nach Anerkennung, dass wir unsere eigene Persönlichkeit beim Zeichnen nicht zum Zuge kommen lassen. Wir fürchten, wenn wir zeichnen wie wir sind, dafür nicht nur nicht anerkannt, sondern, noch viel schlimmer, abgelehnt zu werden.
Das bedeutet, wir verstellen uns, passen uns an, machen uns klein, verstecken uns – alles, um ja keine Ablehnung zu erfahren und die ganze Zeit glauben wir, wir machen das Richtige.

Ich hatte ein sehr einschneidendes Erlebnis mit meinem Zeichenlehrer in der Akademie.
In meiner Erinnerung ist daraus eine Action-Szene in Zeitlupe geworden.
Ich sehe mich selbst, wie ich zu Boden gehe, weil mich etwas hart getroffen hatte.
Es war Montagmorgen und bevor der Unterricht begann, hatten die Zeichenschüler die Gelegenheit, dem Lehrer die Arbeiten der vergangenen Woche vorzulegen.
Ich hatte den ganzen Sonntag damit verbracht, ein Selbstporträt zu zeichnen. Weil ich nur im Schlafzimmer einen passenden Spiegel hatte, zeichnete ich auf dem Bügelbrett.
Ich benutzte verschiedene farbige Kreiden. Wenn ich in den Spiegel sah, lächelte ich und wenn ich nach unten aufs Papier schaute, biss ich mir vor Anstrengung auf die Lippe, um mein Porträt genauso lächeln zu lassen wie das Gesicht im Spiegel.
Mir tränten schon die Augen. Ich wollte so sehr, dass es gut wird. Ach was, gut. Die Zeichnung sollte umwerfend werden.
Sie wurde gut – im konventionellen Sinn und ich war ziemlich begeistert.
Ich konnte es kaum erwarten, sie endlich dem Lehrer und der Zeichenklasse zu präsentieren.
Wie erhofft, hörte ich dann auch von den Umstehenden ein mehrstimmiges Oh und Ah, als ich die Zeichnung aus der Mappe nahm und sie vor dem Lehrer auf den Tisch legte.
Er blickte darauf und sagte lange Sekunden gar nichts.
„Ist das nach einem Foto gezeichnet“, fragte er schließlich, in einem für meinen Geschmack viel zu wenig enthusiastischen Tonfall.
Ich wusste nicht, ob ich geschmeichelt oder beleidigt sein sollte und spielte sicherheitshalber die Empörte, als ich verneinte.
Und dann hob er den Arm und holte aus – er tat es nicht wirklich, sondern nur im Film meiner Erinnerung, die sich nachträglich ein paar Special Effects dazu erfunden hat.
„Frau Wald“, sagte er, „hören Sie doch endlich auf, gefallen zu wollen.“
In diesem Moment traf mich ein Schlag mitten ins Gesicht und das, was er soeben gesagt hatte, dröhnte mir in den Ohren.

„Hören Sie doch endlich auf, gefallen zu wollen.“

Äußerlich hatte ich mich nicht bewegt. Ich stand da und hielt mich mit den Händen am Tisch fest, aber innerlich ging ich in die Knie.
Ich fühlte mich durchschaut, bloß gestellt und zutiefst beschämt.
Ich selbst hatte mich plötzlich durchschaut und was ich sah, gefiel mir nicht.
Das war eigentlich schon alles. Mehr war nicht geschehen. Ich packte meine Zeichnung weg, jeder ging an seinen Platz und der Unterricht begann.

Aber mit dem Satz „Hören Sie doch endlich auf, gefallen zu wollen“ flog ich aus meinem Wolkenkuckucksheim.

Selbstverständlich hatte ich mit meinen Zeichnungen ausschließlich gefallen wollen.
Bis dahin gab es für mein Zeichnen überhaupt keine andere Motivation, aber mir selbst war das nicht bewusst gewesen.
Auf die Idee, etwas freiwillig zu zeichnen, das nicht jedem gefallen sollte, war ich noch nie gekommen, denn ich benutzte – nein, ich missbrauchte das Zeichnen, um Anerkennung zu finden.
Ich wollte gefallen. Mehr war da nicht.
Diese Erkenntnis tat weh.


Ich hatte ausschließlich gezeichnet, um zu bekommen und nicht, um zu geben. 


Aber genau darum geht es. Als Künstler hat man etwas zu geben, was andere brauchen. Künstler bringen ihren Eindruck von der Welt zum Ausdruck, was wiederum die Welt anderer Menschen bereichert. Wir werden gebraucht. Du wirst gebraucht. Keine Stimme darf fehlen.

