Antworten aus über 4 Jahren „25 Tipps wie man richtig gut zeichnet“, Folge 2

Im Herbst 2011 habe ich die „25 Tipps wie man richtig gut zeichnet“ veröffentlicht und dieser Artikel ist seither der meist gelesene und kommentierte Text dieser Webseite. Inklusive meiner Antworten haben sich inzwischen 149 Kommentare dort zusammengefunden. Manchmal sind es Fragen, manchmal Erfahrungsberichte, manchmal schreiben erfahrene Zeichner, manchmal sogenannte „Anfänger“ und manchmal auch Kinder. Ich glaube, vieler dieser Texte können auch für andere Zeichner von großem Interesse sein.

Da sie aber unterhalb der „25 Tipps wie man richtig gut zeichnet“ stehen und in dieser langen Abfolge von Kommentaren versteckt sind, vermute ich, werden sie von anderen Besuchern dieser Webseite gar nicht so oft gefunden und gelesen.

Hey, ich finde deine Tipps auch echt super – bis auf einen. Tipp Nr. 9. Ich bin der Meinung das man ein Radiergummi braucht. Denn:
1. manchmal verzeichnet man sich halt auch Mal (jemand stupst ein an, der Stift rutscht ab etc)
2. Radiergummis benutzt man nicht nur um etwas wegzumachen wenn etwas “falsch” ist. Man benutzt sie auch um zu zeichnen, z.B. benutze ich sie für helle Lichtpunkte in den Augen 😉
Der Rest ist super und natürlich sollte man auch einfach zeichnen und nicht versuchen jedes kleine Detail perfekt zu machen (auch wenn ich zugeben muss das ich das leider immer noch machen)

Antwort:

Herzlichen Dank für deinen Kommentar. Ja, du hast völlig recht, mit dem Radiergummi kann man auch zeichnen, indem man ihn benutzt wie irgendein anderes Zeichengerät, wie z.B. den Finger im Staub oder den Ast im Sand, indem man helle Stellen aus einer dunkleren Oberfläche abträgt.
Ich glaube jedoch, dass es nichts Langweiligeres gibt, als eine Zeichnung, die der Zeichner/die Zeichnerin versucht hat “perfekt” zu machen. Sie kann es aus Prinzip nie sein und die angestrebte Perfektion wirkt immer angestrengt und steif und eben uninteressant. Wer mit einem Radiergummi in Griffnähe zeichnet, geht immer davon aus, dass er seinen Linien und sich selbst nicht vertraut.
Erfahrene Zeichner arbeiten ihre “Unfälle”, ausgelöst durch Anstupsen oder Verwackeln, mit ihn die Zeichnung ein (oder wenn ein Erdbeben den Strich quer übers Papier gezogen hat, beginnen sie eine neue Zeichnung), das macht ihre Zeichnungen einzigartig und unverwechselbar.
Wenn du von Anfang an ohne den Einsatz des Radiergummis zeichnest, lernst du deiner eigenen Ausdruckskraft zu vertrauen. Solange du aber immer wieder zum Radiergummi greifst, wirst du nie zu deinem eigenen eigenständigen Zeichnen finden, sondern immer nur so zeichnen, wie es alle anderen tun, die auf Nummer Sicher gehen wollen, weil sie glauben nur eine perfekte Zeichnung ist eine gute Zeichnung und deshalb nie wirkliche authentische Zeichnungen anfertigen.

 

 

Antworten aus über 4 Jahren „25 Tipps wie man richtig gut zeichnet“, Folge 1

Im Herbst 2011 habe ich die „25 Tipps wie man richtig gut zeichnet“ veröffentlicht und dieser Artikel ist seither der meist gelesene und kommentierte Text dieser Webseite. Inklusive meiner Antworten haben sich inzwischen 149 Kommentare dort zusammengefunden. Manchmal sind es Fragen, manchmal Erfahrungsberichte, manchmal schreiben erfahrene Zeichner, manchmal sogenannte „Anfänger“ und manchmal auch Kinder. Ich glaube, vieler dieser Texte können auch für andere Zeichner von großem Interesse sein.

Da sie aber unterhalb der „25 Tipps wie man richtig gut zeichnet“ stehen und in dieser langen Abfolge von Kommentaren versteckt sind, vermute ich, werden sie von anderen Besuchern dieser Webseite gar nicht so oft gefunden und gelesen.

Deshalb will ich heute eine kleine Serie beginnen und einige an dieser Stelle noch mal veröffentlichen.

Obwohl die meisten anonym schreiben bzw. unter einem Pseudonym, kürze ich trotzdem die Namen mit dem Anfangsbuchstaben ab.

Eine, wie ich vermute, noch sehr junge Schülerin schrieb, sie habe vergessen, wie man einen Tisch zeichnet und sie bat mich, es ihr zu erklären.

Hy,Martina!
Ich liebe so seeeeeeehr zeichnen ,ich mache es auch.
Mein Lehrer sagt öfters zu mir:”Du bist die Beste Schülerin,die so gut zeichnen kann”
Das freut mich.Doch heute musste ich ein tisch zeichnen,ich habe aber total vergessen,wie es geht!Bitte wenn es möglich ist,erkläre es mir
Liebe Grüße,
J.

