Was soll ich bloß zeichnen?

Couvert

Wer sich dabei ertappt, sich diese Frage zu stellen: ganz schnell den Rückwärtsgang einlegen und wieder zurück an Anfang.

Eine gute Methode, um das Zeichnen noch ein bisschen vor sich herzuschieben, ist, sich zuerst mit der Frage zu beschäftigen, WAS man eigentlich zeichnen will.

Diese Frage ist eine von diesen kleinen Tricks, um Zeit zu gewinnen.

Wer glaubt, zuerst ein Motiv suchen zu müssen, ist auf dem besten Weg, sich von dem Entschluss mit dem Zeichnen zu beginnen, wieder wegzubewegen.
Vor lauter Suchen kann man nämlich das Finden leicht vergessen.

Wenn du dein nächstes Motiv finden willst, musst du nicht suchen oder wählen, du musst dich nur ENTSCHEIDEN.

Du musst dich für das JETZT und für DIESEN MOMENT entscheiden und dein Motiv oder deine Idee präsentiert sich dir von selbst.

Es ist immer etwas DA. Immer. Schau dich um und entscheide dich für das, was dir nahe ist, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne.
Ob es der Blick aus dem Fenster ist, die Kloschüssel oder die Idee eine Anleitung zu zeichnen wie man Möhren schält, alles ist gleich gut.

Ideen hat man viele, nur werden auch viel zu viele gleich wieder verworfen. Zu blöd, zu albern, zu sonst was. Die meisten Ideen werden abgeschossen, sobald sie am Horizont auftauchen. Oft erscheinen einem die eigenen Ideen so nahe und so „naheliegend“, dass man sie als „nichts besonderes“ und uninteressant sofort verwirft.

Aber das beste Motiv oder die beste Idee ist tatsächlich immer das nächstbeste Naheliegende.
Das „nächstbeste“ bringt dich in Bewegung, bringt dich ins Zeichnen. Von da an geht es zur nächsten Idee, zum nächsten Motiv, zur nächsten Zeichnung.

Suche nicht, FINDE!

Was?

Das!

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Wie der interessante Kick aufs Blatt kommt

verdrehte Haende1Immer wieder erreichen mich Fragen per Email oder über Facebook von Zeichnerinnen und Zeichnern, die mit ihrem Zeichnen aus irgendeinem Grund nicht mehr weiterkommen.

Meistens fallen meine Antworten etwas länger aus, weil ich aus eigener Erfahrung wirklich mit ihnen fühlen kann.
Man fühlt sich von seinem Umfeld nicht nur nicht unterstützt, sondern geradezu gehemmt.

Von überall her bekommt man Kommentare, Vorschläge und Empfehlungen, die einen sehr verunsichern, wenn man mit seinem eigenen künstlerischen Ausdruck noch nicht so viel Erfahrung hat.

Falls du mich schon ein bisschen kennst, weißt du, dass ich glaube, dass das, was andere interessant finden wollen, uns ganz besonders NICHT interessieren sollte, aber, und das ist das Interessante, genau dann kommt der „Kick“ auf´s Blatt, ob es nun jemanden interessiert oder nicht

Im Folgenden die Antwort auf eine Nachricht einer Künstlerin, der man gesagt hatte, ihren Arbeiten fehle der interessante Kick

 

Liebe E.,

 jemand sagte dir, dass deine Bilder ja gar nicht so schlecht seien, aber es fehle ihnen der Kick, um interessant zu wirken.

Jetzt, so schreibst du, fehle dir der Mut weiterzumachen.

  Ja, das kann ich mir gut vorstellen, dass so eine Aussage nicht gerade aufmuntert.

Aber egal, wer, was, wann und wie gesagt hat und egal, wie du dich jetzt gerade fühlst, lass dich auf keinen Fall von diesen negativen Gedanken und Gefühlen davon abhalten, deine künstlerische Arbeit fortzusetzen.

Diese Worte, Gedanken und Gefühle werden vorbei gehen und sie sind es nicht wert, deswegen deine Arbeit zu vernachlässigen oder zu verzögern.

Okay?

 Gut. Das war das eine.

Jetzt möchte ich dir noch etwas sagen:

 Um ein „interessantes“ Bild zu malen oder zu zeichnen, kann man sich nicht aus-denken, was man tun könnte, um es interessant zu machen.

Ein interessantes Bild muss man geschehen lassen.

 So ein interessantes Bild kann dann geschehen, wenn du nicht mehr daran denkst, dass du ein interessantes Bild machen willst.

 Das hört sich absurd an? Ist es aber nicht.

Lass es mich dir erklären.

 Für einen Betrachter – und es war ja so ein Betrachter, der sich quasi beschwert hat, deinen Bildern fehle der interessante Kick – für einen Betrachter wirkt ein Bild dann interessant, wenn er etwas darauf sieht, was ihm neu und unbekannt ist, wenn er eine ungewöhnliche Sichtweise gezeigt bekommt.  

