Zeichenworkshop in Köln am Samstag, 21. Mai 2016 – nur noch 2 Plätze frei

Köln Museum„Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen“

Workshop in Köln

im Römisch-Germanischen Museum

am Samstag, 21. Mai 2016
von 10.30 Uhr bis 15.30/16.00 Uhr

– nur noch 2 Plätze frei –

HIER geht es zu den Informationen für die Anmeldung.

Dieser Zeichentag wird dich dazu inspirieren mit deiner eigenen Art des zeichnerischen Ausdrucks wieder intensiven Kontakt aufzunehmen.

Wenn du dir deines eigenen unvergleichlichen Ausdrucks „selbst bewusst“ wirst, fällt es dir leicht, den inneren Kritiker zu überhören und wieder „selbstbewusst“ und mit Begeisterung zu zeichnen.

Du kannst deine Zeichnungen mühelos entstehen lassen, ohne den Entstehungsprozess ständig kritisch zu kontrollieren und zu hinterfragen.

Ich zeige dir, wie du unmittelbar sehen kannst und wie dir ausdrucksstarke und authentische Zeichnungen gelingen, die keinen Vergleich scheuen müssen, weil sie einzigartig und unvergleichlich sind.

Wenn du am Workshop „Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen“ am Samstag, 21. Mai teilnehmen möchtest, findest du HIER die Anmeldeinformation.

Köln 13. Februar 2016 - 1

Das ist das Abschlußfoto der großartigen Gruppe, die sich im Februar in Köln zusammengefunden hat.
Wie man sieht, waren alle, auch nach mehr als 5 Stunden zeichnen, noch sehr gut gelaunt.

von li.: Alexandra, Ruth, René, Eva, Kirsten, Martina, Michael, Regina, Daniel, Laura

(Übrigens: Bevor ich so ein Foto veröffentliche, bekommt jeder Einzelne der Abgebildeten das Foto zu sehen und wird gefragt, ob er oder sie mit einer Veröffentlichung einverstanden ist. Erst wenn alle ihren Segen gegeben habe, wird das Foto gezeigt und wenn nicht, dann nicht. Das ist selbstverständlich.)

Wie läuft so ein Workshop eigentlich ab?

Das ist eine berechtigte Frage und ich will sie hier gerne beantworten.

Zunächst allerdings will ich erst mal erklären, wie meine Workshops NICHT ablaufen:

– Es werden KEINE konventionellen Zeichentechniken vermittelt, wie man sie als Lektionen in manchen Lehrbüchern findet, wie z. B. Schraffieren, Graustufenfelder anlegen oder ein Ei unter einer gedachten Lichtquelle von links oben zeichnen.

– Ich gehe NICHT während des Zeichnens herum, um den Zeichnern über die Schulter zu schauen und sie auf sogenannte Fehler aufmerksam zu machen.

– Es geht NICHT um ‚falsch oder richtig‘ oder um ‚besser oder schlechter‘ zeichnen als….

Wenn du jetzt noch Lust hast weiterzulesen, ist ein Workshop, so wie ich ihn anbiete, vielleicht tatsächlich etwas für dich.

Die Zeichenworkshops finden jeweils in einem Museum in Frankfurt, München, Köln oder Wien statt, in Frankfurt auch im Zoo.

Beim ersten Zusammentreffen der Gruppe nennen wir nur unsere Vornamen und es gibt keine dieser üblichen Selbstvorstellungsrunden.
Ich möchte, dass das ‚Woher‘ und ‚Wohin‘ und das ‚Was mach ich sonst noch‘ draußen vor der Tür bleibt.

Ich stelle mir die Runde der Zeichner immer gerne als eine zufällig zusammengewürfelte Gruppe Reisender vor, die sich vorgenommen haben, für eine gewisse Zeit gemeinsam Entdeckungen zu machen.

Im Laufe des Tages bitte ich die Teilnehmer, sich auf verschiedene Zeichenexperimente einzulassen.
Ich erkläre das jeweilige Experiment und los geht’s mit dem Zeichnen, jeder für sich.