Hallo J.,
weil du das Zeichnen so sehr liebst, bist du auch so gut darin. Das ist ganz wundervoll.
Eine Anleitung wie man einen Tisch oder irgendetwas anderes zeichnet, gibt es nicht, da jeder Mensch anders zeichnet. Jeder Mensch muss für sich selbst rausbekommen, wie er selbst einen Tisch zeichnet. Ich kann dir aber ein paar Sachen sagen, bei denen du, speziell bei dem Zeichnen eines Tischs, achten kannst.
Schaue dir einen echten Tisch genau an, nicht einen auf einem Foto, und zeichne diesen.
Stell dir vor, du fliegst ÜBER dem Tisch und schaust von oben herab auf die Tischplatte.
Von dort aus siehst du genau, wie lang und breit diese Tischplatte ist, nicht wahr?
Jetzt landest du wieder auf deinem Stuhl und betrachtest von dort aus den selben Tisch. Du siehst wieder die Tischplatte. Obwohl du weißt, von deinem Flug, wie groß und breit diese Platte ist, kannst du jetzt feststellen, dass diese Platte anders aussieht. Es sieht aus, als sei die Platte schmaler geworden. Du siehst sie nicht mehr in voller Breite, sondern “verkürzt”, wie man beim Zeichnen sagt. Der Abstand zwischen der vorderen Kante und der hinteren Kante ist viel geringer, als der Abstand, den du siehst, wenn du die Tischplatte von oben betrachtest. Und dann schau mal auf die Tischbeine. Du weißt, dass alle Tischbeine gleich lang sind. Wenn nicht, würde der Tisch ja umkippen.
Aber trotzdem sieht es so aus, als seien die hinteren Beine kürzer als die vorderen Beine, stimmt´s?
Ich weiß jetzt nicht, von welcher Position aus du dir den Tisch anschaust, deshalb musst du selbst rauskriegen, in welche Richtung und mit welcher Neigung die vier Tischkanten verlaufen.
Dazu strecke deinen Zeigefinger gerade in die Luft, kneife ein Auge zu, und schaue auf den Zeigefinger. Den geraden Zeigefinger – du musst den Finger immer gerade halten, das ist wichtig – legst du in der Luft an einer der Tischkanten entlang. Weil du ein Auge zukneifst, sieht es so aus, als gäbe es zwischen deinem Finger und dem Tisch gar keinen Abstand, obwohl der Tisch in Wirklichkeit viel weiter von dir weg ist als dein Finger, den du ja fast vor der Nase hast.
Diesen Finger kannst du mit der gesamten Hand wie einen Scheibenwischer nach rechts oder links bewegen, aber bewege ihn nicht nach vorne oder hinten. Sobald der Verlauf der Tischkante mit der Neigung deines Fingers übereinstimmt, machst du das zugekniffene Auge wieder auf und schaust auf deinen, nun schräg gehaltenen Finger. Diese Schräge entspricht nun genau dem Verlauf der Tischkante und du weißt nun, wie die Linie, mit der du die Tischkante zeichnest, auf dem Zeichenpapier verlaufen muss. So machst du das mit allen vier Tischkanten und – trara – du hast einen Tisch gezeichnet. (die Beine nicht vergessen 🙂 )
Viele Grüße,
Martina

 

100 Zeichnungen in 30 Minuten

Richtig gute Zeichen-Übung Nr. 1:

Nimm 100 Blatt von irgendeinem billigen Papier, z.B. von einem Notizblock-Würfel oder von einem alten Tageskalender, und lege sie als Stapel links von Dir auf den Tisch (oder rechts, je nach Händigkeit).

Entscheide Dich für einen einzigen Stift, wie z.B. einen Kugelschreiber oder einen weichen Bleistift oder einen schwarzen Filzstift.

Und jetzt zeichne was das Zeug hält, ein Blatt nach dem anderen.

Das Einstellen eines Küchenweckers auf 30 Minuten ist optional. Es ist nicht wichtig, ob man tatsächlich in 30 Minuten fertig wird oder schon in 25 Minuten oder in 45 Minuten. Wichtig ist, in relativ kurzer Zeit sehr viele Zeichnungen anzufertigen.

An dieser Stelle könnte ich jetzt sagen: Auf die Plätze, fertig, LOS!

Doch zuvor noch ein paar Hinweise:

– Bevor Du anfängst, überlege NICHT was Du zeichnen willst und lege Dir auch nichts zurecht, um es abzuzeichnen. Du kannst darauf vertrauen, dass Du einen großen Vorrat innerer Bilder hast. In Dir drin findet sich genug was Du zeichnen kannst.

– Lass Deine Hand entscheiden, wohin die Linie geht, nicht Deinen Kopf. Schau einfach nur zu, was Deine Hand auf dem Papier entstehen läßt. Gegenständlich oder abstrakt, lass Dich überraschen.

– Es geht hier um´s schnell zeichnen, d.h. Du musst mit jeder Zeichnung schnell fertig werden. Zeichne schnell und hör mit dem Zeichnen auch schnell wieder auf. Du wirst es fühlen, sobald eine Zeichnung fertig ist. Vertraue diesem Gefühl und greife schnell zum nächsten Blatt.