 Für so einen Betrachter mag es unerklärlich sein, wie so eine, für ihn ungewöhnliche Sichtweise zustande kommt und es mag ihm sogar schwierig erscheinen, sie zu erschaffen.

Aber für dich, als Künstlerin, ist es in Wirklichkeit gar nicht schwierig, weil du dich, um eine, für andere ungewöhnlich erscheinende Sichtweise zu gestalten, gar nicht anstrengen musst.

 Deine Sichtweise ist grundsätzlich ungewöhnlich und einzigartig, weil du ein einzigartiger Mensch bist.

 Aber:

viele, und du vielleicht auch, trauen sich nicht ihre eigene Sichtweise tatsächlich auf´s Bild zu bringen, weil man sich durch diese ganz unverhüllte Darstellung sehr verwundbar macht.  

 Sich so konsequent unverstellt in seinen Bildern zu präsentieren, kann mindestens so beängstigend sein, wie im öffentlichen Schwimmbad nackt zu baden.

Man verbirgt nichts mehr, und allen steht es frei, ihren Kommentar abzugeben und alles, was sie sehen, zu bewerten.

 Diese Bewertungen fallen nicht immer positiv aus und sind auch nicht immer nett formuliert.  

 Wenn das mal nicht beängstigend ist.  

Aber erst dann, wenn deine Kunst nicht immer allen gefällt, nicht überall gut ankommt, nicht von allen hoch gelobt wird, erst wenn du merkst, dass es Menschen gibt, die mit deinen Bildern nicht nur nichts anfangen können, sondern sie geradezu ablehnen, kannst du sicher sein, dass du auf DEINEM Weg bist und DEINE Kunst machst. 

 An dieser Stelle kommt jetzt der Mut ins Spiel.

Du hast ja schon ganz richtig gesagt, es fehle dir der Mut weiterzumachen.

Das ist verständlich.

Künstler sein bedeutet nämlich auch, immer und immer wieder mutig sein.

Mut ist nichts, was man hat, wenn einen plötzlich alle toll finden oder wenn man irgendwann mal keine Angst mehr hat.

Mut ist, wenn man etwas tut, obwohl man Angst hat.

 Ich weiß nicht, in welchem Medium du arbeitest und in welchem Genre, aber unabhängig davon, mache ich dir folgenden Vorschlag:

 Lerne deine eigene Sichtweise, deinen eigenen Ausdruck, also deinen ganz eigenen „Kick“, erstmal für dich alleine kennen.

Zeichne in der Natur und nach der Natur (auch wenn du vielleicht sonst abstrakt malen solltest, das macht gar nichts) und zwar ohne davon auszugehen, dass du diese Zeichnungen irgendwann mal jemanden anschauen lässt.

Sobald du merkst, du willst ausschließlich „richtig“ und „korrekt“ zeichnen, weißt du, dass du mal wieder versuchst, deine eigene Sichtweise zu ignorieren.

Lass deine Hand zeichnen, nicht deinen Kopf.

 Lass deine Hand machen, was sie will, ohne dass sie von dir, wie von einem Sicherheitsdienst, immer wieder in ihre Schranken verwiesen wird.

 Lass deine Hand frei.

 Sei lieb zu deiner Hand und sei lieb zu deinen Zeichnungen.

 Wenn du eine Weile so gezeichnet hast und ein oder zwei Skizzenbücher gefüllt sind (denke daran, sie werden niemandem gezeigt, sie sind so privat wie dein Tagebuch), wirst du überrascht sein, wie besonders deine Ausdrucksweise ist und dass sie immer besonders und somit grundsätzlich interessant ist – und zwar für DICH. 

 So machst du dich vertraut mit deinem eigenen, unvergleichlichen Blick, mit deiner Sichtweise und du gewöhnst dich daran, sie mutig auf dem Papier zum Ausdruck zu bringen.  

 Jetzt  werden deine Bilder immer interessant, auch für andere.

Aber was andere dazu zu sagen haben, ist dann wiederum nicht mehr wirklich interessant für dich, denn du bist dabei zu lernen, dir selbst zu vertrauen und nur auf dich selbst zu hören.

 Deine Bilder entstehen jetzt ganz von alleine und ohne, dass du dir vorher etwas ausgedacht hast und ohne extra etwas dafür tun zu müssen, immer mit einem – sozusagen –  vorinstallierten „Kick“. 

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Workshop in Frankfurt „Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen“ am Samstag, 24. September 2016 – nur noch 2 Plätze frei

Senckenbergmuseum Frankfurt„Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen“

Workshop in Frankfurt im Senckenbergmuseum Samstag, 24. September 2016

von 10.30 Uhr bis 15.30/16.00 Uhr

– nur noch 2 Plätze frei –

Um zu den Anmeldeinformationen zu gelangen, bitte diesem Link HIER folgen.