Das, was mein Lehrer damals in mir erkannte, sehe ich heute bei vielen Zeichnerinnen und Zeichnern.

Viele gehen beim Zeichnen auf Nummer sicher.
Sie lassen sich vom oft sehr engen Erfahrungshorizont der Menschen ihres persönlichen Umfeldes begrenzen und trauen sich nicht, diese Grenzen zu überschreiten.
Das „gefallen wollen“ steht an erster Stelle, wenn sie etwas zeichnen, malen oder gestalten, weil sie glauben, das, was sie tatsächlich zu geben hätten, ist wertlos.

Die Anerkennung, die man für diese Art von Kunst erhält, hat immer einen faden Beigeschmack. Man spürt, dass man nicht selbst gemeint ist und nur für das „brav sein“ gelobt wird, für die Rolle, die man spielt.
Und die Menschen, die man beeindrucken will, und die vielleicht ein freundliches Lob aussprechen, sind auch gar nicht wirklich beeindruckt. Sie sind nicht tief berührt oder fühlen sich persönlich angesprochen. Das können sie auch nicht sein, denn es wurde ihnen nicht mehr als die leere Hülle einer Zeichnung gegeben, nichts wirklich Persönliches und Wertvolles.

Man hat erst die Chance mit seinem künstlerischen Ausdruck zu beeindrucken, wenn es einem egal ist, ob und wen man beeindruckt. Denn nur ein unverfälschter Ausdruck, der keinen Anspruch hat gefallen zu wollen, kann tatsächlich beeindrucken.

Deshalb ist es so wichtig beim Zeichnen und Malen die eigenen Grenzen, die man sich nur allzu oft von anderen definieren lässt, zu überschreiten und das Risiko einzugehen, eben NICHT zu gefallen.

Unzufriedenheit mit sich selbst, mit der eigenen Arbeit, mit seinem angeblichen nicht Vorankommen, ist eigentlich nur ein Zeichen, dass man etwas von sich verlangt, das an sich wertlos ist, nämlich das Gefallen wollen.

Wenn man tatsächlich das Risiko eingeht, mit seinen Zeichnungen niemandem gefallen zu wollen, passiert etwas Unangenehmes:

Sie gefallen nicht allen.

Wenn man sich mit seinen Arbeiten an die Öffentlichkeit traut – das erfordert Mut – wird es auch immer Menschen geben, die einem genau das sagen. Davon darf man sich aber nicht beeinflussen lassen. 

Man muss lernen, das auszuhalten und zu akzeptieren, dass man nicht ständig „everybody´s Darling“ sein kann.
Das künstlerische Selbstbewusstsein darf nicht von irgendwelchen bedeutungslosen Meinungsäußerungen abhängig sein.

Jeder Künstler, jede Künstlerin hat etwas zu geben, was andere dringend brauchen.

Deshalb machen wir Kunst.
Und manchmal bekommen wir etwas dafür zurück.

Snob Mops

Eigentlich wollte ich schreiben. Aber manchmal will man ja genau dann lieber etwas anderes machen, wenn man beschlossen hat, sich einer bestimmten Arbeit zuzuwenden. Zum Glück lag eine Zeitschrift herum und es war plötzlich ganz unaufschiebbar wichtig, dass ich so viele Gesichter wie möglich in mein Notizbuch zeichne. Es war so ein Hochglanz-Friede-Freude-Eierkuchen-Heft, deshalb lächeln alle so selig. Nur die Hunde nicht. Das sind kultivierte Snobs. Und die verknautschte Schnauze vom Mops hat sich mir nicht sofort erschlossen, deshalb sieht diese besonders mopsig aus.

Magazin faces1Magazin faces3Magazin faces2

 

 

 

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Ich zeichne, um zu sehen

Neulich habe ich in der Mediathek des Bayrischen Rundfunks eine Sendung über den Autor Michael Köhlmeier gesehen. Er wurde gefragt: „Was ist deine Poetik?“
Und er antwortete kurz und knapp: „Schreibend etwas zu lesen.“
Puh. Das musste ich erst mal setzen lassen.
Michael Köhlmeier sagt damit, er schreibt nicht, um zu schreiben, was man ja eigentlich denken könnte, nein, das Schreiben ermöglicht ihm, etwas zum Lesen zu finden. Und während des Schreibens liest er schon.
Es ist ein Unterschied, ob man schreibt, damit andere etwas zu Lesen haben, also etwas er-findet, oder ob man schreibt, um das zu Lesende lesbar zu machen, das ohne den Schreibprozess ungelesen geblieben wäre.
Verwirrend, ich weiß.
Wenn mich jemand fragte, was ist deine Zeichen-Poetik (ich weiß gerade nicht, wie man den Begriff „Poetik“ auf die bildende Kunst übertragen kann. Wahrscheinlich wäre es am ehesten das Wort „Ästhetik“), würde ich sagen, ich zeichne, um etwas zu sehen.
Ich weiß nicht, was ich sehe, bevor ich es nicht gezeichnet habe. Das heißt, ich sehe nicht, um zu zeichnen, sondern ich zeichne, um zu sehen.
So mag es Michael Köhlmeier auch gemeint haben. Um zu erfahren, was es zu lesen gibt, muss er es schreiben und um zu erfahren, was es zu sehen gibt, muss ich es zeichnen.

