Zeichenworkshop in Wien am 28. Juli 2018 – nur noch 1 Platz frei

„Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen“

Workshop am Samstag, 28. Juli 2018

in Wien

im Naturhistorischen Museum

nur noch 2 Plätze frei

nur noch 1 Platz frei

10.30 Uhr bis 15.30 Uhr

(plus eine halbe Stunde extra bei Bedarf)

 Dieser Zeichentag wird dich dazu inspirieren mit deiner eigenen Art des zeichnerischen Ausdrucks wieder intensiven Kontakt aufzunehmen.

Wenn du dir deines eigenen unvergleichlichen Ausdrucks „selbst bewusst“ wirst, fällt es dir leicht, den inneren Kritiker zu überhören und wieder „selbstbewusst“ und mit Begeisterung zu zeichnen. Du kannst deine Zeichnungen mühelos entstehen lassen, ohne den Entstehungsprozess ständig kritisch zu kontrollieren und zu hinterfragen.

Ich zeige dir, wie du unmittelbar sehen kannst und wie dir ausdrucksstarke und authentische Zeichnungen gelingen, die keinen Vergleich scheuen müssen, weil sie einzigartig und unvergleichlich sind.

 

HIER findest du die Informationen zur Anmeldung

 

Das sagen Teilnehmer früherer Workshops:

„Du hast uns einfach zum Zeichnen gebracht, man könnte fast sagen ‚verführt‘ und dabei jeden so genommen wie er ist, ohne zu vergleichen und zu beurteilen. Ich bin fast nach hause getanzt, weil ich so beschwingt war.“
Alex
„Du hast wirklich eine wundervolle Art zu motivieren, so ganz unkompliziert an das Zeichnen heranzugehen.“
Marko
„Vielen Dank für die viele Mühe, die du dir gemacht hast, um diesen Workshop zu einer Erfahrung zu machen, die mir sehr lange im Gedächtnis bleiben und meine Sichtweise des Zeichnens ganz bestimmt nachhaltig beeinflussen wird.“
Anja
„Der Tag hat einen riesigen Spaß gemacht. Die Atmosphäre, die Struktur des Ablaufs und auch die Gruppe fand ich perfekt.“
Manuela
“Es war ein wunderbarer Workshop. Erledigt, aber überglücklich und voll mit neuen Eindrücken habe ich meine Heimreise angetreten.”
Beate
„Es war für mich ein Meilenstein auf meinem Zeichenweg. Es gibt für mich ein davor und danach.
Du hast mir so eine innere Freiheit geschenkt, dass ich fast nach Hause geflogen bin.“
Johannes
„Der Workshop hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch die kleinen guten Tricks, die so gerne in Vergessenheit geraten, und dann zu erleben, dass es funktioniert. Da ist man von den eigenen Zeichnungen überrascht.“
Sabine

 „Dein sehr einfühlsames und stressfreies Eingehen, auch auf die schüchterneren Teilnehmer, fand ich besonders wohltuend. Und die Aufgaben, die Du mitgebracht hast, waren natürlich klasse!“ Julia

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Wie läuft so ein Workshop eigentlich ab?

Zunächst will ich  erklären, wie meine Workshops NICHT ablaufen:

– Es werden KEINE konventionellen Zeichentechniken vermittelt, wie man sie als Lektionen in manchen Lehrbüchern findet, wie z. B. Schraffieren, Graustufenfelder anlegen oder ein Ei unter einer gedachten Lichtquelle von links oben zeichnen.

– Ich gehe NICHT während des Zeichnens herum, um den Zeichnern über die Schulter zu schauen und sie auf sogenannte Fehler aufmerksam zu machen.

– Es geht NICHT um ‚falsch oder richtig‘ oder um ‚besser oder schlechter‘ zeichnen als….

Wenn du jetzt noch Lust hast weiterzulesen, ist ein Workshop, so wie ich ihn anbiete, vielleicht tatsächlich etwas für dich.

Die Zeichenworkshops finden jeweils in einem Museum in Frankfurt, München, Köln oder Wien statt.