– Ja, irgendwann wirst Du schlapp machen. Bei Kilometer/Zeichnung 30 oder 55 denkst Du, ich hör jetzt auf, ich kann nicht mehr, das macht doch keinen Sinn. Wenn Du DANN weitermachst, TROTZDEM  weiter zeichnest, auch wenn Du glaubst nur noch sinnlos zu kritzeln (was Du ganz sicher glauben wirst, mach Dir da nichts vor), wirst Du am Ende den großen Preis gewinnen. Versprochen. Vielleicht nicht sofort und auf der Stelle, denn Du bist ja dann erstmal total erschöpft, aber Du wirst bald erkennen, wieviel Dir das Durchhalten gebracht hat.

– Und jetzt doch noch was Schwieriges : Wenn Du 100 Zeichnungen fertig hast, der Stapel Papier von der einen Seite zur anderen gewandert ist, verkneife es Dir, Deine Zeichnungen sofort anzuschauen. Pack den Stapel irgendwohin und hole ihn frühestens nach einer Woche wieder hervor. Was Du dann siehst, wird Dich überraschen.

Der Sinn der Übung?

– Du übst, ohne zu zögern zu Stift und Papier zu greifen und ohne zu zögern, den Stift aufs Papier zu setzen und loszulegen.

– Du lernst, Dich selbst als ZeichnerIn wahrzunehmen.

-indem Du Dir keine Zeit läßt, das „Gelungensein“ jeder einzelnen Zeichnung lang und breit zu hinterfragen, lernst Du Deine eigenen Zeichnungen zu akzeptieren und zu respektieren so wie sie sind.

– Du übst, Deiner inneren Kritikerstimme einfach davonzurennen und mit der Zeit gewöhnst Du Dich daran, sie gar nicht mehr zu hören.

– Das Zeichnen verliert den Nimbus des Außergewöhnlichen. Wer erst einmal 100 Zeichnungen gezeichnet hat, hängt kein Schild mehr raus mit der Aufschrift „Achtung, ich zeichne jetzt!“, bevor er beginnt zu zeichnen. Zeichnen wird dann schnell zu etwas Alltäglichem.

Hier zeige ich ein paar meiner eigenen Zettel-Zeichnungen. Die gestreiften Flächen sind entstanden, indem ich die Oberflächen-Struktur eines Buchdeckels durchgerieben habe. Die Gesichter mit den aufgerissenen Augen habe ich wahrscheinlich in dem Moment gezeichnet, als ich einfach n.i.c.h.t.  m.e.h.r  w.e.i.t.e.r.  m.a.c.h.e.n. w.o.l.l.t.e. und dann eben doch weiter gezeichnet habe.

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Zeichensafari in Frankfurt am Main

„Zeichensafari im Zoo“

in Frankfurt/M

Samstag, 6. Juni 2015

von 10.30 Uhr bis 15.30Uhr

(bzw. bis 16.00 Uhr bei Bedarf)

– nur noch 2 Plätze frei –

Die Anmeldeinformationen sind HIER zu finden.
Kurz nach einem der letzten Zeichenworkshops in München, schrieb mir eine der Teilnehmerinnen folgendes (ich zitiere –  selbstverständlich mit ihrer Erlaubnis):
„Es war für mich wirklich ein sehr inspirierender und wohltuender Tag – und ich kann nun anders ans Zeichnen herangehen, viel freier und voller Freude.“
Und ich dachte: GENAU!
Vielleicht habe ich es sogar laut gesagt, denn:Genau das ist es, worum es mir geht in diesen Workshops:
Die Teilnehmer sollen spüren, wie es sich anfühlt, FREI zeichnen zu können, wie es sich anfühlt, gelöst und mit Freude zu zeichnen.
Eine andere Teilnehmerin eines Workshops in Köln schrieb mir einmal:
„Dieses temporeiche Zeichnen, welches du uns im Workshop ‚abverlangst‘, macht eine Riesenfreude! Schnell zeichnen, direkt von den Augen in die Hand zeichnen, so wie einen Satz aufzuschreiben. Ich glaube, ich hab´s kapiert.“
 Das stimmt auch: Den Zugang zum mühelosen Zeichnen zu finden, ist nicht immer un-anstrengend. Sich zu verändern, seine Grenzen zu erweitern, erfordert eine gewisse Durchsetzungskraft gegen alte Gewohnheiten und Glaubenssätze.
Hat man aber erstmal da „drüben“ diese gute Luft geschnuppert und man merkt, wie gut es tut, das Zeichnen nicht mehr so „schwer“ zu nehmen, ….
Ahhhh, dann endlich spürt man, was es beim Zeichnen alles Wundervolles zu erleben gibt.
Wenn du Lust hast bei der Zeichen-Safari im Zoo mit dabei zu sein, wirst du erleben, wie spannend und abwechslungsreich es ist, Tieren mit dem Zeichenstift zu begegnen.
Einem Tier mit Zeichenstift und Zeichenblock gegenüberzutreten und es zeichnend kennenzulernen, kann ein intensives Erlebnis sein, das man nicht so schnell vergisst.
Wir werden die Tiere nicht einfach nur „abzeichnen“.
Wir werden uns von ihrer Energie und Lebenskraft beeindrucken lassen und sie kraftvoll und ausdrucksstark auf dem Papier nachempfinden.
Die Anmeldeinformation findest du HIER.

orang utan7

 

doodle-di-dum doodle-di-da

Richtig gute Zeichenübung Nr. 3

madamewalroc39f

Das Wort „doodle“ klingt wie etwas, das man nicht ernst nehmen muss und das Spaß macht. Auf jeden Fall klingt es wie etwas, das man definitiv öfter tun sollte, und zwar nicht nur beim Telefonieren oder um bei einer langweiligen Vorlesung nicht einzuschlafen, sondern ganz bewußt um zu zeichnen.