Rose307______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Worum es beim Zeichnen wirklich geht

pavian2Es geschieht immer wie von selbst.

Es funktioniert wie irgendein verdammter Mechanismus, der ausgelöst wird, sobald man mit der Absicht zu zeichnen, einen Stift in die Hand nimmt.

Von “ich möchte zeichnen” wechselt der innere Modus auf “jetzt muss ich zeichnen”.

Ruckzuck hat sich der Wunsch zu zeichnen verwandelt in eine Forderung.

Eine Forderung, die uns völlig überfordert, weil wir gar nicht wissen, was genau wir von uns da verlangen. Was sollen wir denn jetzt eigentlich tun und wofür soll das gut sein?

Dass wir uns vor noch gar nicht so langer Zeit, so vor ungefähr zwanzig Sekunden, auf das bevorstehende Zeichnen gefreut hatten, kurz bevor der Zeichenblock aufgeschlagen wurde und bevor wir den Stift in der Hand hielten, haben wir völlig vergessen.

Was? Zeichnen soll ich? Kann ich nicht.

Das schlichte Wort “zeichnen” hat es in sich. Kaum ein Wort ist so belastet mit Vorurteilen, Schamgefühlen und der Angst zu versagen. Wahrscheinlich ist das Wort “zeichnen” dasjenige, das am häufigsten gemeinsam mit “ich kann nicht” ausgesprochen wird.

Während dieser vielen Jahre, in denen ich mich intensiv mit dem Zeichnen beschäftige und mit vielen Menschen über das Zeichnen gesprochen habe, hörte ich kaum einmal den Satz “ich kann zeichnen”.

Von sich selbst zu sagen, man könne zeichnen, wird als ungeheure Anmaßung empfunden, eine Behauptung, der man glaubt, nicht standhalten zu können.

“Zeichnen können” wird gleichgesetzt mit “jederzeit alles perfekt zeichnen können”.

Wenn Zeichnen also so etwas unvorstellbar Schwieriges ist, das, wenn überhaupt, nur in höchster Vollendung getan werden sollte, um sich nicht der Lächerlichkeit preiszugeben, warum sind wir dann überhaupt jemals auf die Idee gekommen, zeichnen könnte uns Freude machen?

Ganz einfach? Wir haben uns auf´s Zeichnen gefreut, solange wir noch nicht daran dachten, dass wir, um zu zeichnen, tatsächlich zeichnen müssen.

Wir hatten uns nicht auf die Tätigkeit des Zeichnens gefreut, sondern auf das, was wir damit verbinden.

Wir hatten uns darauf gefreut, was wir erleben werden beim Zeichnen und auf die Erfahrungen, die uns das Zeichnen ermöglicht.

Wir haben uns so lange auf das Zeichnen gefreut, bis uns klar geworden ist, von einer Sekunde auf die andere, dass wir uns in eine Unternehmung hinein manövriert haben, aus der es nur zwei Auswege gibt:

Entweder wir machen das jetzt hier richtig genial oder wir versagen völlig.

Es scheint nur diese zwei Möglichkeiten zu geben: Es gibt grandios gewinnen oder peinlich scheitern.

Sobald es darum geht, echte und sichtbare Linien auf dem Papier zu ziehen, wird in unserem Kopf dieser Schalter umgelegt und wir denken nicht mehr an das Er-lebnis, sondern nur noch an das Er-gebnis.

Zeichnen hat dann nichts mehr mit Freude zu tun, sondern mit Mühe und Erfolgsdruck.

Diese, meistens von Erfahrungen in der Vergangenheit gespeisten Gedanken, die behaupten, man solle das Zeichnen lieber gleich lassen, weil nichts Gutes dabei herauskommt, kann man aber austricksen.

Wenn diese Gedanken uns das Zeichnen ausreden wollen, bitte sehr, sollen sie doch.

Denn in Wirklichkeit geht es uns gar nicht ums Zeichnen. Uns geht es um etwas ganz anderes, wichtigeres.