Beim ersten Zusammentreffen der Gruppe nennen wir nur unsere Vornamen und es gibt keine dieser üblichen Selbstvorstellungsrunden.
Ich möchte, dass das ‚Woher‘ und ‚Wohin‘ und das ‚Was mach ich sonst noch‘ draußen vor der Tür bleibt.

Ich stelle mir die Runde der Zeichner immer gerne als eine zufällig zusammengewürfelte Gruppe Reisender vor, die sich vorgenommen haben, für eine gewisse Zeit gemeinsam Entdeckungen zu machen.

Im Laufe des Tages bitte ich die Teilnehmer, sich auf verschiedene Zeichenexperimente einzulassen.
Ich erkläre das jeweilige Experiment und los geht’s mit dem Zeichnen, jeder für sich.

Nach einer vorgegebenen Zeit kommen wir wieder zusammen und wer mag(!), erzählt von seinen Erfahrungen, die er während des jeweiligen Reiseabschnittes sammeln konnte.

Es kommt dann immer zu einem regen Austausch, weil natürlich jeder durch die Erfahrungen der anderen auch Erkenntnisse für sich selbst gewinnen kann.

Auf diese Weise bewegen wir uns zeichnend und miteinander redend durch die Säle des Museums.

Die Zeichen-Experimente sind dazu gedacht, die Zeichner herauszufordern, den Prozess des Zeichnens zu hinterfragen und neu zu erleben.

Das unmittelbare Sehen und Erleben stehen im Mittelpunkt so eines Zeichenworkshops, denn nur, was den Zeichner innerlich beeindruckt, kann er auf seine einzigartige und unvergleichliche Weise auf dem Papier auch adäquat zum Ausdruck bringen.

Welche Experimente das sind, verrate ich natürlich nicht. Dann wäre ja die Überraschung weg.

Aber am Ende des Tages wird sich für jeden Zeichner etwas verändert haben und für jeden wird es etwa anderes sein.

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Bunte Füße

Diese Zeichnung ist ebenfalls mit dem leicht zu unterschätzenden Magicstift entstanden._______________________________________________________

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Es ist doch Frühling, oder?

 

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Was soll ich bloß zeichnen?

Wer sich dabei ertappt, diese Frage zu stellen: ganz schnell den Rückwärtsgang einlegen.

Eine gute Methode, um das Zeichnen noch ein bisschen vor sich herzuschieben, ist, sich zuerst mit der Frage zu beschäftigen, WAS man eigentlich zeichnen will.

Diese Frage ist eine von diesen kleinen Tricks, um Zeit zu gewinnen.

Wer glaubt, zuerst ein Motiv suchen zu müssen, ist auf dem besten Weg, sich von dem Entschluss mit dem Zeichnen zu beginnen, wieder wegzubewegen.
Vor lauter Suchen kann man nämlich das Finden leicht vergessen.

Wenn du dein nächstes Motiv finden willst, musst du nicht suchen oder wählen, du musst dich nur ENTSCHEIDEN.

Du musst dich für das JETZT und für DIESEN MOMENT entscheiden und dein Motiv oder deine Idee präsentiert sich dir von selbst.

Es ist immer etwas DA. Immer. Schau dich um und entscheide dich für das, was dir nahe ist, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne.
Ob es der Blick aus dem Fenster ist, die Katze auf dem Sofa oder ein lieber Mensch, der neben einem schläft, alles ist gleich gut.

Ideen hat man viele, nur werden auch viel zu viele gleich wieder verworfen. Zu blöd, zu albern, zu sonst was. Die meisten Ideen werden abgeschossen, sobald sie am Horizont auftauchen. Oft erscheinen einem die eigenen Ideen so nahe und so “naheliegend“, dass man sie als “nichts besonderes“ und uninteressant sofort verwirft.

Aber das beste Motiv oder die beste Idee ist tatsächlich immer das nächstbeste Naheliegende.
Das “nächstbeste“ bringt dich in Bewegung, bringt dich ins Zeichnen. Von da an geht es zur nächsten Idee, zum nächsten Motiv, zur nächsten Zeichnung.