Nimm irgendein Stück Papier und einen Stift, der in greifbarer Nähe liegt. Man kann auf Büttenpapier oder auf Schreibpapier doodle-n, mit Füller, Filzer oder Bleistift. Ich doodle gerne mit meinem Kugelschreiber auf dem sehr glatten Papier meines Schreibblocks.

Fülle das ganze Blatt von oben nach unten, von unten nach oben, in alle Richtungen, mit schwungvollen Linien und Kreisen. Stell Dir vor, du fährst Schlittschuh auf dem Papier und du hast die gesamte Eisfläche ganz für dich alleine. Es ist niemand da, der dich anrempelt. Du hast freie Fahrt. Du genießt die ruhige Bewegung deiner Hand und den Anblick der dabei entstehenden Formen.

Früher oder später wirst du anfangen, in diesen Linien Formen oder Gegenstände zu erkennen. Laß dir Zeit. Sobald sich eine Form für dich deutlich genug abzeichnet (!), folge ihr mit dem Stift. Lasse dich leiten von dem Bild, das du beginnst zu erkennen. Wie will dieses Bild gezeichnet werden? Ziehe weiter deine Linien und Kreise und lass dich führen. Was ist es, was auf deinem Blatt entstehen will? Hilf ihm. Bring es an die Oberfläche.

Hier noch ein weiteres Entstehungs-Beispiel:

Der Sinn der Übung?

– Du lernst, der Bewegung deiner Hand und deinen Linien zu vertrauen.

– Du lässt sichtbar werden, was dich gerade berührt oder amüsiert oder interessiert.

– Du erfindest mühelos, ohne auf das berühmt berüchtigte weiße Blatt starren zu müssen.

– Du hörst auf, dich selbst zu beobachten und zu kontrollieren, ob du richtig oder gut zeichnest. Du zeichnest ganz entspannt. Du gibst die Kontrolle auf und LÄSST zeichnen.

Dumbo

Madame Wall Ross

Madame Schier-Raff

Madame Präschtig

Tulpen-Zeichensaison, Zeichnung 3

Über Ostern bin ich in München und biete einen Zeichenworkshop an am „Oster“-Samstag (oder Karsamstag) in der Glyptothek. Das Datum ist der 4. April. Weitere Informationen sind hier nachzulesen und  Infos für die Anmeldung gibt es hier.

Tulpen3

Eine Zeichnung sieht immer aus wie eine Zeichnung….

Rose200…und nicht wie eine Blume oder eine Landschaft.
Eine Zeichnung sieht auch dann immer aus wie eine Zeichnung, wenn wir glauben, darauf eine Blume oder eine Landschaft zu erkennen.

Oft erlebe ich, dass Zeichner anstreben genau und richtig zu zeichnen, weil sie glauben, nur dann würden sie gut zeichnen.
Genau und richtig bedeutet dann, es soll so aussehen wie…..
eben –  genau wie diese Blume oder genau wie diese Landschaft.

Nur: wie genau das Genaue genau sein soll, bleibt unklar. Deshalb wird jede Zeichnung, die nicht exakt dem Gegenstand gleicht, als ungenügend empfunden.
Mit nichts ist man zufrieden, weil man irgendwo im Hinterkopf glaubt, zeichnen sei so etwas wie „nach-machen“, und wenn man glaubt, man soll etwas nachmachen, ist die Aufgabe eben erst erfüllt, wenn das Nachgemachte genau der Vorlage entspricht.

Vor einigen Jahren wollte ich einem Freund für seine neue Wohnung eine Zeichnung schenken. Damals hatte ich noch nicht viel Erfahrung im Zeichnen.
Ich wollte Zitronen zeichnen und arrangierte eine ganze und zwei halbe Zitronen auf einem Teller, legte noch ein Kräuterzweiglein dazu und das sollte die Vorlage zu meinem Bild sein.
Ich zeichnete und zeichnete, aber es wollte nichts werden.
Es wollte einfach nicht so aussehen wie diese Zitronen und das Kräuterzweiglein.
Was ich auch zeichnete, am Ende sah es nie „echt“ aus, es sah immer nur so aus wie gezeichnete Zitronen.

Da ich kaum Erfahrungen hatte mit meinen eigenen Zeichnungen und ich nicht so genau wusste wie Zeichnungen, die von mir gezeichnet waren, aussehen, hielt ich automatisch jede Zeichnung für ungenügend.
Ich war enttäuscht, dass ich nicht in der Lage war, diese Zitronen exakt wiederzugeben.
Wahrscheinlich wäre ich erst zufrieden gewesen, wenn sich zwei echte Zitronen vor meinen Augen auf dem Tisch materialisiert hätten, denn nur diese hätten dem Vergleich mit der Vorlage stand gehalten.