Zu sagen, “ich möchte gerne zeichnen”, ist doch nur eine sehr ungenaue Formulierung für etwas, das über das Zeichnen, wie es allgemein verstanden wird, weit hinaus geht.

Statt “ich möchte gerne zeichnen” kann man sagen:

“Ich möchte gerne beobachten” und “ich möchte gerne entdecken” und “ich möchte gerne erleben, erfahren, erkunden, erkennen, betrachten, durchschauen, erforschen, herausfinden.”

Man kann sagen “ich möchte mich überraschen lassen, ich möchte mich einer bestimmten Sache zuwenden, ich möchte das Papier unter der Hand fühlen, ich möchte das Geräusch des Stiftes hören, ich möchte spüren, wie sich der Druck meiner Hand verändert und mit ihm der Ausdruck meiner Linien.”

Statt ” ich möchte zeichnen” kann man auch sagen, “ich möchte mich über ein randvolles Skizzenbuch freuen, ich möchte mich verbinden, mit dem, was mich umgibt, ich möchte etwas Unvorhersehbares entstehen lassen, ich möchte genießen, ich möchte staunen, ich möchte mich wundern, mich verlieben.”

All diese Gefühle und Erlebnisse sind es, die uns das Zeichnen wertvoll machen. Wenn wir uns aufs Zeichnen freuen, freuen wir uns in Wirklichkeit auf diese Fülle von Möglichkeiten und neuen Erfahrungen, die uns das Zeichnen bietet.

Wenn wir uns darüber im Klaren sind, lassen wir uns, sobald wir den Stift in die Hand nehmen, das Zeichnen nicht mehr vermiesen.

Ach ja, stimmt, beim Zeichnen entstehen Zeichnungen.

Wenn wir uns dafür entscheiden, das Zeichnen in dieser ganzen Fülle erleben zu wollen, werden unsere Zeichnungen immer Zeugnisse von all diesen Erlebnissen sein.

 ______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Die wahre Belohnung für´s Zeichnen

Iris2Neulich, während der Pause im Zeichenworkshop in Köln, zeigte uns eine der Teilnehmerinnen ein ausgedrucktes Zitat, das sie sich in ihr Skizzenbuch geklebt hatte. Da war zu lesen:

“Practice any art to experience ‘becoming’, to find out what´s inside of you, to make your soul grow”
(“Übe jegliche Kunst aus, um zu erleben ‘zu werden’, um herauszufinden, was in dir steckt, um deine Seele wachsen zu lassen” – Kurt Vonnegut, US-amerikanischer Schriftsteller

Ich kannte dieses Zitat, denn ich hatte es mir auch schon notiert. Ich hatte mir nämlich vorgenommen, hier an dieser Stelle von der Geschichte zu erzählen, die mit diesem Satz verbunden ist.

Im Jahr 2006 bekamen Schüler einer amerikanischen High School von ihrer Englischlehrerin die Aufgabe, an ihren Lieblingsschriftsteller einen Brief zu schreiben, mit der Bitte, ihre Schule zu besuchen.

Einige der Schüler schrieben an Kurt Vonnegut. Er war der einzige der angeschriebenen Autoren, von dem die Klasse eine Antwort erhielt.

In diesem Brief ruft er die Kinder auf, sich ganz der Ausübung der Kunst zuzuwenden und er gibt ihnen eine ungewöhnliche Hausaufgabe.

Ich weiß nicht, ob sie die Herausforderung dieser Hausaufgabe tatsächlich angenommen haben. Ich jedenfalls fühle mich nicht in der Lage, es zu tun und doch würde ich jeden dazu ermuntern, es zu versuchen – wenn er denn den Mut dazu aufbringen kann.

Am besten, du liest selbst, um welche Hausaufgabe es sich handelt.