„Der Tag hat einen riesigen Spaß gemacht. Die Atmosphäre, die Struktur des Ablaufs und auch die Gruppe fand ich perfekt.“   Manuela

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Es geht einem oft so, oder?

Obwohl man das Zeichnen eigentlich mag und man sich wünscht, man würde öfter zeichnen, wird es dann doch irgendwie als lästig und mühsam empfunden.
Man will zwar zeichnen, aber am liebsten hätte man die Zeichnung sofort und auf der Stelle fertig, ohne sie tatsächlich erst zeichnen zu müssen.
Man merkt oft einfach nicht, wie sehr man ausschließlich darauf fixiert ist, eine „gute“ und vorzeigbare Zeichnung zu produzieren und man das eigentliche Zeichnen am liebsten überspringen würde.
Wenn man immer nur ein fertiges Endprodukt im Kopf hat und dadurch auf einmal so viel von dessen Gelingen abhängt (Kann ich umsetzen, was ich mir vorgenommen habe. Finden andere gut, was ich mache. Bin ich gut. usw.), macht die ganze Sache plötzlich keinen wirklichen Spaß mehr.
Man muss es sich aber nicht so schwer machen.
Zeichnen kann etwas Leichtes sein, wenn man bereit ist, seinen Fokus zu verschieben, und zwar weg vom ‚Endprodukt Zeichnung‘ hin zum ‚Erlebnis Zeichnen.‘
 
Wenn man bereit ist, jeden Moment des Zeichnens bewusst zu erleben und zuzulassen, mit dem Stift unmittelbar auf den Moment zu antworten, anstatt einer festgelegten Vorstellung hinterher zu jagen, gelingen, wie nebenbei, ausdrucksstarke und beeindruckende Zeichnungen.
 
Wenn du erleben möchtest, wie gut es tut, endlich mühelos zu zeichnen, und zwar ohne Umwege über das konventionelle
„ich kann das nicht – Zähne knirschen – muss mehr üben“-Gedöns, würde ich mich sehr freuen, dich am Samstag, 24. September 2016 im Senckenbergmuseum begrüßen zu können.
 

Dieser Workshop wird dich dazu inspirieren mit deinem eigenen Zeichnen und mit deiner eigenen Art des zeichnerischen Ausdrucks intensiven Kontakt aufzunehmen.

Wenn du nicht so oft zeichnest, wie du es dir wünschst oder wenn du lange nicht mehr gezeichnet hast, findest du hier die Motivation dich wieder mit Freude regelmäßig dem Zeichnen zuzuwenden.
 
Wer nämlich glaubt, man müsse es zuerst irgendwelchen Konventionen entsprechend „richtig“ machen, verliert schnell die Freude am Zeichnen und greift schließlich gar nicht mehr zum Stift.
 
Wenn du dir deines eigenen unvergleichlichen Ausdrucks „selbst bewusst“ wirst, fällt es dir leicht, den inneren Kritiker zu überhören und wieder „selbstbewusst“ und mit Begeisterung zu zeichnen.
Dann lässt du deine Zeichnungen mühelos entstehen, ohne deren Entstehungsprozess ständig kritisch zu kontrollieren.
 
Ich zeige dir, wie du unmittelbar sehen kannst, ohne dir von deinem Verstand sagen zu lassen, was er glaubt, was du sehen solltest. So werden dir ausdrucksstarke Zeichnungen gelingen, die keinen Vergleich scheuen müssen, weil sie einzigartig und unvergleichlich sind.

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Das sagen Teilnehmer früherer Workshops:

„Der Tag hat einen riesigen Spaß gemacht. Die Atmosphäre, die Struktur des Ablaufs und auch die Gruppe fand ich perfekt.“ Manuela

„War alles sehr spannend und lehrreich.“  Bettina

„Ich fand den Kurs für mich persönlich bereichernd. Ich schätze deine ruhige, wertschätzende Leitung, die immer wieder wichtige Impulse beim Zeichnen gibt.Waltraud

„Es ist ein völlig anderer Zugang, als in den Workshops in der Volkshochschule. Ich bin und war begeistert.“  Susanne

„Ich hatte meinen ersten Workshop mit Martina in Frankfurt… damals nach einer sehr langen Zeichenpause… Mittlerweile gönne ich mir mein eigenes kleines Atelier und es geht wirklich nicht einen einzigen Tag ohne irgend etwa gezeichnet zu haben…
Dank Martina fand ich wieder zu mir und meinen Zeichnungen zurück!“ Petra
 
„Ich war einfach sprachlos. Ich bin mit wenigen Erwartungen gekommen und wollte einfach mal ausprobieren, ob ich nicht einige neue Impulse sammeln kann.
Das Ergebnis war überwältigend! Du hast mir im großen Haus der Kunst eine Tür zu einem weiten Raum gezeigt und geöffnet.“  Klaus
 

„Ein Workshop bei Martina ist eine Reise zum eigenen, ganz persönlichen zeichnerischen und authentischen Ausdruck und ein echter Befreiungsschlag für angstfreies Zeichnen!“ Alex 

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Wie läuft so ein Workshop eigentlich ab?