Oft werden die eigenen Zeichnungen nicht geschätzt, weil sie genau so aussehen: wie Zeichnungen.
Sie sehen so aus, als seien sie eben „nur“ gezeichnet, und dann womöglich auch nur so, als ob man es selbst gezeichnet hat und nicht irgendwie….irgendwie…ja, wie denn? Halt anders eben.

Wer zeichnet, sollte sich von dem Gedanken frei machen, etwas re-produzieren zu wollen oder zu sollen.
Wer nur reproduzieren möchte, sollte lieber einen 3-tägigen Zauberkurs für Anfänger besuchen.

Beim Zeichnen wird nicht nach-gemacht, beim Zeichnen wird nach-empfunden.

Auch die Foto-realistischste, nach allen „Regeln“ der Zeichenkunst gefertigte Zeichnung wird am Ende niemand mit dem Gegenstand selbst verwechseln, denn sie ist und bleibt eben nicht mehr als eine Zeichnung.
Was nicht heißen soll, dass eine Zeichnung  weniger wert ist als der gezeichnete Gegenstand.
Im Gegenteil:
Eine Zeichnung sollte gegenüber dem gezeichneten Gegenstand immer einen Mehr-Wert haben.
Der Mehr-Wert deiner Zeichnung ist dein ganz besonderer Blick und dein ganz besonderes Gespür für den Bildgegenstand.
Dieser besondere Blick und dieses besondere Gespür machen deine Zeichnung unverwechselbar und wertvoll.

Selbstverständlich können auch sehr realistisch anmutende Zeichnungen, die tatsächlich „fast so aussehen wie…“, wertvoll sein, solange sie nicht gefertigt wurden, um ausschließlich „richtig“ zu sein.
Zeichnungen, die gemacht wurden, um ‚richtig‘ zu sein, sieht man das immer an.
Entweder können sie die hineingelegte Anstrengung nicht verbergen und der Betrachter sieht, dass an ihnen irgendetwas nicht stimmt, weil das unmögliche Ziel „Perfektion“ verfehlt wurde oder sie sind so sehr annähernd perfekt, dass der Betrachter zwar verblüfft sein mag über die nahezu perfekte Zeichnung und die vermeintliche Perfektion bewundert, nicht aber die Zeichnung selbst.

Sobald ein Betrachter sagt: „Mensch toll, das ist ja täuschend echt, wie hast du das nur gemacht“, weißt du, dass es ihm nicht möglich war, mehr in der Zeichnung zu sehen, als eben das Abgebildete. Er bewundert nur die, für ihn verblüffende Zeichentechnik, nicht aber den Inhalt und den eigenständigen Wert deiner Zeichnung.

Zeichner, deren einziges Ziel ist fotorealistisch zu zeichnen, merken vielleicht gar nicht, dass sie da an einem langweiligen Wettbewerb teilnehmen, nämlich wer kann am besten kopieren. Abgesehen davon ist dieser Wettbewerb absurd, denn mit Zeichnen kann man auch mit der größten Mühe nichts kopieren.

Nichts kann so gezeichnet werden, dass es mit einem originalen Gegenstand verwechselt werden könnte.

Mit Zeichnen kann man „leider“ nur Neues erschaffen, aber merkwürdigerweise ist das vielen nicht genug.

Wer zeichnet, nur um „wie in echt“ zu zeichnen, hat sich ein kleines Ziel gesteckt und wird es vielleicht trotzdem vor lauter Frustration und Langeweile nicht erreichen.

Wer aber bereit ist, sich schon von Anfang an mit Offenheit und Experimentierfreude auf den Weg zu machen, der wird nicht aufhören Neues zu entdecken und vor allem zu erleben.

Eine Zeichnung ist immer etwas völlig Neues, eine neue Kreation, keine Wiederholung, keine Kopie.
Deine Zeichnung ist immer deine Zeichnung und genau das soll man sehen.

Anmeldung für Interessenten an Workshops in München und/oder Wien

Nächstes Jahr im Januar bin ich in MÜNCHEN und veranstalte wieder einen Zeichenworkshop in der Glyptothek und zwar am Samstag, den 3. Januar 2015 von 10.30 Uhr bis 15.30/16.00 Uhr
Mehr Informationen werden noch bekannt gegeben.
Im unten stehenden Formular kannst du dich völlig unverbindlich eintragen und ich informiere dich sofort, noch vor allen anderen, quasi als München-VIP, sobald Termine in München feststehen.
In 2015, irgendwann in der Zeit zwischen Januar und März, plane ich, einen Zeichenworkshop in WIEN im Naturhistorischen Museum zu veranstalten.
Wenn du dich auf die Interessentenliste für Wien setzen lassen möchtest, kannst du dich ebenfalls im unten stehenden Formular völlig unverbindlich eintragen und ich informiere dich sofort, noch vor allen anderen, quasi als Wien-VIP, sobald das Datum für Wien feststeht.
_______________________________________________________________________________

Vielen Dank! 🙂

Zeichen-Workshop in Frankfurt am Main am Samstag, 27. September 2014

Senckenbergmuseum innen

 – Mühelos ins Zeichnen kommen –
Workshop in Frankfurt am Main
im Senckenbergmuseum
am Samstag, 27. September 2014
von 10 Uhr bis 15.00 Uhr
(plus eine halbe Stunde extra bei Bedarf)
NUR NOCH 3 PLÄTZE FREI!
nur noch 2 Plätze frei!
AUSGEBUCHT

Wer nicht so oft zeichnet, wie er es sich wünscht oder wer lange nicht mehr gezeichnet hat, findet hier die Motivation, sich wieder regelmäßig und mit Freude dem Zeichnen zuzuwenden.