November 5, 2006
Liebe Xavier High School und Ms. Lockwood,
ich danke euch für eure freundlichen Briefe.
Ihr versteht es wirklich, einen alten Zausel (84) auf seine alten Tage aufzumuntern.
Ich trete nicht mehr in der Öffentlichkeit auf, weil ich eher, mehr als allem anderen, einem Leguan gleiche.
Was ich euch zu sagen hätte, würde außerdem nicht lange dauern. Nämlich:
Übt jegliche Kunst, Musik, Gesang, Tanz, Schauspielern, Zeichnen, Malen, Bildhauern, Poesie, Schreiben, egal ob gut oder schlecht, nicht für Geld aus oder um berühmt zu werden, sondern um die Erfahrung zu machen “zu werden”, um herauszufinden, was in euch steckt, um die Seele wachsen zu lassen.
Ich meine es ernst!
Fangt jetzt in diesem Moment damit an, macht Kunst und macht sie für den Rest eures Lebens. Zeichnet ein lustiges oder ein hübsches Portrait von Ms Lockwood und gebt es ihr. Tanzt nach der Schule nach Hause, singt unter der Dusche und so weiter und so weiter. Zeichnet ein Gesicht in euren Kartoffelbrei, tut so, als wärt ihr Graf Dracula.
Hier ist eine Hausaufgabe für heute Abend, und ich hoffe Ms. Lockwood wird euch durchfallen lassen, wenn ihr es nicht tut:
Schreibt ein sechszeiliges Gedicht über irgendetwas, aber es muss sich reimen. Macht es so gut wie möglich, aber sprecht mit niemandem darüber. Zeigt es niemandem und lest es niemandem vor, noch nicht mal euren Freunden oder euren Eltern oder Ms. Lockwood. Ok?
Zerreißt es dann in winzig kleine Stücke und verteilt sie in weit voneinander entfernt stehenden Mülleimern. Ihr werdet feststellen, dass ihr für das Gedicht schon großartig belohnt worden seid. Ihr habt es erlebt “zu werden”, wisst eine Menge mehr darüber, was in euch steckt und ihr habt eure Seele wachsen lassen.
Gott segne euch alle!
Kurt Vonnegut

Na? Wäre das etwas für dich, etwas zu schreiben, zu zeichnen, zu malen mit deinem ganzen Herzen und es dann zu zerreißen und wegzuschmeißen, weil es dir dabei ausschließlich darum gehen sollte, deine eigene Seele wachsen zu lassen?

Ich könnte das nicht. Aber ich denke, diese Idee ist es wert, dass man eine Weile darüber nachdenkt.

Vonnegut sagt ja nicht, dass man grundsätzlich mit seiner Kunst so verfahren soll, sondern dass man es einmal tut, ein einziges Mal, um sich bewusst zu werden, wie sehr jegliches künstlerisches Tun das eigene Wesen, die eigene Person, bereichert.

Wie oft, und ich nehme mich da wirklich nicht aus, zeichnen wir, damit andere von uns oder von unserer Zeichnung beeindruckt sein sollen? Wie oft zeichnen wir, um damit von Irgendjemandem eine “gute Note” zu bekommen?

Wenn wir von Anfang an diese erhoffte gute Note im Blick haben, fühlt sich das Kunst machen dann nicht ganz anders an? Beschränken wir uns dann nicht in unserem Ausdruck, um ja auch niemandem nicht zu gefallen?

Auch ich liebe es, wenn Anderen meine Arbeiten gefallen und wenn sie sich positiv darüber äußern. Nicht immer steht bei mir, während meines Zeichnens, das Wachstum meiner Seele an erster Stelle.

Aber: Ich weiß, dass ich tiefer schöpfe, mehr eigene Grenzen überschreite, mehr bis dahin Unentdecktes und Unbekanntes auf dem Papier erscheint, wenn ich es zulasse, etwas zu zeichnen, dass niemandem gefallen muss, auch mir selbst nicht.

Wie oft schon habe ich etwas gezeichnet, mit dem ich zuerst nichts anfangen konnte, es sogar schlecht fand und später, wenn ich es nach einer Weile unbefangen anschaute, darauf etwas entdeckte, von dem ich selbst nicht wusste, dass es in mir gewesen ist.

In solchen Momenten fühle ich mich für meine Arbeit wahrhaft belohnt und ich weiß, dass meine Seele wieder ein bisschen gewachsen ist.

 

Rose no. 285

Rose285

Das ist eine meiner Rosen. Auf meinem „999 Rosenzeichnungen“ – Blog bin ich bei Nr. 292 angekommen

 

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Am Flughafen – warten, sehen und zeichnen

Diese Diashow benötigt JavaScript.

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Gutes Zeichenpapier – weil du es dir wert bist

Der amerikanische Künstler Steve Martin ist vielseitig.
Er ist nicht nur als Schauspieler bekannt, sondern auch als Autor, Musiker und Kunstsammler.
Während einer Diskussionsveranstaltung über zeitgenössische Kunst im Getty Museum in Los Angeles, zu der er als Kunstkenner eingeladen war, fragte ihn jemand aus dem Publikum, ob er sich denn in der bildenden Kunst auch aktiv betätige.
Steve Martin antwortete, er sei ein so schlechter Zeichner, dass das Blatt Papier, auf dem er zeichnen würde, danach weniger wert wäre, als vorher.
Es wurde gelacht. Selbstverständlich weiß jeder, dass ein jegliches, von Steve Martin auch nur irgendwie bekritzelte Stück Papier sofort erheblich an Wert gewinnen würde.
Mir allerdings war gar nicht zum Lachen. Ich musste nämlich daran denken, dass viele, die gerne zeichnen, es oft nicht tun, weil sie tatsächlich davon überzeugt sind, ihre Zeichnungen seien das Papier nicht wert sind, auf dem sie diese anfertigen. Und das ist überhaupt nicht lustig.