Bevor ich diese Frage beantworte, will ich zunächst einmal erklären, wie meine Workshops NICHT ablaufen.

– Es werden KEINE konventionellen Zeichentechniken vermittelt, wie man sie als Lektionen in manchen Lehrbüchern findet, wie z.B. Schraffieren, Graustufenfelder anlegen oder ein Ei unter einer gedachten Lichtquelle von links oben zeichnen.

– Ich gehe NICHT während des Zeichnens herum, um den Zeichnern über die Schulter zu schauen und sie auf sogenannte Fehler aufmerksam zu machen.

– Es geht NICHT um ‚falsch oder richtig‘ oder um ‚besser oder schlechter‘ zeichnen als….

Wenn du jetzt noch Lust hast weiterzulesen, ist ein Workshop, so wie ich ihn anbiete, sehr wahrscheinlich etwas für dich.

Beim ersten Zusammentreffen der Gruppe nennen wir nur unsere Vornamen und es gibt keine dieser üblichen Vorstellungsrunden.
Das ‚Woher‘ und ‚Wohin‘ und ‚Was mache ich sonst noch‘ bleiben draußen vor der Tür.

Ich stelle mir die Runde der Zeichner immer gerne als eine zufällig zusammengewürfelte Gruppe Reisender vor, die für eine gewisse Zeit gemeinsam auf Entdeckungstour gehen.

Im Laufe des Tages bitte ich die Teilnehmer, sich auf verschiedene Zeichenexperimente einzulassen.
Ich erkläre das jeweilige Experiment und los geht´s mit dem Zeichnen – jeder für sich.

Nach einer vorgegebenen Zeit kommen wir wieder zusammen, und wer mag (!), erzählt von seinen Erfahrungen, die er während des jeweiligen Reiseabschnittes sammeln konnte.
Es kommt dann immer zu einem regen Austausch, weil natürlich jeder durch die Erfahrungen der anderen auch Erkenntnisse für sich selbst gewinnen kann.

Auf diese Weise bewegen wir uns zeichnend und miteinander sprechend durch die Säle des Museums.

Die Zeichen-Experimente  sind dazu gedacht, die Zeichner herauszufordern, den Prozess des Zeichnens zu hinterfragen und neu zu erleben.

Das unmittelbare Sehen und Erleben stehen im Mittelpunkt so eines Zeichenworkshops, denn nur, was den Zeichner innerlich beeindruckt, kann er auf seine einzigartige und unvergleichliche Weise auf dem Papier adäquat zum Ausdruck bringen.

Welche Experimente das sind, verrate ich natürlich nicht. Dann wäre ja die Überraschung weg.
Aber am Ende des Tages wird sich für jeden Zeichner etwas verändert haben und für jeden wird es etwas anderes sein.

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Im Urlaub richtig gut zeichnen – 12 Tipps

 bild311. Mit sich selbst konkrete Vereinbarungen treffen

„Ich nehm mir mal Stift und Papier mit, vielleicht komme ich ja zum Zeichnen“, hat noch nie jemand gesagt, bevor er von einer Reise ein volles Skizzenbuch mit nach Hause gebracht hat.
Es gibt immer tausend gute Gründe, warum man dann doch nicht zum Zeichnen gekommen ist.
Das Zeichnen konkret einplanen, wenn man will, dass es „passiert“, ist genauso wichtig wie Fahrradtouren und Museumsbesuche im Voraus zu planen.
„Wann und wo kann ich wie lange zeichnen?“ Diese Fragen muss man sich beantwortet haben, wenn man die Gelegenheiten zum Zeichnen nicht verpassen will.

2. Mit den Mitreisenden konkrete Vereinbarungen treffen

Wenn jemand ungeduldig am Ausgang einer Kirche auf einen wartet, kann man einfach nicht in aller Ruhe die so wundervoll geschnitzte Heiligenfigur zeichnen.
Es ist nur fair seine Mitreisenden vorher darüber zu informieren, dass man an den Orten, die man gemeinsam besucht, zeichnen möchte und dafür zehn Minuten oder eine halbe Stunde oder zwei Stunden benötigt.
Eine konkrete Absprache könnte sich so anhören:
„Ich zeichne hier noch bis halb fünf. Geh´du doch schon mal den Wein fürs Abendessen holen.“
(Es geht doch nichts über eine klare Aufgabenverteilung.)

