Egal wie und egal was

Zeichnen ist nicht schwierig. Es ist manchmal schwierig anzufangen. Es ist schwierig, sich zu überwinden, es tatsächlich zu tun.
Beim Zeichnen lässt man sich darauf ein, etwas Unvorhersehbares zu tun.
Das macht Angst.
Deshalb ist es das Allerwichtigste ins Tun zu kommen, egal wie und egal, was man zeichnet.
Zuerst den Stift in die Hand nehmen und ihn übers Papier bewegen.
Wenn man so weit ist, hat man den schwierigen Teil hinter sich.

Um zu zeichnen, braucht man keine Idee

Um zu zeichnen, braucht man keine Idee. Du beginnst einfach damit, was direkt vor dir steht, wo immer du gerade zeichnen möchtest.

Alles ist des Zeichnens wert, ob es die Computermaus ist, der Kaffeebecher oder Wiesenblumen in einem Wasserglas.

Beginne mit irgendetwas und wenn du erst einmal tatsächlich angefangen hast, willst du gar nicht mehr aufhören, denn du wirst plötzlich so viel entdecken, was du alles zeichnen willst.

Porträtzeichnen – spontan und intuitiv, 3-tägiger Kurs, nur noch 1 Platz frei

Porträtzeichnen mit Martina Wald

3-tägiger Kurs in der Kunstakademie Eigenart in Bad Heilbrunn/Landkreis Bad Tölz

vom 27. bis 29. September 2019

– nur noch 1 Platz frei –

Kursgebühr für 3 Tage: 275 Euro

Für mehr Informationen und Anmeldung bitte diesem Link folgen.

Ich weiß, alle sagen Porträt zeichnen sei schwierig. Und ich verstehe auch warum.

Das Gesicht eines Menschen zu zeichnen ist tatsächlich etwas Besonderes.
Bei Blumen und anderen Dingen kann man improvisieren, da kommt es ja nicht so drauf an, könnte man denken, aber bei einem Gesicht – das muss sitzen oder man lässt es lieber gleich.

Schade. Man verpasst so viel.

Denn gerade das Zeichnen eines anderen Menschen kann ganz besonders viel Freude machen.

Am Freitag, den 27. September beginnt ein 3-tägiger Kurs in der Akademie Eigenart in Bad Heilbrunn (nur 50 km von München entfernt) und es ist noch 1 (!) Platz frei.

In diesem Workshop werden wir nicht exakt messen und nicht krampfhaft versuchen, alles richtigzumachen, sondern wir zeichnen spontan und intuitiv.

Und das macht den Unterschied.

Trotzdem – oder gerade deswegen – werden wundervolle einfühlsame und stimmige Porträts entstehen.

Spontanes Zeichnen bedeutet, es wird nicht lang geplant und vorbereitet.

Es gibt keine Vor-Zeichnungen, nach denen das endgültige Porträt gezeichnet wird.

Beim spontanen Zeichnen wird der unmittelbare Eindruck, den man von einem Menschen in diesem Moment erhält, unmittelbar auf dem Papier zum Ausdruck gebracht – also direkt von den Augen in die Hand aufs Papier.

Intuitives Zeichnen bedeutet, wir nähern uns der Sache nicht mit dem Verstand, also nicht mit einem rational erworbenen Vorwissen, sondern mit dem Vertrauen, dass sich Hand und Auge sehr gut verstehen.

Die Hand bringt den Eindruck zu Papier, ohne dass ihr der Verstand dazwischen redet.

Für diese Vorgehensweise ist es eine Grundvoraussetzung, dass wir in diesen drei Tagen die Wörter „falsch“ und „Fehler“ aus unserem Wortschatz streichen.

Du wirst merken, wie gut das tut und wie leicht das Porträt zeichnen wirklich ist.

Denn es ist nicht schwierig, ein Porträt zu zeichnen, wenn man bereit ist, sich auf einen anderen Menschen einzulassen, wenn man bereit ist, diesem anderen Menschen tatsächlich zu begegnen.

Wenn du also Lust hast, endlich mal locker und entspannt Porträts zu zeichnen, würde ich mich freuen, dich in Bad Heilbrunn zu treffen.

1 Platz ist noch frei!

Telefonisch anmelden kannst du dich unter der Nummer
0176 – 42 07 52 05
Die Kursgebühr beträgt 275 Euro für drei Tage.
Mehr Informationen findest du auf der Webseite der Akademie Eigenart

Der Radiergummi ist ein falscher Freund

Der Radiergummi lässt dich glauben, mit seiner Hilfe wirst du zum besseren Zeichner, weil er ja jeden Fehler ungeschehen machen kann.
Er wartet aber nur geradezu auf Fehler. Er ermahnt den Zeichner, sich beim Zeichnen nicht zu sicher zu fühlen, denn es ist jeden Moment mit einer (Zeichen-)Katastrophe zu rechnen.
Der Radiergummi will nichts gelten lassen, was mit seiner vorgefassten Meinung nicht übereinstimmt.
Er stuft automatisch alles als Fehler ein, was er nicht sofort einordnen kann.
Etwas Unvorhergesehenes wird er nie zulassen
Der Radiergummi hilft uns nicht beim Zeichnen, er frustriert und verunsichert.

Zeichnen ist nichts anderes, als Zeichen erfinden, die uns nicht nur „etwas“ erkennen lassen, sondern die in uns ein entsprechendes Gefühl dafür wachrufen.
Wenn man während des Zeichnens mit einer Linie nicht einverstanden ist, zeichnet man diese Linie neu auf die vorherige.

Das ist keine Korrektur, sondern eine Ergänzung, ausgelöst durch einen weiteren Blick, durch den ein weiteres Zeichen aufs Papier kommt und das die Zeichnung zum Leben erweckt.