Wir sind es gewohnt, den Preis einer Sache mit dessen Wert zu verwechseln. Weil wir an unsere Kunst nicht so einfach ein Preisschild heften können, glauben wir, sie sei es auch nicht wert mit Materialien gemacht zu werden, für die ein Preis bezahlt werden muss.
Der Geldwert eines Kunstwerks ist aber kein Wert an sich. Es ist nur ein behaupteter Wert. Ein Wert, auf den sich bestimmte Gruppen einigen, der anerkannt wird oder eben nicht.
Aber der Wert eines Menschen ist unantastbar und nicht verhandelbar. So auch alles, was ein künstlerisch tätiger Mensch erschafft und gestaltet.

Jeder, der sich künstlerisch ausdrückt, schafft einen Mehrwert. Man kann nicht ins Minus arbeiten.

Der eigentliche Wert des Papiers entsteht erst, indem man es zum Zeichnen benutzt und das gilt für jede einzelne Zeichnung von jedem einzelnen Künstler, egal ob dieser nun Steve Martin heißt oder Pippi Langstrumpf.
Es macht keinen Unterschied, ob ich einer Eingebung folgend im Vorübergehen etwas aufs Papier kritzle oder mich drei Stunden konzentriert an den Zeichentisch setze. Das Ergebnis ist es in jedem Fall wert, wertgeschätzt zu werden.

Wir müssen nicht alle unsere Werke und jede Kritzelei im Tresor aufbewahren. Es ist völlig ausreichend, sie respektvoll zu behandeln.

Auch wenn man eine Zeichnung weglegt oder gar wegwirft, sollte man dies wertschätzend tun und nicht mit Verachtung.

Nur weil man glaubt, eine Zeichnung nicht mehr zu brauchen, heißt das nicht, dass das Zeichnen dieser Zeichnung nicht gebraucht wurde.

So wie ein Schritt dem anderen folgen muss, wenn man sich auf den Weg macht, um an einen bestimmten Ort zu gelangen und so wie jeder Gedanke zum nächsten führt, folgt jede Zeichnung der vorhergehenden.
Du kannst es dir nicht leisten, auch nur ein einzelnes Blatt Papier einzusparen, weil jede Zeichnung, so wie sie entstanden ist, nur entstehen konnte, weil es eine Zeichnung davor gab.

Mit jeder Zeichnung investierst du in den Wert deiner Arbeit.

Deine Wertschätzung muss sich auf dein gesamtes Schaffen beziehen und nicht nur auf die Arbeiten, die du für sehenswert erachtest.

Diese, des Sehens werten Zeichnungen konnten nur entstehen, weil du dich selbst, deine Arbeit und alle – wirklich alle – deine Zeichnungen wertgeschätzt hast.

Selbstverständlich kann man auf preiswertem Papier zeichnen, aber man muss wissen, warum man es tut.
Es ist ein Unterschied, ob ich es benutze, weil ich mir den reichlichen Gebrauch von Papier nur zu einem bestimmten Preis leisten kann oder ob ich absichtlich weniger Geld ausgebe, als ich müsste, weil ich vom Wert meiner Arbeit nicht überzeugt bin und mir teureres Papier nicht zugestehe.

Noch mal: Es ist nicht verkehrt kostengünstiges Papier zu benutzen, wenn es nicht anders geht oder eine bestimmte Qualität bevorzugt wird, die nur zufällig nicht viel kostet.
Wenn man sich aber nur dafür entscheidet, weil man es sich nicht wert ist, macht man genau dadurch am Ende seine eigene Arbeit tatsächlich wertlos.

Du kannst dir das Zeichnen und den Gebrauch von Papier nicht so lange verkneifen, bis du eines Morgens aufwachst und du dich plötzlich „wertvoll“ genug fühlst, das Papier wert zu sein, auf dem du zeichnest.

Du erschaffst erst den Wert. Es ist dein Zeichnen, das dem Papier seinen Wert gibt. Du machst es wertvoll.

eine Million Dollar

Wasserhahn im Efeu

WasserhahnWeil wir so viel reisen, haben wir schon lange keine Pflanzen mehr auf dem Balkon und der Wasserhahn an der Hauswand wird nicht mehr gebraucht. Nachbars Efeu wächst aber von unten bis zu uns hinauf und ersetzt uns die Balkonbepflanzung.