3. Keine unnötige Materialschlacht

Das Allernötigste ist immer genug. Ein Skizzenbuch und ein Stift können völlig ausreichen und sind ganz sicher ausreichend für den eher noch unerfahrenen Unterwegs-Zeichner.
Noch mehr mitzunehmen, wie Aquarellfarben, zehn Pinsel, fünf Federn und sieben Tintenfässchen, ist nur für denjenigen sinnvoll, der mit all diesen Materialien schon reichlich Erfahrungen gesammelt hat.
Neues, noch unerprobtes Material zum Ausprobieren auf Reisen mitzunehmen, weil man ja sonst keine Zeit dafür hat, ist eine nicht so gute Idee. Wenn man nicht sofort erfreuliche Ergebnisse damit erzielt, tappt man leicht in die Frustfalle und kommt so schnell nicht wieder raus.

4. Das nächstbeste Motiv ist immer das beste Motiv

Wenn man zu lange darüber nachdenkt, was man den jetzt mal schönes zeichnen könnte, gibt man den Zweifeln, die das ganze Unternehmen „unterwegs zeichnen“ soundso von Anfang an abblasen wollten, viel zu viel Zeit überzeugend klingende Argumente vorzubringen.
Und wenn es nur der eigene Schuh ist – mit irgendetwas anfangen und zwar sofort. Das bringt einen zügig und ohne grübelnde Aufschieberei ins Zeichnen.

5. Zeichnen und NUR zeichnen

Wenn man unterwegs zeichnet, zeichnet man….und betrachtet nicht alle fünf Minuten die inzwischen fertigen Arbeiten.
Es ist verführerisch zwischendurch nachzuschauen, was sich schon alles im Skizzenbuch angesammelt hat. Aber wer seine Zeichnungen anschaut, wechselt automatisch in den „Beurteiler“-Modus.
Entweder beurteilt man seine Zeichnungen schlecht, dann will man am liebsten gar nicht mehr weitermachen oder man ist von seinen Zeichnungen begeistert, dann traut man sich an die nächste nicht mehr heran, weil man fürchtet, es noch mal nicht so gut hinkriegen zu können.
Das Anschauen der Zeichnungen hebt man sich am besten für zuhause auf. Dann kann man völlig verblüfft feststellen, wie viel man erlebt hat und wie verdammt gut man zeichnen kann.

6. Ein schöner Rücken kann auch entzücken

Ob auf dem Flughafen oder in der U-Bahn, fremde Menschen zu zeichnen muss man sich erst mal trauen. Dazu gehört schon ein kleines bisschen Mut, zumindest am Anfang.
Es sei ja auch jedem zugestanden, es nicht so toll zu finden, sich von jemandem, der einem gegenüber sitzt und ein Stück Papier vollkritzelt, beobachtet zu fühlen.
Erst mal Menschen nur von hinten zu zeichnen, ist ein guter Anfang. So bekommt man nach und nach ein Gefühl dafür, was man sich als Zeichner traut und wie man es am besten anstellt, unauffällig zu zeichnen, ohne jemandem zu nahe zu treten.

7. Unter der Hand zeichnen

Ein sehr kleines Skizzenbuch, das gut unter eine Serviette passt oder das man, wie zufällig, mit der Hand abdecken kann, gibt einem die Möglichkeit bei Bedarf schnell die Rollen zu wechseln zwischen dem scharfen Beobachter und einem gleichgültig wirkenden Nur-so-in-der-Gegend-Herumschauer.

8. Ein klares Ziel vor Augen

Irgendwo anfangen und dann sehen, wo es weitergeht, geht auch.
Sich aber vor dem Anfangen (schnell!) klar werden, was aufs Blatt soll und was nicht, hilft einem, sich besser zu konzentrieren.
Für kurze Zeit erlaubt man sich, den unübersichtlichen Rest der Welt auszublenden und einfach nichts anderes zu sehen, als seinen selbst gewählten klar abgegrenzten Ausschnitt.

9. Die Augen immer geradeaus

Der seitliche, und damit unter Umständen unauffälligere Blick ist natürlich immer möglich, aber das Zeichnen ist dann schwieriger, weil man das von der Seite Gesehene nicht so ohne weiteres auf das direkt vor einem liegende Papier übertragen kann. Es kommt zu einer verzerrten Wahrnehmung.
Dieses muss einen überhaupt nicht stören. Zeichnen ist, wenn man es trotzdem macht.
Allerdings ist ein Motiv am einfachsten zu erfassen, wenn man sich diesem mehr oder weniger direkt in gerader Linie gegenüber befindet.
Alles, was man mit einem geradeaus gerichteten Blick erfasst, ohne den Kopf zu drehen, kann man auch gut auf ein Blatt Papier übertragen.