Suche nicht, FINDE!

Was?

Das!

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Zeichenworkshop in Köln am Samstag, 07. April 2018

Köln Museum„Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen“

Workshop in Köln

im Römisch-Germanischen Museum

ausgebucht

am Samstag, 07. April 2018
von 10.30 Uhr bis 16.00/16.15 Uhr

HIER  geht es zu den Informationen für die Anmeldung.

Dieser Zeichentag wird dich dazu inspirieren mit deiner eigenen Art des zeichnerischen Ausdrucks wieder intensiven Kontakt aufzunehmen.

Wenn du dir deines eigenen unvergleichlichen Ausdrucks „selbst bewusst“ wirst, fällt es dir leicht, den inneren Kritiker zu überhören und wieder „selbstbewusst“ und mit Begeisterung zu zeichnen.

Du kannst deine Zeichnungen mühelos entstehen lassen, ohne den Entstehungsprozess ständig kritisch zu kontrollieren und zu hinterfragen.

Ich zeige dir, wie du unmittelbar sehen kannst und wie dir ausdrucksstarke und authentische Zeichnungen gelingen, die keinen Vergleich scheuen müssen, weil sie einzigartig und unvergleichlich sind.


„Der Tag hat einen riesigen Spaß gemacht. Die Atmosphäre, die Struktur des Ablaufs und auch die Gruppe fand ich perfekt.“ Manuela
„War alles sehr spannend und lehrreich.“ Bettina
„Es ist ein völlig anderer Zugang, als in den Workshops in der Volkshochschule. Ich bin und war begeistert.“ Susanne
“Ich fand den Kurs für mich persönlich bereichernd. Ich schätze deine ruhige, wertschätzende Leitung, die immer wieder wichtige Impulse beim Zeichnen gibt.” Waltraud

Wenn du am Workshop „Mit Freude und Leichtigkeit zeichnen“ am Samstag, 07.April 2018 teilnehmen möchtest, findest du HIER die Informationen für die Anmeldung.

frankfurt-24-sept-2016-blog

Das ist die fröhliche Gruppe, die sich im September in Frankfurt getroffen hatte.

Wie läuft so ein Workshop eigentlich ab?

Zunächst allerdings will ich erst mal erklären, wie meine Workshops NICHT ablaufen:

– Es werden KEINE konventionellen Zeichentechniken vermittelt, wie man sie als Lektionen in manchen Lehrbüchern findet, wie z. B. Schraffieren, Graustufenfelder anlegen oder ein Ei unter einer gedachten Lichtquelle von links oben zeichnen.

– Ich gehe NICHT während des Zeichnens herum, um den Zeichnern über die Schulter zu schauen und sie auf sogenannte Fehler aufmerksam zu machen.

– Es geht NICHT um ‚falsch oder richtig‘ oder um ‚besser oder schlechter‘ zeichnen als….

Wenn du jetzt noch Lust hast weiterzulesen, ist ein Workshop, so wie ich ihn anbiete, vielleicht tatsächlich etwas für dich.

Die Zeichenworkshops finden jeweils in einem Museum in Frankfurt, München, Köln oder Wien statt, in Frankfurt auch im Zoo.

Beim ersten Zusammentreffen der Gruppe nennen wir nur unsere Vornamen und es gibt keine dieser üblichen Selbstvorstellungsrunden.
Ich möchte, dass das ‚Woher‘ und ‚Wohin‘ und das ‚Was mach ich sonst noch‘ draußen vor der Tür bleibt.

Ich stelle mir die Runde der Zeichner immer gerne als eine zufällig zusammengewürfelte Gruppe Reisender vor, die sich vorgenommen haben, für eine gewisse Zeit gemeinsam Entdeckungen zu machen.

Im Laufe des Tages bitte ich die Teilnehmer, sich auf verschiedene Zeichenexperimente einzulassen.
Ich erkläre das jeweilige Experiment und los geht’s mit dem Zeichnen, jeder für sich.