Der Workshop findet statt in Frankfurt am Main im Senckenberg-Naturkundemuseum.
Dieser Workshop soll Zeichner und Zeichnerinnen inspirieren mit dem eigenen Zeichnen und mit der eigenen Art des zeichnerischen Ausdrucks wieder intensiven Kontakt aufzunehmen.

Es wird viel gezeichnet werden, aber wir werden uns auch darüber austauschen, was uns das Zeichnen bedeutet, was uns zum Zeichnen bewegt und was uns am Zeichnen begeistert.

Das Senckenbergmuseum bietet viele unterschiedliche Motive zum Zeichnen. Es ist abwechslungsreich gestaltet und es herrscht eine angenehme, freundliche Atmosphäre. Zeichner sind dort gern gesehene Besucher.

Anmeldungen werden nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Wenn du dich anmelden möchtest, bitte HIER  klicken.

Senckenbergmuseum FrankfurtDas sagen Teilnehmer früherer Workshops:

„Von ‚Ich kann nicht zeichnen.‘ zu ‚Beim Zeichnen fühle ich mich glücklich.‘ – das ist der Quantensprung, den mir dein Kurs geschenkt hat.“  Petra

„Du hast wirklich eine wundervolle Art zu motivieren, so ganz unkompliziert an das Zeichnen heranzugehen.“  Marko

„Ein sehr reicher Tag mit vielen Anregungen und Ermutigungen.“ Martin

„Der Kurs hat mich begeistert. Tolle Ideen.“ Cornelia

„Danke für den sehr schönen Workshop heute. Danke für die Impulse, die gute Atmosphäre, die tollen Ideen und einen sehr erfreulichen Tag.“ Silke

„Ich habe sehr viel von dem Workshop mitgenommen. Es war für mich eine sehr schöne Erfahrung mit dir als Coach und so einer netten Gruppe diese Zeichen-Experimente zu machen. Der Tag war für mich ein echtes Erlebnis und hat mir sehr geholfen, meine Zeichenstifte jetzt täglich zu verwenden , um noch weiter zu experimentieren.“ Claudia

„Auch wenn ich manchen Input erst zeitverzögert umsetzen kann, schätze ich deine geschickte und fortlaufende Rhetorik, wunderbar in Fragen und Anstöße verpackt und mit einer großen Portion Nachhaltigkeit.“ Barbara

 

Zeichenworkshop im Senckenbergmuseum im Oktober 2013

Die Zeichnerinnen und Zeichner des Workshops im Senckenbergmuseum im Oktober 2013

Der jedentagzeichnen-Newsletter Mai 2014 ist erschienen

Der jedentagzeichnen-Newsletter erscheint monatlich mit Tipps und Hinweisen rund ums Zeichnen.

Hand mit KuliIn diesem Monat erkläre ich ein Zeichen-Experiment.

„Zeichnen in der eigenen Handschrift.“

Zwei Leser des Newsletters und dieses Blogs, Jutta und Ben, haben ihre Erfahrungen, die sie damit gemacht haben, hier als Kommentare gepostet.

                         Den beiden ist das Experiment offenbar gelungen. 🙂

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Herzliche Grüße und bis bald :-),

Der jedentagzeichnen-Newsletter April 2014 ist erschienen

Der jedentagzeichnen-Newsletter erscheint monatlich mit Tipps und Hinweisen rund ums Zeichnen.

iris1 - KopieIn diesem Monat erzähle ich davon, wie es dazu kam,

dass ich jederzeit mühelos zeichnen kann

 

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Herzliche Grüße und bis bald :-),