10. Zeichnen ist nicht Fotografieren

Der Zeichner kann mit dem Fotografierer nicht mithalten, weder in der Schnelligkeit der Entstehung der Bilder, noch mit der Anzahl. Damit muss der Zeichner sich abfinden. Auch die Motivwahl ist eine andere.
Während es dem Urlaubsfotografierer oft darum geht (oft, aber selbstverständlich nicht immer, bitte schön keine Verallgemeinerungen), Ansichten für Daheimgebliebene zu dokumentieren, geht es dem Zeichner immer nur darum, für sich selbst zu zeichnen.
Späteres Herumzeigen der Zeichnungen ist zwar nicht ausgeschlossen, darf aber niemals der Grund des Zeichnens sein.
An spätere Betrachter gedacht zu haben, ist ganz sicher einer der Hauptgründe, warum auf Reisen dann doch nicht gezeichnet wurde, obwohl man es sich so fest vorgenommen hatte.

11. Noch eine Vereinbarung mit den Mitreisenden

Nein, die Zeichnungen werden, solange man gemeinsam unterwegs ist, nicht gezeigt, auch wenn man noch so inständig darum gebeten wird, und auch, wenn die anderen (Nicht-Zeichner!) das überhaupt nicht verstehen können.
Wer es dennoch tut, ist selbst schuld, wenn ihm a.) das Zeichnen plötzlich keinen Spaß mehr macht, weil er ständig schon die späteren Anschauer und deren vermuteten Vorstellungen von gelungenen Zeichnungen berücksichtigt, und er b.) dann plötzlich findet, dass Zeichnen ja doch immer ein bisschen aufwändig ist und Fotos machen ist ja auch ganz schön.

12. Ansichtskarten kann man kaufen, man muss sie nicht zeichnen

„Ach, das ist ja alles so schön hier, das Panorama, die Berge, das Meer, der Hafen, der Dom.“
Ein reisender Zeichner ist kein gewöhnlicher Tourist und ist deshalb auch nicht mit einem Touristenblick unterwegs.
Der Zeichner, der unterwegs ist, nimmt die Welt wahr, wie sie sich ihm und nur ihm darstellt, wie nur er sie sieht und keiner sonst.
Denn nur weil man im Urlaub ist, muss man keine Ansichtskarten zeichnen.

 

 

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Hör endlich auf, zeichnen lernen zu wollen

bild27Vor einiger Zeit schrieb mir eine Künstlerin, die sich „autodidaktisch“ fortbildet, sie habe ihre Arbeiten

„mit bangem Herzen“ einem Dozenten einer Kunstschule gezeigt.
Er knallte ihr so etwas entgegen wie „lernen Sie erst mal zeichnen“.
„Ihr Traum“, dass in ihr eine „verkannte Künstlerin schlummert“, so schreibt sie, „sei erst mal ausgeträumt.“
Sie habe nun angefangen Zeichnen zu üben was das Zeug hält, aber mit jedem Tag würde alles nur noch schlimmer werden.
Ihre Zeichnungen würden immer „dilettantischer“ und „schwächer.“Wenn ich so etwas lese, zieht sich mir mein Herz zusammen.
Was für eine große Traurigkeit, was für ein Schmerz. So unnötig.

Folgendes habe ich ihr geantwortet:

Ach, meine liebe L., was machst du es dir so schwer? Und wofür? Damit dir irgendwann irgendein Dozent sagt:
„Aber Hallo, Frau L., Sie sind ja eine Künstlerin! Herzlichen Glückwunsch.“
Ich weiß, dass hört sich nicht sehr nett an. Aber ich sage das, weil ich, genau wie du, viel zu lange dachte, jemand anderes hätte darüber zu entscheiden, ob ich eine Künstlerin bin oder nicht.Wer viel fragt, bekommt viel geantwortet.
Die Antworten haben NIE etwas mit dem Fragenden zu tun, sondern immer nur mit dem, der die Antwort gibt.
Mit der Antwort „erst mal zeichnen lernen“ bist du noch gut weggekommen. Es hätte schlimmer sein können. Der Dozent hätte an diesem Tag auch gerade Bauchweh haben können und dann hätte er vielleicht gesagt:
„Um Gottes Willen, ihr Zeug ist ja grauenvoll, nehmen sie nie mehr einen Pinsel in die Hand.“
Womöglich hättest du ihm geglaubt, und, und, und…. das mag man sich gar nicht ausdenken.
Wie du ja selbst sagst, du glaubst, in dir könnte eine „verkannte“ Künstlerin stecken.
Wenn hier irgendjemand dich „verkennt“, dann bist nur du selbst es.
KEIN Mensch, in dem KEIN Künstler steckt, denkt sich: Och, wer weiß, vielleicht steckt ja ein verkannter Künstler in mir.
Nein, nein. Nur diejenigen, denen das Künstlersein FEHLT, die sich danach SEHNEN einer zu sein, nur diese sind Künstler.
Das Künstler-Sein erkennen, es also nicht zu „ver-kennen“, das musst du selbst tun, das kann keiner für dich übernehmen.
Ich bin die Letzte, die jemandem sagen würde, hör auf zu zeichnen.
Ich sage dir aber:
HÖRE AUF, ZEICHNEN ZU LERNEN.
Stattdessen mach´ was ganz anderes:

ZEICHNE!!!!!Fang´ an zu zeichnen.