Nach einer vorgegebenen Zeit kommen wir wieder zusammen, und wer mag(!), erzählt von seinen Erfahrungen, die er während des jeweiligen Reiseabschnittes sammeln konnte.

Es kommt dann immer zu einem regen Austausch, weil natürlich jeder durch die Erfahrungen der anderen auch Erkenntnisse für sich selbst gewinnen kann.

Auf diese Weise bewegen wir uns zeichnend und miteinander redend durch die Säle des Museums.

Die Zeichen-Experimente sind dazu gedacht, die Zeichner herauszufordern, den Prozess des Zeichnens zu hinterfragen und neu zu erleben.

Das unmittelbare Sehen und Erleben stehen im Mittelpunkt so eines Zeichenworkshops, denn nur, was den Zeichner innerlich beeindruckt, kann er auf seine einzigartige und unvergleichliche Weise auf dem Papier auch adäquat zum Ausdruck bringen.

Welche Experimente das sind, verrate ich natürlich nicht. Dann wäre ja die Überraschung weg.

Aber am Ende des Tages wird sich für jeden Zeichner etwas verändert haben und für jeden wird es etwa anderes sein.

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„Ein Workshop bei Martina ist eine Reise zum eigenen, ganz persönlichen zeichnerischen und authentischen Ausdruck und ein echter Befreiungsschlag für angstfreies Zeichnen.“ Alex 

IMG_0979 - Kopie

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10 Tricks wie deine Zeichnungen beeindruckender werden

1. Zeichne großzügig.
Sei großzügig mit dir selbst, indem du es dir ersparst, dich mit irgendwelchen Regeln einzuschränken und sei großzügig mit deinen Strichen. Lass sie laufen, lass sie rennen, rufe sie nicht zurück. Lass sie sein wie sie sind und versuche nicht, sie ungeschehen zu machen.

2. Verändere den Druck deiner Hand während des Zeichnens immer wieder.
Deine Hand will zum Ausdruck (!) bringen, was du siehst und fühlst, manchmal will sie fest drücken, manchmal ganz zart und das alles, während sie eine einzige Linie zieht. Gib deiner Hand die Freiheit, sich ausdrücken zu dürfen. Lass ihr den Spaß.

3. Zeichne nur einen Teil des Motivs sehr genau.
Den anderen Teil deutest du mit ein paar Strichen nur an. Der Kontrast von „ausgearbeitet“ und „unfertig“ wirkt geheimnisvoll und weckt Interesse. Der Betrachter wird gefordert, die Zeichnung durch seinen eigenen Blick zu ergänzen und zu vollenden.

4. Zeichne endlich Gesichter.
Der Mensch will den anderen Menschen sehen, und zwar nicht den unfehlbaren Menschen auf einer fehlerlosen Zeichnung und das Werk des unfehlbaren Zeichners, sondern den Mitmenschen mit seiner nur allzu menschlichen Fehlerhaftigkeit.
Um das Menschliche an einem Menschen zum Ausdruck zu bringen, braucht es keine perfekte und exakte Zeichnung, sondern einen mitfühlenden Blick und eine liebevolle Hand.

5. Zeichne alles krumm und schief.
In Wirklichkeit ist alles um uns herum krumm und schief. Wir alle sind krumm und schief, und zwar auf wunderbare Weise. Mach dieses Wunderbare auf deinen Zeichnungen sichtbar.

6. Platziere deine Motive nicht in die Blattmitte.
Setze es an den Rand und beobachte, wie das Motiv plötzlich an Bedeutung gewinnt. Durch seine Gegenwart verdichtet sich die übrige Leere auf dem Papier zu einem fühlbaren Raum, in den der Betrachter mit seinen Augen hineingehen kann.

7. Schneide dein Motiv an.
Nein, nicht wie einen Kuchen, aber so ähnlich. Wenn du nur einen Teil deines Motivs sichtbar werden lässt und ein anderer Teil bleibt über den Rand des Papiers hinausweisend unsichtbar, macht das neugierig. Das lässt eine große Nähe entstehen, der man sich kaum entziehen kann.