Zeichen-Workshop am Donnerstag, 23. Januar 2014 in Frankfurt am Main

Zeichenworkshop

mit Martina Wald

„Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen
am Donnerstag, 23. Januar 2014
von 10 Uhr bis 15.00 Uhr
im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main
Dieser Workshop soll die Zeichner inspirieren mit dem eigenen Zeichnen und mit der eigenen Art des zeichnerischen Ausdrucks wieder intensiven Kontakt aufzunehmen.
Wer nicht so oft zeichnet, wie er es sich wünscht oder wer lange nicht mehr gezeichnet hat, findet hier die Motivation, sich wieder regelmäßig und mit Freude dem Zeichnen zuzuwenden.
Es wird viel gezeichnet werden, aber wir werden uns auch darüber austauschen, was uns das Zeichnen bedeutet, was uns zum Zeichnen bewegt und was uns am Zeichnen begeistert.
Nur ein selbstbewusster Zeichner, der seiner Selbstkritik nicht das Feld überlässt, zeichnet oft und viel und mit Begeisterung.
Das Senckenberg-Museum bietet viele unterschiedliche Motive zum Zeichnen.
Es ist abwechslungsreich gestaltet und es herrscht eine angenehme und freundliche Atmosphäre.
Zeichner sind dort gern gesehene Besucher.
Wann?
Donnerstag, 23. Januar 2014
von 10 Uhr bis 15 Uhr (plus eine halbe Stunde extra bei Bedarf)
Wo?
Naturmuseum Senckenberg
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt/M 
Anmeldung
Wenn du dich anmelden möchtest, bitte HIER klicken.
Anmeldungen werden nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
Ich freue mich darauf, von dir zu hören.
Herzliche Grüße,
Unterschrift Martina Wald
Was andere über den Workshop sagen:
„Eine der besten Sachen, die ich letztes Jahr gemacht habe, war auch dein Workshop. Gern möchte ich wieder einen bei dir machen.“
Tina
„Ich bin noch immer völlig hin und weg von all den Ideen, mit denen du uns den Tag gestaltet hast und ich habe sehr, sehr viel mit nach Hause genommen.
Du hast wirklich eine wundervolle Art zu motivieren, so ganz unkompliziert an das Zeichnen heranzugehen.“
Marko
„Dein Workshop-Stil hat mir sehr gefallen. Du hast uns einfach zum Zeichnen gebracht, man könnte fast sagen ‚verführt‘ und dabei jeden so genommen, wie er ist, ohne zu vergleichen und zu beurteilen.
Gerade deshalb war es möglich die Einzigartigkeit und Schönheit der Zeichnungen aller Teilnehmer wahrzunehmen und sich daran zu freuen. Ich habe in anderen Zeichenkursen auch schon das Gegenteil erlebt und bin dann immer ziemlich geknickt nach Hause geschlichen. Nach deinem Workshop bin ich fast nach Hause getanzt, weil ich so beschwingt war!“
Alex
wir 1v.l.:Silke, Tina, Martina, Christina, Petra

Der letzte Zeichenworkshop im Senckenbergmuseum war am

18.Dezember. Es sollten 7 Teilnehmer sein, aber der gemeine

Winterschnupfenvirus hat unsere Gruppe auf vier Teilnehmer

zusammenschrumpfen lassen. Aber auch zu viert hatten diese

Zeichnerinnen genug Energie, um sich gegenseitig zu befeuern

und zu neuen Zeichen-Ideen zu inspirieren.

Als ich alle fragte, ob sie mit der Veröffentlichung dieses Bildes

einverstanden sind, antwortete Petra:

„Ja, ich bin mit der Veröffentlichung einverstanden. Wir sehen so

total entspannt aus. Man sieht, dass wir sehr viel Spaß hatten. Genau so

habe ich deinen Workshop auch empfunden.“

Der jedentagzeichnen-Newsletter Dezember 2013 ist erschienen

Rose 132Der jedentagzeichnen-Newsletter erscheint monatlich mit Tipps und Hinweisen rund ums Zeichnen.

Die Überschrift des aktuellen Artikels lautet:

„Kontrolle ist gut, Vertrauen ist sehr viel besser“

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X – Ja, ich möchte gerne kostenlos den „jedentagzeichnen“-Newsletter abonnieren.

Bitte vor dem „Abschicken“ noch mal schnell überprüfen, ob die email-Adresse richtig geschrieben wurde.

Herzliche Grüße und bis bald :-),

Zeichen-Workshop am Mittwoch, 18. Dezember 2013 in Frankfurt am Main

Zeichenworkshop

mit Martina Wald

„Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen
am Mittwoch, 18. Dezember 2013
von 10 Uhr bis 15.00 Uhr
im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main
Dieser Workshop soll die Zeichner inspirieren mit dem eigenen Zeichnen und mit der eigenen Art des zeichnerischen Ausdrucks wieder intensiven Kontakt aufzunehmen.
Wer nicht so oft zeichnet, wie er es sich wünscht oder wer lange nicht mehr gezeichnet hat, findet hier die Motivation, sich wieder regelmäßig und mit Freude dem Zeichnen zuzuwenden.
Es wird viel gezeichnet werden, aber wir werden uns auch darüber austauschen, was uns das Zeichnen bedeutet, was uns zum Zeichnen bewegt und was uns am Zeichnen begeistert.
Nur ein selbstbewusster Zeichner, der seiner Selbstkritik nicht das Feld überlässt, zeichnet oft und viel und mit Begeisterung.
Das Senckenberg-Museum bietet viele unterschiedliche Motive zum Zeichnen.
Es ist abwechslungsreich gestaltet und es herrscht eine angenehme und freundliche Atmosphäre.
Zeichner sind dort gern gesehene Besucher.
Wann?
Mittwoch, 18. Dezember 2013
von 10 Uhr bis 15 Uhr (plus eine halbe Stunde extra bei Bedarf)
Wo?
Naturmuseum Senckenberg
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt/M 
Anmeldung
Wenn du dich anmelden möchtest, bitte HIER klicken.
Es können bis zu 7 Zeichner teilnehmen.
Anmeldungen werden nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
Ich freue mich darauf, von dir zu hören.
Herzliche Grüße,
Unterschrift Martina Wald
Was andere über den Workshop sagen:
„Ich bin noch immer völlig hin und weg von all den Ideen, mit denen du uns den Tag gestaltet hast und ich habe sehr, sehr viel mit nach Hause genommen.
Du hast wirklich eine wundervolle Art zu motivieren, so ganz unkompliziert an das Zeichnen heranzugehen.“
Marko
„Dein Workshop-Stil hat mir sehr gefallen. Du hast uns einfach zum Zeichnen gebracht, man könnte fast sagen ‚verführt‘ und dabei jeden so genommen, wie er ist, ohne zu vergleichen und zu beurteilen.
Gerade deshalb war es möglich die Einzigartigkeit und Schönheit der Zeichnungen aller Teilnehmer wahrzunehmen und sich daran zu freuen. Ich habe in anderen Zeichenkursen auch schon das Gegenteil erlebt und bin dann immer ziemlich geknickt nach Hause geschlichen. Nach deinem Workshop bin ich fast nach Hause getanzt, weil ich so beschwingt war!“
Alex