Nach einer vorgegebenen Zeit kommen wir wieder zusammen, und wer mag(!), erzählt von seinen Erfahrungen, die er während des jeweiligen Reiseabschnittes sammeln konnte.

Es kommt dann immer zu einem regen Austausch, weil natürlich jeder durch die Erfahrungen der anderen auch Erkenntnisse für sich selbst gewinnen kann.

Auf diese Weise bewegen wir uns zeichnend und miteinander redend durch die Säle des Museums.

Die Zeichen-Experimente sind dazu gedacht, die Zeichner herauszufordern, den Prozess des Zeichnens zu hinterfragen und neu zu erleben.

Das unmittelbare Sehen und Erleben stehen im Mittelpunkt so eines Zeichenworkshops, denn nur, was den Zeichner innerlich beeindruckt, kann er auf seine einzigartige und unvergleichliche Weise auf dem Papier auch adäquat zum Ausdruck bringen.

Welche Experimente das sind, verrate ich natürlich nicht. Dann wäre ja die Überraschung weg.

Aber am Ende des Tages wird sich für jeden Zeichner etwas verändert haben und für jeden wird es etwa anderes sein.

HIER findest du die Anmeldeinformationen

– nur noch 2 Plätze frei –

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Das sagen Teilnehmer früherer Workshops:

„Ich hatte meinen ersten Workshop mit Martina in Frankfurt… damals nach einer sehr langen Zeichenpause… Mittlerweile gönne ich mir mein eigenes kleines Atelier und es geht wirklich nicht einen einzigen Tag ohne irgend etwa gezeichnet zu haben…
Dank Martina fand ich wieder zu mir und meinen Zeichnungen zurück!“
Petra

„Ich war einfach sprachlos. Ich bin mit wenigen Erwartungen gekommen und wollte einfach mal ausprobieren, ob ich nicht einige neue Impulse sammeln kann.
Das Ergebnis war überwältigend! Du hast mir im großen Haus der Kunst eine Tür zu einem weiten Raum gezeigt und geöffnet.“
Klaus

„Ein Workshop bei Martina ist eine Reise zum eigenen, ganz persönlichen zeichnerischen und authentischen Ausdruck und ein echter Befreiungsschlag für angstfreies Zeichnen!“
Alex

„Seid dem Workshop gehe ich nicht mehr ohne Papier und Stift aus dem Haus…manchmal zeichne ich nur mit den AUGEN, aber ich habe einen neuen Zugang zum Zeichnen gefunden…dank Dir.“
Ruth

„Du hast uns einfach zum Zeichnen gebracht, man könnte fast sagen ‚verführt‘ und dabei jeden so genommen, wie er ist, ohne zu vergleichen und zu beurteilen. Ich bin fast nach hause getanzt, weil ich so beschwingt war.“
Alex

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„Ein Workshop bei Martina ist eine Reise zum eigenen, ganz persönlichen zeichnerischen und authentischen Ausdruck und ein echter Befreiungsschlag für angstfreies Zeichnen.“ Alex 

IMG_0979 - Kopie

Crashkurs „Rose zeichnen“

Rose260Wenn du eine Rose zeichnest, halte Ausschau nach dem, was nicht nach Rose aussieht.

Was fällt dir an deiner Rose auf, unabhängig davon, dass es eine Rose ist?

Suche nach etwas, von dem du nicht wusstest, dass du es sehen würdest.

Was ist an dieser Rose für dich völlig neu?

Vergiss, dass es eine Rose ist.

Zeichne!

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Meine mir unbekannten Jazz-Zeichnungen

sax no. 96

Jedes Jahr mache ich unzählige Jazz-Zeichnungen. Die meisten sind nicht sehenswert. Aber trotzdem sind sie wichtig. Sie müssen entstehen, damit die jeweils nächste Zeichnung entstehen kann.