 ______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Welcher Typ Zeichner bist du?

Schwan4(Ein nicht ganz ernst gemeinter, aber durchaus zur Selbsterkenntnis geeigneter Psycho-Test.)

Stell´dir Folgendes vor:

Du hast einmal in der Woche 30 Minuten Zeit zu zeichnen.
Heute ist dieser Tag und du beginnst zu zeichnen. Eine Fee betritt den Raum. Sie will dir etwas Gutes tun und bietet dir vier verschiedene Deals zur Auswahl an:

1. Du brauchst nicht zu zeichnen, stattdessen 30 Minuten bügeln oder Auto waschen. Danach wird dir die fertige Zeichnung ausgehändigt.

2. Du brauchst nicht zu zeichnen, die Fee gibt dir sofort die fertige Zeichnung.

3. Du darfst statt 30 Minuten 60 Minuten zeichnen, aber alle Zeichnungen, die du in dieser Zeit fertigst, musst du sofort der Fee übergeben, die sie dann an einen für dich unzugänglichen Ort bringt.

4. Du darfst statt 30 Minuten nur 5 Minuten zeichnen und darfst danach für sechs Monate überhaupt nicht mehr zeichnen, aber die Zeichnung, die du in diesen 5 Minuten fertigst, erhält eine gute Kritik in einer überregionalen Tageszeitung.

ODER 5: Du zeichnest 30 Minuten und hast gar nicht bemerkt, dass jemand ins Zimmer gekommen ist.

Wofür entscheidest du dich?

Auswertung:

Du hast dich für Nummer 1 entschieden:

Du bist der pessimistische Zeichner.

Du glaubst, da Zeichnen soundso zu nichts nutze ist, kann man in der gleichen Zeit auch etwas Sinnvolles tun.

Du hast dich für Nummer 2 entschieden:

Du bist der verblendete Zeichner.

Du glaubst, die fertige Zeichnung ist schließlich das, worauf es beim Zeichnen ankommt, deshalb denkst du dir: warum zeichnen, wenn´s auch ohne geht?

Du hast dich für Nummer 3 entschieden:

Du bist der eigensinnige Zeichner.

Die fertigen Zeichnungen sind dir schnurzpiepegal. Hauptsache so lange wie möglich zeichnen. Außerdem machst du ja nächste Woche wieder neue.

Du hast dich für Nummer 4 entschieden:

Du bist der karrieresüchtige Zeichner.

Die Anerkennung ist dir so wichtig, dass du bereit bist für den Erfolg alles zu opfern, was dir lieb ist.

Nummer 5 trifft auf dich zu:

Du bist der unbeirrbare Zeichner.

Bezüglich Zeichnen gibt es für dich nichts zu verhandeln. Als die Fee dich, in dein Zeichnen versunken, angetroffen hat, ist sie auf Zehenspitzen wieder hinausgegangen. Und weil sie so froh war, dass mal keiner etwas von ihr wollte, verwandelt sie dir deine wöchentlichen 30 Minuten Zeichenzeit in tägliche 60 Minuten.

Topflappen

„Der Amateur, im Gegensatz zum Profi, wird dadurch gelähmt, dass er sein Schaffen zu ernst nimmt…da all seine Gedanken um seinen Erfolg und all seine Ängste um sein Versagen kreisen.“

Steven Pressfield, Morgen fange ich an, S. 85

topflappen

 

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Eco

Umberto Eco„Mein Großvater väterlicherseits war ein Findelkind…. Ein Kollege, der in der Bibliothek des Vatikans mit alten Texten arbeitete, hatte eine von Jesuiten erstellte Liste von Namen gefunden, die man den Findelkindern gab. Einer lautete „Eco“ und das bedeutet „ex caelis oblatus“. Das heißt „vom Himmel gegeben“ oder „geschenkt“. Also ist er gar nicht so übel, der Ursprung meines Namens – „Vom Himmel geschenkt“ und nicht „von der Hölle“. Das ist doch nicht schlecht.“

Aus: arte tv, Umberto Eco – Mein Leben, 2012

 

 

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Deine Kunst ist wichtig….

…und deine Musik ist wichtig und deine Skulpturen sind wichtig und dein Schauspiel ist wichtig und deine Aquarelle sind wichtig und deine Gedichte sind wichtig und deine Zeichnungen sind wichtig………….