8. Zeichne schneller, als du denken kannst.
Deine Gedanken sind es gewohnt, dich wortreich in deine Schranken zu verweisen, damit du ja nichts tust, was deinem Verstand unbekannt ist. Hör nicht auf deine Gedanken. Laufe ihnen zeichnend davon. Verlasse dich ausschließlich auf deinen Blick, dem deine Hand blind vertraut. Diese beiden verstehen sich wortlos.

9. Schau beim Zeichnen nicht aufs Papier.
Sei von deinem Motiv so hingerissen, dass du deinen Blick nicht von ihm lösen willst. Und das musst du auch nicht. Du wirst staunen, wie dein bloßes Staunen völlig ausreicht, um Erstaunliches entstehen zu lassen.

10. Vergiss diesen Blödsinn, beeindrucken zu wollen. Wer sich darum bemüht, beeindrucken zu wollen, der beeindruckt am Ende mit nicht mehr, als mit seiner aufgewendeten Mühe.
Bleib du einfach nur beeindruckt von deiner Welt, bring dies zum Ausdruck und bleibe unbeeindruckt von deinen Zeichnungen.
Allerdings wirst du es dann nicht verhindern können, dass andere deine Zeichnungen beeindruckend finden.

 

 

 

 

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Deine Zeichnung ist gut so wie sie ist

Ich mag verschmierte Zeichnungen.
Ich mag es, wenn ich beim Zeichnen mit einem weichen Bleistift, mehr oder weniger unbeabsichtigt, mit der Handkante die Linien verwische und sich auf dem weißen Papier um das Gezeichnete herum, graue Wolken aus Graphit ausbreiten.

Mir scheint, als würde dadurch das Papier auf geheimnisvolle Art zum Leben erweckt.

Wenn ich es in Kauf nehme, dass sich meine Zeichnungen auf diese Weise, quasi unter der Hand, verändern, gebe ich die Illusion auf, ich, als Zeichnerin, hätte die ultimative Kontrolle.

Während des Zeichnens geschieht immer viel Unvorhergesehenes.
Je nachdem mit welchem Material man arbeitet, ist die Stärke der Linien nicht immer zu kontrollieren oder die Bleistiftspitze bricht ab oder man rutscht mit der Hand nur ein wenig aus und im nächsten Moment hat alles eine völlig neue Richtung genommen.

Wenn so etwas passiert, kann ich mich entweder ärgern und die Zeichnung als misslungen zur Seite legen oder aber – und das ist immer die weitaus vielversprechendere Lösung – ich zeichne einfach weiter und beobachte, was auf dem Papier geschieht.

In der Akademie bewunderte ich einmal die Zeichnung einer Mitstudentin. Es war eine, an vielen Stellen verwischte Bleistiftzeichnung.
Ganz angetan von diesem spannenden und lebendigen Ausdruck sagte ich: „Hach, deine Zeichnung hat so eine schöne schmuddelige Qualität.“
Die Zeichnerin schrie mich an: „Meine Zeichnung ist nicht schmuddelig.“ Sie schüttelte entsetzt den Kopf.
„Ja, aber schau doch“, versuchte ich es noch mal, „wie diese grauen Wolken dem ganzen Blatt Präsenz und Volumen verleihen.“
Sie wollte davon nichts hören und sie sprach danach nicht mehr mit mir. Dabei hatte ich ihr noch nicht einmal gesagt, wie sehr ich es mochte, dass das Blatt an den Ecken zerknittert und an den Rändern eingerissen war.

Aus diesem kurzen und unerquicklichen Gespräch habe ich zwei Dinge gelernt.
Erstens, der Ausdruck „schön schmuddelig“ wird nicht von jedem als wertschätzend verstanden, und zweitens, nicht jeder kann akzeptieren, wie seine Zeichnung tatsächlich aussieht.

Denn ob sie die verwischten Bleistiftspuren mochte oder nicht, sie waren auf dem Papier und sie waren Teil der Zeichnung. Und ob sie den lädierten Zustand des Blattes mochte oder nicht, er gehörte zu dieser Zeichnung und beides hatte einen nicht unerheblichen Anteil an der herausragenden Qualität dieser Arbeit.