Es ist immer die “nächste” Zeichnung, die es gilt zu zeichnen, damit jene Zeichnungen entstehen können, die dann doch des Sehens wert sind.

Diese Zeichnungen entstehen, so erlebe ich es, ohne mein Zutun. Ich selbst mache immer nur die Zeichnungen dazwischen, weil ich eben zeichne. Aber immer wieder mal schmuggelt sich, von mir unbemerkt, eine Zeichnung dazwischen, die ich nicht so einfach überblättern kann, wenn ich mir, Wochen später, den Inhalt eines Zeichenblocks anschaue.

‘Wo kommt die denn her? Hat die mir jemand unter geschoben? Die habe ich ja noch nie gesehen.’

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schwarzweiß

hand-vor-schwarzem-hintergrund - Klein

Gut machen oder schlecht machen sind beim Kunst machen keine relevanten Kriterien, sondern nur DAS überhaupt MACHEN. Indem man seine Arbeit macht, gibt man der Kunst, die erschaffen werden will, die Möglichkeit in die Welt zu kommen. Dieses Gut/Schlecht wird von Menschen aufrechterhalten, die nur in Schwarzweiß denken und glauben, das Leben und die Kunst sei ein großer Wettbewerb, und weil sie auf diese Weise so tun können, als seien sie vorne dran. Manche brauchen das. Viele Künstler glauben, dass sie eine Art Verpflichtung haben, sich selbst am strengsten zu bewerten, damit keiner ihnen nachsagen kann, sie bemühten sich nicht genug oder ihre Arbeit sei zu flach, wenn sie sich nicht mindestens dafür seelisch zerfleischen. Das ist so ein großer und tragischer Mist.
Ich bitte dich, zeichne, male, gestalte soviel du kannst und wie NUR DU es kannst und sorge dafür, dass es dir dabei gut geht.

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Unmittelbar sehen

Portrait Frau - Kopie

Beim Zeichnen nach der Natur gibt es ein grundlegendes Problem:

wie nehmen die Dinge um uns herum nicht in ihrer ganzen Wahrheit wahr. Wir sehen sie immer nur flüchtig und ungenau. Wir bemerken sie quasi nur im Vorübergehen.

Warum ist das so?

Weil wir meistens nicht UNMITTELBAR SEHEN. Es steht immer etwas zwischen uns und dem Motiv, das wir zeichnen wollen, das uns den Blick verstellt.

Es sind wir selbst und unsere Gedanken, die uns im Weg stehen.

Alles, was wir um uns herum sehen, wird von unseren Gedanken gefiltert. Wir sehen nicht alles WIE es ist, wir sehen alles, wie wir denken, dass es ist.

Man kann sich diesen Filter auch wie einen halb transparenten Schleier vorstellen, der sich auf alles legt, was wir sehen und was wir erleben.

Dieser Schleier ist gewebt aus unseren Bewertungen, Vermutungen und Vorurteilen.

Bei allem, was wir anschauen, sehen wir immer noch etwas, nämlich das, was wir darüber denken oder was wir denken, was andere darüber denken oder was wir denken, was wir denken sollten.

Es ist genau dieser Schleier, der uns oft glauben macht, zeichnen sei schwierig.

Auch wenn dieser Gedankenschleier zu unserer menschlichen Natur gehört und wir ihn nie ganz los werden können, kann man ihn zur Seite schieben, und sei es auch nur für kurze Momente.

In diesen besonderen Momenten können wir UNMITTELBAR SEHEN.

Wir können dieses klare und unverstellte Sehen erleben, wenn wir HIN-sehen.

Das HIN-sehen gelingt uns dann, wenn wir von uns ab-sehen.

Dieses HIN-sehen ist zu vergleichen mit einem direkten auf etwas zugehen. HIN-sehen ist Hingehen mit den Augen.

In diesem Moment des HIN-sehens geht es (endlich mal) nicht mehr um uns. Es geht nicht mehr darum, was wir gerade wollen (gut zeichnen), was wir erwarten (eine umwerfende Zeichnung) oder was wir denken (ich kann das nicht)

Beim HIN-sehen gehe ich aus mir heraus, ich verlasse mich selbst, als den Mittelpunkt meines Interesses.