Wir lassen das Kunst machen oft sein, weil wir glauben, es ist gleichgültig, ob wir es tun oder nicht und wer braucht das und das ist doch nicht wichtig und blablabla. Ja, es stimmt, es fühlt sich oft genau so an und ja, wir bekommen nicht immer die Unterstützung, die wir brauchen würden und selten macht uns jemand Mut. Wir vergessen aber auch oft, dass wir unsere Kunst nicht für uns selbst machen, wir machen sie nicht, damit wir gut dastehen oder jemand unsere Fähigkeiten supertoll findet.

Wir machen Kunst, weil sie gebraucht wird. Durch Kunst kommunizieren die menschlichen Seelen miteinander, sie teilen sich das mit, was nicht anders zum Ausdruck gebracht werden kann, weil es keine oder keine anderen Worte dafür gibt. Jedes Kunstwerk wird von jemandem dringend benötigt. Gib deinen Kunstwerken die Chance, für die Welt da zu sein.

Rose265

 

 

Wäschekorb

Es gibt immer etwas Wichtigeres zu tun, als Wäsche waschen, z. B Wäsche zeichnen. 🙂

waeschekorb

 

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Beim Zeichnen wird etwas geworfen und aufgefangen

“Zeichnen bedeutet nicht nur, Maß zu nehmen und festzuhalten, sondern auch zu empfangen.
Wenn die Intensität des Hinsehens einen gewissen Grad erreicht, dann wird man gewahr, dass einem eine ebenso intensive Energie entgegen strahlt, durch die äußere Erscheinung, dessen hindurch, was man so eifrig betrachtet…..
Manchmal, wenn der Dialog rasch abläuft, nahezu augenblicksartig, dann ist es, als würde etwas geworfen und aufgefangen.
Ich habe keine Erklärung für diese Erfahrung anzubieten. ich glaube einfach, dass nur wenige Künstler sie leugnen würden. Es ist ein Berufsgeheimnis.”
aus: John Berger, Begegnungen und Abschiede
piano no. 43

piano no. 43

 

 

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂

Inspirierende Vorbilder suchen

Manchmal sieht man die Arbeiten anderer Zeichner und denkt, oh ja, soooo möchte ich zeichnen können, genau so!

Aber Vorsicht! Man sollte sich fragen, WARUM man sich das wünscht. Fühlt man sich im Vergleich zu diesen bewunderten Arbeiten klein und ungenügend (oh, das schaffe ich niemals) und man traut sich kaum mehr den Stift in die Hand zu nehmen ODER fühlt man sich vom Anblick einer bewunderten Zeichnung inspiriert, sofort selbst zum Stift zu greifen – nicht um diese Zeichnung zu kopieren, sondern einfach um zu zeichnen, wie man eben zeichnet?

Man glaubt oft, nur weil man eine Arbeit toll, großartig, umwerfend findet, dass sie das eigene zeichnerische Ziel verkörpert und dass man unbedingt genauso zeichnen können „muss“, wenn man „gut“ zeichnen will. Das ist aber nicht so.

Die Zeichnungen anderer Künstler, die zu sehen tatsächlich für die eigene Entwicklung wichtig sind, lösen immer eine innere Freude, eine Art Wiedererkennen aus. Im ersten Fall, vergleicht man sich und fühlt sich mies. Im zweiten Fall, denkt man gar nicht daran, sich zu vergleichen, weil man viel zu ungeduldig ist herauszufinden, wie es mit dem eigenen Zeichnen weitergeht.

Diese anderen Zeichnungen kann man ruhig weiterhin großartig finden und bewundern, aber man muss sich davon nicht niederdrücken lassen. Wichtig für das eigene Zeichnen sind die Zeichnungen, die einem diese positive Ja!-Ja!-Ja!-genau-das-ist-es! – Energie vermitteln. Es fühlt sich an, wie nach hause kommen. Alles was dich auf diese Art ruft, alles, was deine Seele so unmittelbar anspricht, vermittelt dir die Kraft, die Zeichnerin zu werden, die zu sein du bestimmt bist.

 

______________________________________________________

Das kostenlose online-Magazin

„Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“

erscheint monatlich

mit Ideen und Inspirationen zum mühelosen Zeichnen.

Um „Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ monatlich per e-mail zu erhalten, trage dich bitte in das unten stehende Formular ein. (Selbstverständlich werden alle Namen und Adressen vertraulich behandelt und niemals weitergegeben.)

Das online-Magazin kann jederzeit problemlos mit einem einzigen „Klick“ gekündigt werden.

X – Ja, ich möchte gerne kostenlos das online-Magazin

“Mit Freude und Leichtigkeit jeden Tag zeichnen“ abonnieren.

Bitte vor dem “Abschicken” noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzlichen Dank! 🙂