Zeichen-Workshop am Dienstag, den 22. Oktober 2013 in Frankfurt am Main

Lichthof im Senckenberg-Naturkundemuseum

Lichthof im Senckenberg-Naturkundemuseum

 – Mit viel Freude ins Zeichnen kommen –   AUSGEBUCHT

Workshop am Dienstag, den 22. Oktober 2013 von 10 Uhr bis 15 Uhr (plus eine halbe Stunde extra bei Bedarf)

Der Workshop findet statt in Frankfurt am Main im Senckenberg-Naturkundemuseum.

Dieser Workshop soll die Zeichner inspirieren, mit dem eigenen Zeichnen und mit dem eigenen zeichnerischen Ausdruck wieder intensiven Kontakt aufzunehmen.

(Zur Anmeldung bitte HIER klicken)

Es wird viel gezeichnet werden, aber wir werden uns auch darüber austauschen, was uns das Zeichnen bedeutet, was uns zum Zeichnen bewegt und was uns am Zeichnen begeistert.

Nur ein selbstbewusster Zeichner, der seiner Selbstkritik nicht das Feld überlässt, zeichnet oft, viel und mit Begeisterung.

Das Senckenberg-Museum bietet viele unterschiedliche Motive zum Zeichnen. Es ist abwechslungsreich gestaltet und es herrscht eine angenehme und freundliche Atmosphäre. Zeichner sind dort gern gesehene Besucher.

Es können 7 Zeichner teilnehmen. Anmeldungen werden nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Wenn du dich anmelden möchtest, bitte HIER klicken.

Ich freue mich, von dir zu hören.

Viele Grüße und bis bald!

Signature

Zwei Fliegen ruhen sich aus

Fliegen hört man ja eher, als dass man sie sieht. Sie leben meistens auf einem viel höheren Schwingungsniveau als wir. Ihren Flugbahnen kann man kaum mit den Augen folgen. Um so faszinierender finde ich es sie zu beobachten, wenn sie sich auf menschliche Frequenz down tunen und sich ganz gemächlich mit den Vorderbeinen putzen.

Ich bin die sprichwörtliche „kann keiner Fliege was zu leide tun“-Person. Wann immer ich kann, fange ich die Fliegen, wenn sie sich an der Fensterscheibe müde geflogen haben, mit einem Glas, um sie nach draußen zu setzen. Neulich habe ich sogar mit einer Fliege gesprochen. Ich versuchte sie zu überreden, doch endlich still zu halten, weil es ihr da draußen im Garten viel besser gehen würde. Sie muss mich verstanden haben, denn es gelang mir das Glas über sie zu stülpen. Als sie wegflog, habe ich ihr noch ein „mach´s gut“ hinterher gerufen.

(Das darf jetzt aber wirklich keiner wissen, sonst heißt es noch, ich bin ein bisschen verwirrt – mit Fliegen reden, wer macht denn sowas? ts ts ts ssssssssssssssssssssssssssssssssssssss………)

Meine neue Engel-Jeans

Eine Jeans zu finden, die richtig gut passt und in der man aufrecht sitzen und gleichzeitig ausatmen kann, ist ein Wunder.

Mit wenig Hoffnung durchstreifte ich vor ein paar Wochen mal wieder die Jeans-Abteilung eines Kaufhauses. Hier nichts, dort nichts, nichts was mir gefiel. Seufzend schickte ich ein Gebet an meinen Schutzengel, mit der Bitte man möge sich doch mal an höherer Stelle darum kümmern.
Sich jederzeit beschützt zu fühlen auf allen seinen Wegen ist ja ganz schön, aber so richtig Spaß macht es erst, wenn man was Passendes zum Anziehen hat.

Schon die nächste Jeans nach der ich griff, machte einen vielversprechenden Eindruck. Obwohl meine Größe draufstand, sah sie nicht aus wie ein Expeditionsschlafsack für zwei Personen mit extra breitem Kopfteil.

Diese Hose passte nicht nur, sie „saß“ und, ich konnte es kaum fassen, auf dem Weg von der Umkleidekabine zum Spiegel, hatte ich vier Pfund abgenommen.

Ich stürmte damit zur Kasse. Falls sich herausstellen sollte, dass ich doch nur geträumt hatte, wollte ich wenigsten für einen kurzen Augenblick das Gefühl haben, diesen Traum von einer Jeans zu besitzen

Draußen vor dem Geschäft zog ich sie aus der Tüte, um sie mir in Ruhe anzuschauen und zu bewundern. Zum ersten Mal las ich das Marken-Schild.

Darauf stand: „Angel-Jeans“.

Wenn das mal kein Wunder ist.