Wenn ich von mir selbst absehe, SCHENKE ich dem Motiv meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit.

Es ist jene Aufmerksamkeit, die üblicherweise meiner eigenen Person gilt.

Für dieses Geschenk der uneingeschränkten Aufmerksamkeit, werden wir vom Motiv großzügig belohnt.

Plötzlich ist es möglich, das Motiv als das zu sehen, was es ist.

Ich erkenne dessen einzigartige Existenz in diesem einzigartigen Augenblick.

In solchen Momenten können wir dem Motiv, dem, was es uns sagt, leicht und losgelöst mit dem Stift auf dem Papier unverstellt antworten.

Das Motiv hat sich uns offenbart.

Man kann diese besonderen Momente des gelüfteten Schleiers nicht erzwingen, aber man kann ganz ungezwungen darauf zugehen und die Wahrscheinlichkeit, sie zu erleben, aktiv erhöhen.

Es bedarf dafür gar nicht viel.

Hier ein paar gut wirksame „Tricks“:

  1. Viel zeichnen
  2. Trotzdem zeichnen (jeder hat da sein eigenes „trotzdem“)
  3. Seine eigenen Zeichnungen nie und niemals runtermachen, nicht nur nicht vor anderen, sondern auch vor sich selbst nicht.
  4. Für jede einzelne Zeichnung dankbar sein, unabhängig davon, was man gerade darüber denkt.
  5. Jedem Motiv, sei es ein tatsächliches Wunder der Natur oder irgendwas Profanes, mit Staunen begegnen. („Wow. so also sieht das aus“).

Das Zeichnen selbst nämlich ist gar nicht schwierig, nur diese festgefahrenen Gedanken darüber loszuwerden, z. B. zu denken, Zeichnen sei schwierig, ist nicht immer ganz leicht.

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laaaangweilig

erschöpfter Paris-Tourist auf dem Heimflug

Es wird ja oft und gern behauptet, man sei erst dann eine gute Zeichnerin, ein guter Zeichner, wenn man mindestens fotorealistisch zeichnen kann. Die Zeichnungen sollen so aussehen wie „echt“. Leider wird das dann auch noch häufig mit Kunst verwechselt.
Zeichner, die sich mit dieser Vorstellung ans Werk machen, merken vielleicht gar nicht, dass sie da an einem langweiligen Wettbewerb teilnehmen, nämlich wer kann am besten kopieren.
Abgesehen davon ist dieser Wettbewerb absurd, denn mit Zeichnen kann man auch mit der größten Anstrengung nichts kopieren.
Nichts kann gezeichnet werden, das mit einem originalen Gegenstand verwechselt werden könnte.
Mit Zeichnen kann man leider „nur“ Neues erschaffen, aber merkwürdigerweise ist das vielen nicht genug.

Wer zeichnet, nur um „wie in echt“ zu zeichnen, bringt sich um alles, was das Zeichnen tatsächlich zu bieten hat, nämlich sein ganz eigenes Sehen zu entdecken und seinen ganz unverwechselbaren Ausdruck zu Papier zu bringen.

Wer nicht MEHR will, als nur wie „in echt“ zu zeichnen, hat sich ein kurzes Ziel gesteckt und wird es vielleicht trotzdem vor lauter Langeweile und Frustration nicht erreichen.
Wer aber bereit ist, sich schon von Anfang an mit Offenheit und Experimentierfreude auf den Weg zu machen, der wird nicht aufhören Neues zu entdecken und vor allem zu ERLEBEN.

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Mrs. Woolf

Virginia woolf„Aber es ist zu früh, um schon wegzugehn“, entgegnete Mrs. Dalloway, die immer so reizend nett war.“

Genau, wiedermal Mrs. Dallowy lesen, denke ich mir, weil sie so reizend ist und das Buch ganz zauberhaft.

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