Mach´ dich auf den Weg, DEIN Zeichnen zu ENTDECKEN
.
Sei bereit, DEIN Zeichnen schätzen zu lernen und kennenzulernen.
Du wirst dann erleben, wie du zeichnen musst, damit es sich für dich gut anfühlt, was du ausprobieren willst, was du magst und was nicht.
Ganz wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass es beim Zeichnen nicht darum geht, der Erwartungshaltung anderer zu entsprechen. Denn ist es nicht genau diese Erwartungshaltung, die einen überhaupt dazu bringt, dieses Zeichnen „lernen“ zu wollen, wie „man“ es eben zu lernen hat? Eine Erwartungshaltung, die man nur allzu leicht mit der eigenen verwechselt, weil man sich doch auch in anderen Lebensbereichen, ganz unbewusst, daran gewöhnt hat, seine eigenen Vorstellungen und Ideen, nach dem Erfahrungs- und Vorstellungshorizont anderer auszurichten.
Vielleicht bist Du so wütend und ungeduldig mit deinen Zeichnungen, weil sie etwas sein sollen, was sie nicht sein können.
Sehr wahrscheinlich willst Du Zeichnungen machen, die so aussehen, als seien sie von jemand anderem. Aber auch wie dieser „andere“ zeichnet, weißt du gar nicht so genau und deshalb weißt du auch nicht genau, wie deine Zeichnungen aussehen sollten, damit du sie akzeptieren könntest.

DEINE Zeichnungen werden aber immer so aussehen wie DEINE Zeichnungen.

Deine Zeichnungen werden sich im Laufe deines Zeichnens, während du immer mehr Erfahrungen sammelst im Zeichnen, verändern, aber sie werden immer so aussehen, wie deine.
Und genau so muss es sein.

Die Welt interessiert nicht, wie du zeichnest, wenn du versuchst, wie jemand anderes zu zeichnen.
Die Welt will sehen, wie Du zeichnest, mit allem Drum und Dran, mit allem Dilettantismus und aller Genialität. Und beides ist untrennbar miteinander verbunden.

In deinem „Dilettantismus“ kann ich deine Genialität erkennen.
Und Gott bewahre mich davor, dass ich dann versuche, so zu zeichnen wie du, weil ich deine Zeichnungen so genial finde.

Und noch was: Hör auf Künstlerin sein zu wollen. Das bist du schon längst.
Du bemühst dich etwas zu werden, was du schon längst bist.
Und zwar unabhängig davon, ob du oder jemand anderes gut oder anerkennenswert findet, was du machst. Du verbrennst deine Energie an der falschen Feuerstelle.

Kaum etwas steht dem Kunstschaffenden mehr im Weg, als der Wille Kunst schaffen zu wollen.

Aus dem Machen entsteht die Kunst, nicht aus dem Wollen –
aus dem gleichgültigen Zeichnen, aus dem gleichgültigen Malen, aus dem gleichgültigen Gestalten.
Der Kunst ist alles, was du tust, gleich gültig, alles ist ihr gleich viel wert.

Wenn du deine Kunst zulässt, geschehen lässt, dann BIST du eine Künstlerin.Zeichne, male, sei DU.

 

 

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Ein fast gemütlicher Zeichennachmittag

lesen6Manchmal ist man mit sich und seinen Zeichnungen so unzufrieden oder wütend, dass man am liebsten diesen verdammten Zeichenblock hinschmeißen möchte oder zumindest die letzte Zeichnung einfach zerreißen will.

Neulich hatte ich so einen Wutanfall. Ich wollte meinen Mann beim Lesen zeichnen. Ich sehe ihn so gut wie nie irgendwo einfach so dasitzen und Modell sitzen will er auch nicht – ich vermute, weil er eben keine 10 Sekunden still sitzen kann. Und dann dieser Glücksfall. Es war ein sonniger Nachmittag, er nimmt sich ein Magazin und lässt sich damit auf dem Liegestuhl nieder.

Ich beginne zu zeichnen, von ihm unbemerkt. Doch was macht dieser Mensch? Er dreht und wendet sich, mit dem Magazin in den Händen und es dabei lesend. Er wirft sich auf diese Seite, dann wieder auf die andere, er streckt das Bein aus und hebt den Arm über den Kopf. So geht es minutenlang. Ich zeichne weiter und fange an innerlich zu kochen. Blöd, ich weiß, aber ich war so enttäuscht, dass ich ihn noch nicht mal lesend, „einfangen“ konnte. Wie kann man denn nur beim Lesen derart rumhampeln? Schließlich sagte ich zu ihm, und ich glaube nicht, dass meine Stimme allzu scharf geklungen hat, „würdest du bitte mal für eine Minute still halten?“

„Warum, ich mach doch nichts“, gab er zurück, streckte seine Beine aus, rieb sich die Stirn und las weiter.