Die Zeichnerin jener Zeichnung war während der Besprechung in der Akademie nur mit den konkreten Abbildungen beschäftigt gewesen. Ich weiß nicht mehr, ob es Zitronen waren oder Äpfel und Birnen. Dieses und jenes, so glaubte sie, war nicht gelungen und sie suchte nach Fehlern, die sie bei der nächsten Zeichnung vermeiden wollte.
Sie wollte wissen, wie sie die nächste Zeichnung besser kontrollieren könnte, um sie ihrer Vorstellung entsprechend zu gestalten.

Dass diese, ihre Zeichnung, unabhängig von ihren Mäkeleien daran, als eigenständige Zeichnung schon längst existierte, bemerkte sie nicht.

Viele, mit ihren Arbeiten unzufriedene Zeichner geben als Grund für ihre Unzufriedenheit an, sie hätten sich die Zeichnung SO nicht vorgestellt. Sie sei ganz anders geworden, als von ihnen erwartet und deshalb würde sie ihnen nicht gefallen.

Es ist klar, wir können nicht anders, als uns mit einer gewissen Erwartungshaltung und mit einer Vorstellung, wie konkret auch immer, ans Werk zu machen.
Wir haben die Kontrolle darüber mit welchem Sujet wir uns befassen und welches Material wir wählen. Daraus ergeben sich aber so viele Möglichkeiten, die wir mit einer zu eng gefassten Vorstellung von dem, was entstehen soll, sehr einschränken.
Während des Arbeitens entstehen neue Bedingungen und wir gelangen zu neuen, unerwarteten Erkenntnissen, auf die wir reagieren.
Wenn ich darauf beharre, eine Arbeit erst anzuerkennen, wenn sie so geworden ist, wie ich sie mir vorgestellt hatte, komme ich nicht von der Stelle, weil ich so meine Arbeit nie über meine eigenen Begrenzungen hinwegkommen lasse.

Wenn ich das Unerwartete zulasse, ja, es sogar einlade, ergeben sich Möglichkeiten, die ich mir nicht hätte vorstellen können, weil sie außerhalb der Reichweite meines Vorstellungsvermögens lagen.

Der Schriftsteller Peter Bichsel sagte einmal, er wisse, ein Text sei nicht gelungen, wenn er am Ende genau so geworden sei, wie er dachte, dass er ihn schreiben würde, als er damit begonnen hatte. Solche Texte werfe er weg. Er veröffentliche nur Texte, die ganz anders geworden seien, als von ihm erwartet.

Mir gefällt diese Einstellung zum eigenen Werk, eine Arbeit erst dann als geglückt zu betrachten, wenn man mehr darin erkennt, als man anfangs glaubte, hineingeben zu können.

Wir, als in jeder Hinsicht in unserem Wissen und Fähigkeiten beschränkte Menschen, glauben, dies nur mit Planen und kontrolliertem Handeln ausgleichen zu können. In der Kunst entsteht das Außergewöhnliche aber erst dann, wenn wir mit unseren sogenannten genauen Vorstellungen, uns selbst und der Kunst so wenig wie möglich im Weg stehen.

Jene verwischte und zerknitterte Zeichnung war tatsächlich etwas Besonderes gewesen. Ihre besondere Qualität wurde von der Zeichnerin aber nicht geschätzt, weil sie es nicht geplant hatte, die Zeichnung zu verwischen und zu zerknittern.
Sie konnte nicht wertschätzen, was durch sie entstanden war, weil es nicht in ihr vorgefasstes Bild, das sie von sich selbst und dem, was sie beabsichtigte zu gestalten, hinein passte.

In dem Moment, in dem ich loslasse, mich vom Prozess des Zeichnens leiten lasse, anstatt von meinen Vorurteilen im Kopf, öffnet sich die Tür zu einem Raum, wie zu einem verwunschenen Garten.
Hier nimmt das, was mir unvorstellbar ist, Gestalt an und wird für mich sichtbar, aber nur, wenn ich mir erlaube, es auch tatsächlich zu sehen.

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