„Okay“, sagte ich, „bitte, das eine Mal. Nur einmal. Entscheide dich für eine bequeme Haltung, bleib so mal für eine Minute.“Er brummte, faltete das Magazin nach hinten und fragte: „Ist es so recht?“ – „Ja.“

„Ich habe eine Mücke im Ohr, ich muss mich kratzen“, war das nächste, was er sagte, und zwar keine drei Sekunden später, und schon drehte er den Kopf, richtete sich auf….

und dann habe ich das Blatt vom Block gerissen und es in lauter kleine Teile zerrupft. Ende mit Zeichnen.

Als ich dann später die Schnipsel in meiner Tasche fand, spürte ich wieder dieses Unbehagen. Es war so etwas in die Richtung, na, dieses Zeichnen ist ja mal so richtig schief gegangen.

Wenn ich den Zeichenblock einfach zugeklappte hätte, würden mich diese Skizzen nun an einen gemütlichen Nachmittag mit meinem zappeligen Mann erinnern. Aber nein, ich musste ja unbedingt etwas „Wollen“. Ich „wollte“ nämlich unbedingt zeichnend diesen gemütlichen Nachmittag festhalten. Ha!

DAS war gründlich schief gegangen, nicht das Zeichnen.

 


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Warum die Bilder im Kopf nicht aufs Papier gehören.

Neulich eine Email mit einer Frage:

„Bilder im Kopf…immer wieder…aber ich schaffe es nicht sie umzusetzen und auf´s Papier zu bringen…Rat? S.“

Meine Antwort:

Liebe S., ja, ich weiß, es wird immer wieder behauptet, es sei Kunst, wenn man das, was man sich (im Kopf) vorstellt, ganz genau zu Papier bringen kann. Diese Annahme ist so weit verbreitet, weil sehr viele einfach nicht mehr als das können wollen.

Mein Rat? Lass deine Bilder im Kopf – denn sie gehören dort hin, wo sie entstanden sind, nämlich im Kopf.

Es sind sicher wunderbare Bilder und dein Verstand denkt sie sich aus, weil er dadurch deine, dir innewohnende Kreativität zum Ausdruck bringt. Das ist auch gut so.

ABER: diese Bilder in deinem Kopf haben nichts mit den Bildern zu tun, die du in deinem Herzen hast. Zu diesen Bildern hast du vom Verstand her, also über den Kopf, keinen Zugang.

Deshalb weißt du sehr wahrscheinlich gar nicht, dass es diese Bilder gibt. Diese Bilder kannst du dir sichtbar machen, aber NUR und ausschließlich auf dem Papier. Wenn sie auf dem Papier erscheinen, lernst du sie selbst erst kennen.

Diese, DEINE Bilder, die unsichtbar in dir sind, musst du erlauben auf dem Papier zu entstehen. Sie trauen sich aber nur hervor, wenn sie sich bei dir sicher aufgehoben fühlen. Wenn du es dir angewöhnt haben solltest, das meiste, was du zeichnest, erst mal überkritisch zu beurteilen bzw. zu verurteilen, dann ist es deinen wahren inneren Bildern viel zu gefährlich, sich auf dem Papier zu zeigen.

Ich rate dir, schaff dir ein dickes Skizzenbuch an und zeichne nach der Natur.

Blätter die Seiten um und schaue dir deine Zeichnungen erst wieder an, wenn du das ganze Skizzenbuch voll gezeichnet hast. Ja, das ist schwierig durchzuhalten – nicht das Zeichnen, sondern das nicht Nachschauen, denn man hat sich ja so daran gewöhnt, sofort zu kontrollieren, wie es geworden ist. Du musst dich aber darin üben (wieder: nicht im Zeichnen, das geht von alleine) – du brauchst Übung darin, nicht automatisch auf deine Zeichnungen bewertend zu reagieren. Lass deine Zeichnungen eine nach der anderen entstehen, so selbstverständlich wie Äpfel vom Baum fallen. Wenn du das tatsächlich machst und 2 oder 3 Skizzenbücher lang durchhältst, verspreche ich dir, wirst du zu deinen Zeichnungen und zu dem, was du durch Kunst (malen oder zeichnen) ausdrücken willst, eine ganz neue Beziehung haben.

Du wirst dann nicht mehr vom Kopf ausgehend arbeiten wollen, weil inzwischen dein Herz die Gelegenheit hatte, sich dir auf dem Papier zu offenbaren. Deine Themen, deine Motive werden sich dir aufdrängen, weil sie wissen, dass sie bei dir in guten Händen sind.

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